WikiDer > Loek Elfferich

Loek Elfferich

Ludo Johan (Loek) Elfferich (Rotterdam, 14. Mai1932 - Dort, 2. Dezember1992[1]) war ein Holländer investigativer Journalist und Gemeindebeamter Rotterdam. Er untersuchte die Umstände der Bombardierung von Rotterdam und hinterfragte die Vision von unter anderem Lou de Jong dass die Deutschen in letzter Minute versucht hätten, das Bombardement abzuwenden.

Biografie

Elfferich wurde als Sohn des Gemeindebeamten Johannes Elfferich und Georgina Verbon geboren.[1] Er wuchs in einer reformierten Familie auf und erlebte die Bombardierung an seinem achten Geburtstag. Nach dem Abschluss der christlichen Grundschule ging er 1944 auf die christliche Schule hbs.

1950 trat Elfferich der Rotterdam Parol. 1960 wechselte er zum Haagsche Courant und 1966 bis Reformierte Niederlande. 1968 kehrte er an die Haagsche Courant. 1972 wurde er Vorstandsmitglied der Stadtverwaltung von Rotterdam, mit einem besonderen Arbeitsgebiet im Bildungsbereich und später in der Stadterneuerung. Nach einer Reorganisation arbeitete er im Stadtarchiv Rotterdam.

Elfferich war unter anderem an der Aufklärung über die Bombardierung von 1940 und dem Gedenken an die Bombardierung 1980 beteiligt. Er recherchierte selbst und veröffentlichte 1983 zusammen mit seiner Frau das Buch Endlich nah an der Wahrheit.

In der Zeit danach veröffentlichte Elfferich eine Reihe von Artikeln in Das freie Volk in dem er neue Fakten über die Bombardierung präsentierte. Dies führte zu seinem Buch Rotterdam wurde verraten (1990). Auf der Grundlage von rund vierhundert Interviews und umfangreicher Dokumentenrecherche kam Elfferich zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Eine Gruppe deutschgesinnter Rotterdamer bereitete sich auf die deutsche Invasion vor und verfügte über Waffen.
  • Die von den Deutschen vor dem Bombardement abgefeuerten Fackeln waren nicht dazu gedacht, das Bombardement abzuwenden. Ein deutsches Dokument zeigt, dass diese lediglich dazu gedacht waren, die Stellung der deutschen Bodentruppen zur Luftflotte zu verdeutlichen.
  • Unmittelbar nach der Bombardierung mangelte es nicht an Löschwasser und die Folgebrände wurden nicht durch einen betroffenen Öltank verursacht.
  • Erfahrungsberichte und eine Analyse von Bombenanschlägen zeigen, dass am 14. Mai 1940 auch Brandstifter sind abgeworfen worden. Der Deutsche Reichsmarschall Hermann Göring hat gelogen, als er war Nürnberger Prozess sagte, dies sei nicht der Fall.

Auf der Grundlage seiner Erkenntnisse kam Elfferich zu dem Schluss, dass die Bombardierung von Rotterdam als Terroranschlag und keinesfalls als unbeabsichtigt anzusehen ist. Seine Schlussfolgerungen wurden vom Anwalt untermauert Manuel Kneepkens, die in seinem Buch Im Reich der Dämonen (1993) auf internationales Recht Grundlage stellte fest, dass die Bombardierung a Kriegsverbrechen früher gewesen. Kneepkens verwies auf die Schlussfolgerungen der deutschen Militärgeschichtliches Forschungsamtdass dies tatsächlich ein Terroranschlag war.[2] Elfferichs Ansicht, Rotterdam sei von einer fünften Kolonne deutscher Bürger in Rotterdam verraten worden, widersprach dem Historiker Ruud van Herk.[3]

Das Denkmal am Statenweg.

Elfferich ist auch Autor des Textes zum Denkmal am Statenweg, entworfen von L.H. Timmerman-Papenhuijzen und enthüllt am 4. Mai 1988 vor dem Haus des Rotterdamer Kommandanten P. W. vernarbt seinen Gefechtsstand einrichtete und am Nachmittag des 14. Mai 1940 über die Einzelheiten der Kapitulation der Stadt verhandelt wurde.

Elfferich starb im Alter von 60 Jahren beim Rauchen einer Zigarre an einem Herzinfarkt, woraufhin in seiner Wohnung ein Feuer ausbrach.[1]

Literaturverzeichnis

  • Die Altstadt und die Pferde (1968)
  • Endlich nahe der Wahrheit; Analysen und Emotionen nach der Bombardierung von Rotterdam (1983), mit Tini Reader
  • Rotterdam wurde verraten (1990) ISBN 90 6825 072 8

Literatur

  • Manuel Kneepkens, Im Reich der Dämonen: die Bombardierung von Rotterdam und die Normen, Hrsg. Anzeige Donker, Rotterdam, 1993, ISBN 90 6100 385 7 .
  • A. C. de Bruin, Rotterdam 14. Mai 1940: Fakten, Ziele und Bewertung, Dordrecht, 1992-2005, über: WWII.org