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Ludus Magnus | ||||
| Ort | Tal zwischen Caelius und Esquiline | |||
| Abgeschlossen | 80 bis 90 n. Chr. | |||
| In Autrag gegeben von | Domitian | |||
| Bauart | Gladiatorenschule | |||
| Liste der antiken Gebäude in Rom | ||||
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Das Ludus Magnus (Große Gladiatorenschule) war die größte der vier Spaß (Gladiatorenschulen) bekannt aus Rom. Das Gebäude lag im Tal zwischen den Caelius und der Esquiline gleich östlich von Kolosseum, mit dem es durch einen unterirdischen Gang verbunden war.
Gladiatorenschulen in Rom
Neben dem Ludus Magnus gab es in Rom drei weitere Gladiatorenschulen: die: Ludus Dacicus, das Ludus Gallicus und der Ludus Matutinus (spezialisiert auf die Ausbildung von Wildtierkämpfern), die sich alle auch in der Nähe des Kolosseums befanden. Im Gegensatz zu den Gladiatorenschulen außerhalb Roms befanden sie sich nicht in Privatbesitz, sondern wurden von kaiserlichen Beamten betrieben (Prokuratoren), die von der ernannt wurden Ritterschaft. Sie waren für den laufenden Schulbetrieb zuständig und berieten Veranstalter von Gladiatorenspielen. Das Prokurator des Ludus Magnus ein Spitzengehalt von 200.000 verdient Sesterzen pro Jahr.
Das Gebäude
Der Bau wurde von Kaiser begonnen Domitian (81-96), wurde aber erst unter Hadrian (117-138). Es war ein rechteckiger Gebäudekomplex aus mit Ziegeln verkleidetem Beton. Der Haupteingang befand sich auf der Nordseite. Im Erdgeschoss befanden sich 14 Zimmer an der Längsseite und 10 an der Schmalseite, mit einem oder zwei Stockwerken darüber. Sie müssen zum größten Teil als Zellen für die Gladiatoren. Die 14 erhaltenen Räume sind ca. 5 x 4 m groß und beherbergten vermutlich 2 Gladiatoren. Auch Kaiser Kommode, der gerne an Gladiatorenkämpfen teilnahm, soll hier übernachtet haben. Die Räume waren um einen großen Innenhof angeordnet, der von einem Portikus mit Säulen aus Travertin. Im Hof war ein kleiner Amphitheater Mit einer Größe von 63 x 42 m und 8 Sitzreihen für 3.000 Zuschauer war das Zuschauen des Gladiatorentrainings in Rom ein beliebter Zeitvertreib. Die Arena war 2,75 Meter tiefer als die Tribünen, die von einer 2 m hohen Mauer mit weißem Marmorgesims umgeben waren. Die Zuschauer konnten ihre Plätze über kleine Treppen an der Außenseite erreichen. Auf der Längsachse der Arena befanden sich zwei große Eingänge. Außerdem befanden sich auf der kurzen Achse vermutlich vier kleine Lagerräume. An den Ecken, die in den rechteckigen Hof vor dem Amphitheater eingeschnitten waren, befanden sich vier Wasserbecken.
Nachdem im 5. Jahrhundert der Gladiatorenkampf verboten wurde, verfiel der Ludus Magnus und verfiel. Um das 6. Jahrhundert wurde das Gelände als Friedhof genutzt.
Reste
Der Ludus Magnus wurde 1937 wiederentdeckt und zwischen 1957 und 1961 fast zur Hälfte ausgegraben. Die Überreste sind zwischen der heutigen Via Labicana und der Via S. Giovanni in Laterano zu sehen. Der nicht ausgegrabene Teil kann aus einem der erhaltenen Fragmente rekonstruiert werden Forma Urbis, der Stadtplan von Rom vom Anfang des 3. Jahrhunderts. Unter dem Bankgebäude, das teilweise noch über den Resten des Ludus Magnus steht, wurden die Fundamente eines weiteren großen Gebäudes gefunden. Vielleicht war es das Rüstungsbetriebwo die Waffen der Gladiatoren aufbewahrt wurden. Zwei Meter unterhalb der Arena des Ludus Magnus selbst befinden sich Reste älterer Häuser aus dem 1. Jahrhundert v. gefunden.
Externer Link
Referenz
- P. Connely & H. Ausweichen, Die antike Stadt. Lebe im klassischen Athen und Rom, Übersetzung von G. Holzfäller (Stadt in der Antike. Leben in Athen und Rom), Köln 1998. p. 208-210 ISBN 3829011067
- F. Meijer, Gladiatoren. Beliebte Unterhaltung im Kolosseum, Amsterdam 2003. p. 61-63 ISBN 9025334040
- L. Richardson, Jr, Ein neues topographisches Wörterbuch des antiken Roms, Baltimore-London 1992. p. 236-237 ISBN 0801843006
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