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Louis Daquin (Calais, 20. Mai1908 - Paris, 2. Oktober1980) war ein französischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er war als sehr engagierter Kameramann bekannt.
Leben und Arbeiten
Ausbildung und erste Jobs
Louis Daquin hat Rechtswissenschaften studiert und einen Abschluss an der cole des hautes études commerciales de Paris. Er arbeitete zunächst einige Zeit als Journalist und in der Werberedaktion von Renault. Er schrieb auch einige Theaterstücke.
Regiedebüt in der Filmwelt
In der Filmwelt landete er als Regieassistent unter anderem für Pierre Chenal und Jean Gremillon. Nach einer Zusammenarbeit mit dem deutschen Kameramann Gerhard Lamprecht vor dem Le Joueur (1938), die Verfilmung von .s gleichnamigem Roman Dostojewski, debütierte er 1941 mit der dramatischen Komödie Nous les gosses. Für das Drehbuch arbeitete er mit Marcel Ayme der auch die Drehbücher für seine nächsten beiden Filme liefern würde Zweiter Weltkrieg er unterschrieb für zwei literarische Verfilmungen: Le Voyageur de la Toussaint (1943), nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon und Premier de Cordee (1944), basierend auf .s gleichnamigem Roman Roger Frison RocheRo. Kurz nach dem Krieg erzählte er mit dem Film mit dem vielsagenden Titel patrie die Geschichte des flämischen Volkes, das im 16. Jahrhundert gegen die spanischen Besatzer revoltierte.
1946-1950: Kommunistisches Engagement in Dokumentarfilmen
Zu dieser Zeit wurde er Leiter der Komitee der Befreiung des Kinos. Nach und nach konzentrierte er sich mehr auf die Produktion von Dokumentarfilmen von öffentlichem Interesse. Im Auftrag der Französische Kommunistische Partei er drehte kurze Dokumentarfilme. So brachte der Propagandafilm Nous Continuons la France (1946) Eine patriotische Geschichte Frankreichs in Bildern. Der Propagandafilm Les Lendemains qui chantent (1946) sollte die kommunistischen Kandidaten bei den Parlamentswahlen von 1946 unterstützen. La Grande Lutte des Minors (1948) wurde als Reaktion auf den erbitterten Bergarbeiterstreik Ende 1948 erschossen und rief zur Solidarität auf. la bataille de la vie (1949) wurde realisiert, um dem ersten Congrès mondial des partisans de la paix von 1949 Auftrieb zu geben. Alle diese militanten Dokumentarfilme stießen auf Zensurprobleme oder wurden direkt verboten. Hommage an Lenine (1950) war schließlich der Bericht über ein kommunistisches Treffen, bei dem am 26. Lenin die Grundsatzerklärungen der Partei wurden erneut hervorgehoben.
Die fünfziger Jahre: Verfilmungen und Zensur
Das Bergarbeiter-Drama Le Point du Jour (1949) fand seinen Ursprung in seinem Dokumentarfilm La Grande Lutte des Minors. Dieser Film markierte auch das Filmdebüt von Michel Piccolic. Danach realisierte er noch einige weitere literarische Bearbeitungen nach Werken von Gaston Leroux (Le Parfum de la dame en noir, 1949), Jan de Hartog (Maitre Après Dieu, 1951) und Guy de Maupassant (Bel-Ami, 1955).
Ab den 1950er Jahren hatte er immer größere Probleme, seine Filme zu finanzieren. Aus diesem Grund wurden seine Filme in Österreich produziert (Bel-Ami) Rumänien (Les Chardons du Baragan, 1958) und Ostdeutschland (de balzac-filmen Les Arrivistes, 1959).
Spätere Karriere
1963 beendete Daquin seine Karriere als Filmregisseur mit der Komödie La Foire aux cancres, ein Sketch-Film nach dem gleichnamigen humoristischen Roman Jean-Charles. Seine Karriere beendete er als Studienleiter am IDHEC (Institut des hautes études cinématographiques).
Louis Daquin starb 1980 im Alter von 72 Jahren.
Filmografie
Direktor
- 1938: Le Joueur, Richtung zusammen mit Gerhard Lamprecht
- 1941: Nous les gosses
- 1943: Le Voyageur de la Toussaint
- 1943: Madame et le Mort
- 1944: Premier de Cordee
- 1946: Nous Continuons la France
- 1946: Les Lendemains qui chantent
- 1946: patrie
- 1948: La Grande Lutte des Minors
- 1948: Les Freres Bouquinquant
- 1949: Le Point du Jour
- 1949: La Bataille de la vie
- 1949: Le Parfum de la dame en noir
- 1950: Hommage an Lenine
- 1951: Maitre Après Dieu
- 1955: Bel-Ami
- 1958: Les Chardons du Baragan (rumänischer Titel: Ciulinii Baraganului)
- 1959: Les Arrivistes oder La Rabouilleuse (deutscher Titel: Die im trüben Fischen)
- 1963: La Foire aux cancres
- 1969: Café du Platz (Fernsehserie)
Drehbuchautor
- 1948: Les Freres Bouquinquant
- 1949: Le Point du Jour
- 1955: Bel-Ami
- 1958: Les Chardons du Baragan (Ciulinii Baraganului)
- 1959: Les Arrivistes
Darsteller
- 1937: L'Homme de nulle Teil (Pierre Chenal)
- 1938: Le Joueur (Louis Daquin und Gerhard Lamprecht)
- 1949: Le Point du Jour (Louis Daquin)
- 1969: Café du Platz von Louis Daquin) (Fernsehserie)
- 1971: Meurtre auf Ibiza (Lea l'hiver) (Marc Monnet)
- 1975: Abschnitt Spezial (Costa Gavras)
- 1978: En l'autre bord (Jerome Kanapa)
- 1978: La Tortue sur le dos (Luc Beraud) (Der Erzähler)
- 1978: Mais où est donc Ornicar (Bertrand Van Effenterre)
Produzent
- 1936: Un grand amour de Beethoven (Abel Gance)
- 1939: La Tradition de minuit (Roger Richebe)
- 1965: Paris brule-t-il? (René Clement)
- 1967: Un homme de trop (Costa Gavras)
- 1969: Dernier Domizilverbindung (Jose Giovanni)
Theater
Dramaturg
- klopfen (1932),
- Les Crapauds (1934)
Direktor
Literatur
- Louis Daquin: Le Cinema, notre metier, Vorwort von René Clair, diteurs Français Réunis, Paris, 1960.
- Louis Daquin: Auf ne tait pass ses Schweigen, Herausgeber Français Reunis, Paris, 1980.