WikiDer > Louis Blankenberg
Johan Frederik Lodewijk (Louis) Blankenberg (Amsterdam, 1. Juli1852 – Sèvres (Frankreich), 6. Dezember1927) war ein Niederländisch Geschäftsführer einer Versicherungsgesellschaft, Philanthrop und Armutskämpfer.
Leben und Arbeiten
Blankenberg war ein Sohn des Lehrers Gerrit Willem Blankenberg und von Louise Elisabeth Müller[1]. Seine Mutter starb, als er weniger als zwei Jahre alt war. Sein Vater heiratete 1856 eine Schwester seiner Mutter. Als er acht Jahre alt war, starb auch sein Vater. Im Alter von achtzehn Jahren gründete Blankenberg 1871 zusammen mit seinem Bruder, seiner Schwester und einem Freund die Gesellschaft Wohltätigkeit für den Reichtum op, eine gemeinnützige Organisation zur Bekämpfung der Armut in Amsterdam. Inspiriert wurden sie von der 1869 in London gegründeten Charity Organization Society.
Blankenberg und sein Bruder waren stellvertretender Vorsitzender und Sekretär der Gesellschaft. Er war Vorsitzender von 1900 bis 3. Mai 1916. 1913 bezog die Gesellschaft ein monumentales Gebäude, das eigens für die Gesellschaft an der Ecke Kloveniersburgwal und Raamgracht in Amsterdam gebaut wurde. In den 1970er Jahren wurde dies die Heimat der Wochenzeitschrift Vrij Nederland. 1946 wurde die Gesellschaft in die Stiftung Pflege und Betreuung. Erstmals wurden bezahlte Sozialarbeiter eingestellt. Diese waren 1969 in einer eigenen Stiftung untergebracht, der späteren Organisation für Soziale Arbeit, de Blankenberg-Stiftung. Diese Institution ist am 1. Januar 2010 mit der Stiftung verschmolzen. Gitter bis um ZentrenM[2].
Blankenberg kann als sozial engagierter progressiv-liberaler Philanthrop charakterisiert werden. Er war ein Befürworter der sogenannten Elberfelder-System. Die Befürworter dieses Systems glaubten, dass die Armenhilfe zwar eine staatliche Aufgabe sei, aber Privatpersonen eine wichtige Rolle spielen könnten. Durch die Verwendung sogenannter arme Besucher pro Distrikt könnten die Armen erzogen und der moralische Verfall verhindert werden, dank einer größeren soziale Kontrolle, werden entgegengewirkt[3]. Laut Blankenberg reichte die staatliche Hilfe aus, um nicht sterben lassen. Es Ziviles Armenmanagement klebt eine alte Zeitung auf ein zerbrochenes Fensterglas. Charity to Power bietet eine neue Glasscheibe. Und sorgt dafür, dass das Glas nicht wieder bricht. Mit diesem Bild wurde deutlich, dass Charity for Wealth im Gegensatz zur Regierung, die nur Nothilfe leistete, versuchte, die Ursachen der Armut zu bekämpfen. Neben Spenden und anderen Mitteln stellte der Verein Darlehen zur Verfügung und stellte, wo möglich, Beschäftigung zur Verfügung.[4]
1895 veröffentlichte er unter anderem zusammen mit H. Goeman Borgesius und R.J.H. Patina, das Thema Armpflege. 1899 veröffentlichte er mit zwei Freunden die publiceerde Leitfaden zum niederländischen Wohlwollen, ein Nachschlagewerk von 1120 Seiten mit allen philanthropischen Vereinen in den Niederlanden[5]. Dieser Leitfaden wird später fortgesetzt von Herr Dr. J.Everts. 1900 gründete Blankenberg die Magazin für Armenhilfe und Kinderschutz - der Vorläufer von Care Wellbeing Magazin - an, von denen er der erste Chefredakteur wurde. 1904 war er einer der Gründer des Vereins Hilfe für die Unheimlichen, eine Einrichtung für Obdachlosenbetreuung in Amsterdam[6]. 1908 war er einer der Gründer der Niederländischer Verein für Armenhilfe und Wohltätigkeit[7].
Blankenberg war Direktor der Allgemeine Lebensversicherung und Rentenversicherung An in Amsterdam. Nach dem Konkurs des Unternehmens ging Blankenberg 1922 nach Frankreich als Sekretär des Verwaltungsrats der Versicherungsgesellschaft La Populaire.
Blankenberg war von 1899 bis 1907 Stadtrat in Amsterdam.[8]
Blankenberg heiratete am 6. September 1883 Emilie Constance Suringar, Tochter des Medizinprofessors Pieter Hendrik Suringar und Pauline Cécile Josèphe van Baerle. Blankenberg starb im Dezember 1927 im Alter von 75 Jahren in Sèvres.
Literaturverzeichnis
- Leitfaden für niederländisches Wohlwollen, Hrsg. Van Holkema & Warendorf, Amsterdam, 1899 (zusammen mit H.J. de Dompierre de Chaufepié und H. Smissaert (mit einem Vorwort von n.g. Pierson)
- Das Thema Armpflege, herausgegeben im Auftrag der Gesellschaft zum Wohle der Allgemeinheit, Amsterdam, 1895 (zusammen mit H. Goeman Borgesius, A.F.K. Hartogh, H.J. de Dompierre de Chaufepié und R.J.H. Patijn)
- Wohltätigkeit für den Reichtum, Maarten van der Linde und Ties Limperg. Zum Leben von Louis Blankenberg und der Charity to Power Society, hrsg. Verloren, Hilversum, 2019. ISBN 978 90 8704 807 5 .
Nüsse
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