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Liutswind

Liutswind (auch Liutwind, Liutswinda; ca. 830 - vor 9. März 891) war um 850 die Geliebte des zukünftigen Königs Karloman und hatte mit ihm einen Sohn, den zukünftigen König und Kaiser Arnulf.

Sie ist nur dem Namen nach bekannt, weil Arnulf am 9. März 891 die Kirche besuchte Salzburg das Gericht von Erding der seiner Mutter Liutswind als schenkt leihen und nennt sie auch beim Namen.[1] Es ist unwahrscheinlich, dass sie dieses Gericht vor dem Tod von Karlomans Vater verlassen hätten, Ludwig der Deutsche, erworben im Jahr 876.[2] Sie hatte ihren Witwensitz in Moosburg an der Isar, die ihren Lebensunterhalt von ihren Besitztümern in der Umgebung und vom Kloster Moosburg bestreitet.[3]

Die Herkunft von Liutswind ist in den Quellen nicht eindeutig belegt und wird daher in der historischen Forschung diskutiert. In Arnulfs Urkunde wird sie a nobilissima femina ("edelste Frau"), "was ihr in der modernen Forschung zu einer hypothetischen Einordnung in die Familie der Liutpoldingen verholfen hat, jedenfalls aber auf eine Abstammung hinweist, die für eine Braut eines karolingischen Fürsten ganz ähnlich ist in Position."[4] Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zuordnung zu den Lütpoldingen einerseits auf der ersten Silbe Liut- nach ihrem Namen,[5] andererseits die Vorzugsbehandlung durch Arnulf von der Familie van de Liutpoldingen.

Nüsse

  1. P. Kehr (Hrsg.), Die Urkunden der Deutschen Karolinger, III, Berlin, 1940, p. 129, Nr. 87.
  2. S. Koneczny, Die Frauen des Carolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert, Dissertation, 1976, S. 139.
  3. A. Träger, Heimatbuch Horgertshausen, Horgertshausen, 1982, p. 22.
  4. R. Schieffer, Karl III. und Arnold, in K. Schnith - R. Pauler (Hrsg.), Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag, Kallmünz, 1993, p. 135.
  5. Siehe dazu: M. Mitterauer, Karolingische Markgrafen im Südosten (= Archiv für österreichische Geschichte, 123), Graz et al., 1963, p. 242.

Literatur

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  • P. Kehr (Hrsg.), Die Urkunden der Deutschen Karolinger, III, Berlin 1940. (Die Urkunden Arnolfs)
  • J.P.J. dazugewinnen, Herkunft und Geschichte erster Bayerisch-Osterreichischer Geschlechter im Hochmittelalter, Den Haag, 1957.
  • M. Mitterauer, Karolingische Markgrafen im Südosten (= Archiv für österreichische Geschichte, 123), Graz et al., 1963.
  • S. Koneczny, Die Frauen des Carolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert, Dissertation, 1976.
  • R. Schieffer, Karl III. und Arnold, in K. Schnith - R. Pauler (Hrsg.), Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag, Kallmünz, 1993, S. 133–149.

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