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Loon (Assen)
Gehalt
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Brink van Loon.jpg
De Brink van Loon mit Schafen (von Gert Sennema)
Lohn (Drenthe)
Gehalt
Ort
ProvinzHinweis DrentheDrenthe
GemeindeHinweis AssenWellen
Koordinaten53° 1′ N, 6° 37′ O
Allgemeines
Einwohner(2020-01-01)275[1]
Andere
Postleitzahl9409
Vorwahl0592
Postleitzahl2392
Fotos
Dolmen D15
Dolmen D15
Portal  Portalsymbol  Die Niederlande

Gehalt ist ein Dorf in dem Niederländisch Provinz Drenthe, Gemeinde Wellen, nordöstlich der Stadt Assen. Am 1. Januar 2020 hatte Loon etwa 275 Einwohner.

Erdkunde

Der Name Loon leitet sich ab von Klo[2], was Wald bedeutet. Loon ist ein typisches Drenthe esdorp. Es befindet sich am Rande des Nationale Bach- und Esdorplandschaft Drentsche Aa. Die Drentsche Aa, hier Looner Diep genannt, fließt am Dorf vorbei. Das Marke van Loon existiert neben essen hauptsächlich von Grönland entlang des Baches. Da ist auch ein Dolmen (D15) finden. Die Marke wird von der Bahnstrecke Assen-Groningen überquert.

Geschichte

Die erste Erwähnung von Loon stammt aus dem 12. Jahrhundert. In dem ''Einkommensliste der Abtei Werden aus Gütern in Friesland und Drenthe'' ab 1160 Loon wird geschrieben als lang.[3] Loon gehörte traditionell zum Rolderding Game. Im Mittelalter bestand Drenthe aus sechs Rechtsbezirken oder „Ding-Spielen“, von denen das Rolderding-Spiel das kleinste war. Es ist das einzige Dingspiel, aus dem keine anderen Gemeinden hervorgegangen sind, so dass das Kirchenspiel und das Dingspiel zusammenfielen.[4] Der Kerspel sorgte unter anderem für die Armenpflege, die Steuererhebung und den Unterhalt von Straßen und Gewässern.[5]

Der früheste Landbesitz in Loon

Der Besitz der Abtei Werden erstreckte sich von Oldenzaal bis Groningen und hatte verschiedene Güter in Drenthe. Von dem ''Einkommensliste der Abtei Werden aus Gütern in Friesland und Drenthe'' ab 1160 scheint auch die Abtei Werden Besitz in Loon zu besitzen. Die Herrschaftsgüter befanden sich neben der Abtei Werden im Besitz des Bischofs von Utrecht. Im 11. Jahrhundert wurde das Domkapitell van Utrecht unabhängig und die Güter der Utrechter Kirche wurden in Kapitalgüter und bischöfliche Güter aufgeteilt. Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert bestanden die Herrschaftsgüter in Loon aus zwei bischöflichen Tafelgütern, zwei Gütern aus dem Sint-Pieterkapitell und einem aus dem Kloster Werden. 1283 wurde die Werdener Ware in Groningen verkauft und seitdem fehlt jede Spur der Werdener Ware.[6]

Der Hof von Sint-Pieter in Peelo war das Zentrum der Herrschaftshöfe in Loon und des gesamten Rolderding-Spiels. Von dem 'Register der Einkünfte der Propstei von St. Pieter in Utrecht aus Gütern in Drenthe'' von etwa 1298-1304 scheint das Sint-Pieterskapitell neben dem Grundbesitz auch das kirchliche Zehntrecht der meisten Erben in Loon zu besitzen. Diese Steuer wurde wahrscheinlich im Gericht von Peelo aufbewahrt. Im Spätmittelalter verlor dieser Hof in Peelo seine Funktion und der Hof in Uffelte und das Pfarrhaus von Anloo wurden zum Zentrum der Güter von Sint-Pieterkapitell. Die Sint-Pieterkapitell-Ware von Loon ging nach Anloo. Im 15. Jahrhundert gehörten die Domänen des Bischofs von Utrecht zum Bischofshof in Anloo.[7]

Ab dem 14. und 15. Jahrhundert war von Leibeigenschaft keine Rede mehr und der Hof von Anloo verlor seine Funktion. Zahlungen wurden nun von Beamten eingezogen und nicht mehr vom Bürgermeister des Gerichts. Die Herrschaftsgüter kamen in die Hände freier Bauern, unter der Bedingung, dass die Güter nicht geteilt werden konnten. Damit endete der kirchliche Grundbesitz in Drenthe und damit in Loon. Die neuen Grundbesitzer, die in der Folge entstanden, waren hauptsächlich Menschen aus der eigenen Region. Beispiele hierfür sind das Kloster Assen, der (Drentser) Adel und selbsterbte Bauern. Beispiele für diese neuen Großgrundbesitzer in Loon sind das Kloster Assen, das 1601 einen Hof in Loon besaß, als es geschlossen wurde. Dieser Hof wurde ''Betinge'' genannt.[8] Ein adeliger Grundbesitzer in Loon war beispielsweise der Baronet Hayo Addinga van Westerwolde, der 1546 die Tessinge-Domäne in Loon erwarb.[9] Ein weiteres Beispiel ist die Familie Dentinge. In dem ''Einkommensverzeichnis der Propstei von St. Pieter in Utrecht aus Waren in Drenthe'' 1298-1304 wird dieser Familienname erstmals erwähnt. Dieser beschreibt, von welchen Gütern von Loon Saint Peter den kirchlichen Zehnten erhalten wurden. Eines dieser Häuser ist das Dentingehus.[10] 1360 wurden die kirchlichen Zehnten von dieser wieder gesammelt und heißt "Femia von Deutinchuus".[11] Femia wird hier als "ehrenwertes Fräulein" beschrieben, was darauf hindeutet, dass sie keine willkürliche Bäuerin war und wahrscheinlich dem kleinen Adel oder den Großgrundbesitzern angehörte.[9] Der Familienname Dentinge tauchte bis 1654 in Loon auf.[12] Ein Mitglied der Adelsfamilie ''Rengers'' besaß für kurze Zeit auch Eigentum in Loon. Von 1691 bis 1694 „Herr Capt. Rengers'' in den Stadtbüchern aufgeführt.[13] Die Familie Rengers ist eine alte Adelsfamilie aus dem 14. Jahrhundert, die aus Groningen stammt.[14]

Dienstleistungen

Loon hat einen Fußballverein VV LEO mit dazugehörigem Sportpark. Außerdem gibt es ein Hotel/Restaurant, eine Bierbrauerei, eine Fahrradwerkstatt und ein Nagelstudio.

Sehenswürdigkeiten

  • Bauernhofkomplex aus dem 19. Jahrhundert am Markeweg 2. Dieser Komplex enthält einen HinterhofBanner, Scheune, Heizraum und Schweinestall.[15]

Siehe auch

Verweise

  1. Tabelle: Bevölkerung; monatliche Zahlen pro Gemeinde und andere regionale Gliederungen, 1. Januar 2020, Statistik Niederlande, Voorburg/Heerlen
  2. Maurits Gysseling, Toponymisches Wörterbuch für Belgien, Niederlande, Luxemburg, Nordfrankreich und Westdeutschland (vor 1226) s. 634 (1960).
  3. P. J. Block u.a., Charterbuch von Groningen und Drenthe, (Groningen 1896), Nr. 34.
  4. P.N. Noomen, „Medieval development in Rolder ding game“, in: P. Brood ua (Hrsg.), History of Rolde (Meppel/Amsterdam, 1993), 84.
  5. Paul Brot, Besteuerung in Drenthe 1600-1822 (Meppel: Boom, 1991), 23.
  6. Noomen, ''Mittelalterliche Entwicklungen in Rolder Dingspel'' 89-91.
  7. Noomen, ''Mittelalterliche Entwicklungen im Rolder-Ding-Spiel'' 92.
  8. Noomen, ''Mittelalterliche Entwicklungen im Rolder-Ding-Spiel'' 101-104.
  9. einbNoomen, ''Mittelalterliche Entwicklungen im Rolder-Ding-Spiel'' 107.
  10. P. J. Block u.a., Charterbuch von Groningen und Drenthe, (Groningen 1896), Nr. 199.
  11. P. J. Block u.a., Charterbuch von Groningen und Drenthe, (Groningen 1896), Nr. 492.
  12. Drenthe-Archiv. Kürzerer Stand der Vermessungen der Heufelder, Bodenschätzung 1654. Old State Archives (OSA), Zugangsnummer 0001, Inventarnummer 845.222.
  13. Drenthe-Archiv. Herd Stadtgeld Rolde 1672-1804. Old States Archives (OSA), Zugangsnummer 0001, Inventarnummern 868.26-869.
  14. Wilco Julius Baron Welderen Rengers, Die Familie Rengers, vom 14. bis 19. Jahrhundert (1892), 1.
  15. Foorthuis, W. R., Brood, P. (2002). Drenthe. Kultur- und Landschaftsführer. Bedum: Der Pflug. ISBN 9052942420
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