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Lion Philips
Löwe Phillips (1794-1866)
Der Markt von Zaltbommel um 1850. Das vierte Haus von rechts ist das Haus von Lion Philips

Löwe Philips (Salzhummel, 29. Oktober1794 - Dort, 28. Dezember1866) war ein Niederländisch Händler in Tabak produkte. Er ist der Großvater von Gerard und Anton Philips, und war ein wichtiger Kreditgeber für Karl Marx.[1]

Familie

Lion Philips war der Sohn von Benjamin Philips und Lea Hartog. Benjamin kam raus Veenendaal und zog später mit seiner Familie nach Zaltbommel. Lion Philips wurde auch dort geboren und starb. Er war verheiratet mit Sophie Presburg. Sophies Schwester, Henriette, heiratete den deutschen Anwalt Heinrich Marx. Sie war die Mutter von Karl Marx. Aus der Ehe von Sophie und Lion gingen neun Kinder hervor, darunter der Bankier Frederik Philips, der Vater der späteren Gründer der Philips-Gruppe, und August Philips, der Rechtsanwalt und Dekan der Amsterdamer Anwaltskammer war.

Angelegenheiten

Lion war der älteste von sieben Brüdern und zwei Schwestern und der einzige, der in Zaltbommel blieb; die anderen gingen in die weite Welt, die dem Geschäft sehr günstig war. Lion gründete 1815 zusammen mit einem Partner, Gerlacus Ribbius Peletier, ein Tabakunternehmen, "de Eenhoorn". Die Nachfolger dieses Unternehmens blieben bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts im Tabakhandel tätig[2]. Neben dem Tabakhandel hatte Lion Philips auch andere Geschäftsaktivitäten, darunter den Aufbau einer Deckenfabrik, die aber leider abbrannte. Seine Investitionstätigkeit und andere Geschäfte machten beträchtliche Fortschritte und bei seinem Tod im Jahr 1866 betrug die Hauptstadt von Lion Philips ca. ƒ 189.000 geschätzt[3][4].

Religion

Die Familie Philips gehörte zu jüdisch Herkunft und kannte eine Reihe von Kantoren und Rabbinern. Das hat Lion Philips und seinen Vater Benjamin nicht davon abgehalten, bei der Niederländisch-reformierte Kirche. Es gibt keinen gesellschaftlichen Zwang dazu, seit der "wie der zustand der juden“, die in den Niederlanden seit 1796 gültig war, gab es keine Handels- oder sonstige Glaubenshindernisse. Es ist daher davon auszugehen, dass die Bekehrung aus persönlicher Überzeugung erfolgte.

Beziehung zu Karl Marx

Karl Marx und Lion Philips hatten eine enge Beziehung; Marx übernachtete während seines Aufenthalts in regelmäßig bei den Philipses Nimwegen und später in Zaltbommel und schrieb ihm Briefe[5]. Sieben Briefe an Marx und sieben an Philip sind bekannt. Diese Briefe decken alles ab, vom amerikanischen Bürgerkrieg bis zur Erfindung der Elektrizität, aber seltsamerweise nicht einer der Hauptgründe für das starke Engagement: Geld. Lion war der Hauptsponsor von Marx und der Wirtschaftsvermittler zwischen ihm und Henriëtte Presburg. Dies sei notwendig, weil das Verhältnis zwischen Marx und seiner Mutter schlecht sei: "Ich bin (...) mit meiner Familie zerstritten und habe kein Recht auf mein Vermögen, solange meine Mutter lebt"[6]. Infolgedessen war es Lion Philips, der Marx Zuwendungen gewährte, zuerst aus dem Erbe von Heinrich Marx, dann als Vorschuss auf das Erbe von Henriëtte.

Nach ihrem Tod im Jahr 1863 war Lion, der im Testament von 1849 einer der Vollstrecker ernannt wurde, was nach den Vorschüssen von Karls Erbe übrig blieb: siebentausend Gulden, eine beachtliche Summe[7]. Darüber hinaus fügte Lion Philips Marx gelegentlich auch noch einige Extras hinzu: „Ich habe von meinem Onkel zunächst 160 Pfund erpresst, damit wir die meisten unserer Schulden abbezahlen konnten“, schrieb Marx am 7. Mai 1861. Friedrich Engels[8].

Marx fand bei Lion Philips und seinen Söhnen und Töchtern „ein gastfreundliches Zuhause“. Zudem konnte er "intellektuelle Diskussionen mit aufgeschlossenen, Liberaleubiquist"[9].

Kulturelle Referenz

In dem Sowjetisch-TV-Serie Karl Mark. Molodye Gott ((ru) арл Маркс: Молодые годы, "Die frühen Jahre von Karl Marx"), die Rolle des Lion Philips wird von dem bekannten ukrainisch Darsteller Leonid Bronevoy.[10].

Literaturverzeichnis

  • Werner Blumenberg: "Ein unbekanntes Kapitel aus Marx' Leben. Briefe an die holländischen Verwandten. In: International Review of Social History, 1, 1956, Nr. 1, S. 54-111
  • Das niederländische Patriziat. bd. 50, Den Haag 1964, S. 330-343
  • Heinz Monz: Der Erbteilungsverraag Henriette Marx. In: Der Antiquar, Hilversum 1971, II. Jg., S. 6 ff.
  • Heinz Monz: Karl Marx. Grundlagen zu Leben und Werk. NCO-Verlag, Trier 1973
  • Manfred Schoncke: Karl und Heinrich Marx und ihre Geschwister. Köln 1993 ISBN 3-89144-185-1
  • Jan Gielkens: 'Wenn ich nur wieder in Bommel wäre“ : Karl Marx und seine holländischen Verwandten : eine Familiengeschichte in Dokumenten / überliefert und ingel.. Amsterdam 1997 ISBN 90-6861-099-6
  • Jan Gielkens: Karl Marx und seine englischen Verwandten. Ein Kommentar Quellenedition. Trier 1999 [vielmehr April 2000] (=Schriften aus dem Karl-Marx-Haus 50) ISBN 3-86077-845-5
  • Izumi Omura u. a. (Hrsg.): Familie Marx privat – Die Foto- und Fragebogen-Alben von Marx’ Töchtern Laura und Jenny – Eine kommentierte Faksimileausgabe. Akademie Verlag, Berlin 2005. ISBN 3-05-004118-8

Bilder

Siehe auch