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Lothar von Metternich (Schloss Vettelhoven, Grafschaft, 31. August1551 – Koblenz, 17. September1623) war mal Kurfürst Erzbischof von Trier in dem Römisch-Deutsches Reich. Er war in seinem Fürstentum für eine rigorose Fiskal- und Finanzpolitik bekannt.
Lebenszyklus
Junge Jahre
Seine Eltern waren Johan von Metternich (1500-1562) und Katharina von der Leyen zu Adendorf (1528-1567), beide Landadel in der Rheinland. Metternich lebte von Kindheit an bei seinem Onkel mütterlicherseits. Es ging um Johan VI von der Leyen, Kurfürst Erzbischof von Trier. Metternich wurde von der Jesuiten. Sein Onkel hatte die Jesuiten wegen der brought Gegenreformation, die Bewegung der katholische Kirche als Reaktion auf die Reformation. Metternich studierte anschließend an der Universität zu Köln (1567-1577), aus Perugia (1577-1579) und aus Padua (1579-1581). Sein Onkel schickte ihn zu Prälaten nach Italien und Frankreich zur Weiterbildung. Metternich sprach fließend 5 Sprachen: Deutsch, Latein, Französisch, Italienisch und Niederländisch. Inzwischen arbeitete er als Herr oder domizelarius zum Trierer Dom (1570). Die Verabredung zu Kanon folgte 1575, sowohl im Kapitel Trier als auch in Münster (1575). Diese Anstellungen verschafften ihm während seines Studiums ein festes Einkommen. Metternich galt als versiert in der Philosophie. 1590 wurde er zum Gelehrter des Trierer Doms. Damit erwarb er das (kirchliche) Bildungsmonopol im Fürstbistum Trier. Dies entsprach seiner leidenschaftlichen Ausbildung bei den Jesuiten.
Erzbischof von Trier
Nach dem Tod seines Onkels wählte ihn das Domkapitel des Trierer Doms zum Erzbischof (1599). Innerhalb eines Monats erhielt er die Priesterweihe und die Bischofsweihe.[1] Die Bischofsweihe fand nicht in Trier statt, sondern in Koblenz, in dem St. Florin Kirche. Seinem Onkel war es gelungen, die Stadt Koblenz am Rhein in die Fürstbistum Trier; so hatte das Fürstbistum die Kontrolle über den Rhein und genoss rechtsrheinische Besitzungen.[2] Für Metternich war die Bischofsweihe in Koblenz eine symbolische Fortsetzung des Wirkens seines Onkels.
Kurfürst von Trier
Ein Jahr später, 1600, erhielt Metternich vonich Rudolf II, römisch-deutscher Kaiser, der Insignien des Prinzen (oder Prinzen) von Trier. Er wurde einer der sieben Kurfürsten bei der Auswahl der römisch-deutschen Kaiser.
Metternich fand das Fürstbistum in einem baufälligen Zustand vor: Die Kassen waren leer. Sein Onkel hatte Koblenz erobert, die Protestanten vertrieben und die Adels- und Kapitelmacht zerschlagen. Dies hatte zu einem Beinahe-Bankrott geführt. Im Römisch-Deutschen Reich wurden Stimmen erhoben, um das Fürstbistum Trier abzuschaffen.[3] Die Politik von Fürstbischof Metternich war in erster Linie eine Finanz- und Fiskalpolitik. Vor seiner Steuerreform ließ er Namenslisten der Steuerzahler pro Gemeinde erstellen. Auch der Klerus musste Steuern zahlen. Er ließ den Verkauf von Bieren und Weinen stark schätzen. Metternich ließ für Trier eine neue Münze prägen. Er erhöhte systematisch die Steuern im gesamten Fürstbistum. Das Zustände van Trier betrachtete er als bloße Steuergenehmigungsmaschine. Auch auf dem Rhein, in Koblenz, ließ er Maut erheben. Da er in seinem Fürstentum auf keinen Widerstand stieß, gelang ihm seine Geldpolitik gut. Die Münze aus dem Keur-Trier mit dem Bildnis von Metternich galt als die stärkste Münze im ganzen Rheinland.[4]
Metternich baute es zur militärischen Verstärkung Festung Ehrenbreitstein aus, in Koblenz. Um dies zu finanzieren, hütete er sorgfältig den Wert der Trierer Münze.
Er musste sich mit Überfällen aus dem Republik der Vereinigten Provinzen aber auch von der Herzogtum Luxemburg, einer der Spanische Niederlande. Die Luxemburger schickten die spanischen Truppen von Spinola nach Trier oder sie kämpften sich selbst. Schließlich wurden die Luxemburger jahrhundertelang von der hohen Kirchensteuer der of Staatsabtei St. Maximin in Trier. Die Reichsabtei war im Besitz der Fürstbischöfe von Trier. Metternich förderte die Hochschulbildung in Trier, so dass Jungen aus dem ganzen Rheinland zum Studium nach Trier kamen. Metternich dagegen zögerte nicht, tausend Studenten für seine Truppen zu rekrutieren. Metternich gelang es, das Gebiet des Fürstbistums um mehrere Dörfer zu erweitern.[5] In Koblenz baute er die Alte Burg in eine Bischofsresidenz.
Metternich setzte die gegenreformatorische Kirchenpolitik konsequent um. Er ließ mit Hilfe der Jesuiten neue Kirchenbücher drucken. Hexenjagden wurden wieder eingeführt und auch Männer konnten als Hexen verbrannt werden. Die Hexenjagden in Trier haben den Namen bekommen Trierer Krankheit oder Morbus Trier.[6] Metternich organisierte vehement den Katholischen Bund im Deutschen Reich als Reaktion auf die Evangelische Union. Hier lag einer der Keime der Dreißigjähriger Krieg. Er mischte sich in Bischofstermine ein Mainz und anderswo und nahm als Kurfürst an allen Reichswahlen aktiv teil. 1611 ließ er die Jesuiten in Trier ein völlig neues Kolleg bauen.
In den letzten Jahren seines Lebens überließ er die Geschäftsführung seinem Cousin Karl. Nach Metternichs Tod (1623) gelang es seinem Neffen jedoch nicht, seine Nachfolge anzutreten. Metternich wurde im Trierer Dom beigesetzt. Er hatte dort bereits einen Altar bauen lassen; dazu kam sein Mausoleum.
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Bibliographische Informationen |
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