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MRND
Mouvement révolutionnaire nationale pour le développement
Nationale revolutionäre Bewegung für Entwicklung
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Menschen
ParteivorsitzenderJuvenal Habyarimana (1975-1994)
Geschichte
Etabliert5. Juli1975
Stornierung1994
Allgemeine Daten
Aktiv inRuanda
HauptquartierKigalia
ZeitungKängura (1990-1994)
RichtungRecht (1975- ca. 1988)
Äußerst richtig (>1988)[1]
IdeologieHutu-Macht
Umuganda
Nationalismus
sozialer Konservatismus
Rassendiskriminierung
Liberale Planung[2]
FarbenSchwarz
Internationale OrganisationChristlich-Demokratische Internationale
Flagge
Portal  Portalsymbol  Politik

Das Mouvement Révolutionnaire Nationale pour le Développement (MRND, d.h. Nationale Revolutionäre Bewegung für Entwicklung) stammt von 1975 bis um 1991 die einzige erlaubte politische Partei in Ruanda. Von 1975 bis um 1994 die Partei war auch die Regierungspartei. Schon seit 1991 war der Name der Partei Mouvement Républicain Nationale pour Démocratie et le Développement (MRNDD, d.h. National Republican Movement for Democracy and Development).

Obwohl die Partei supraethnisch sein sollte, entpuppte sich die MRND hauptsächlich als Partei von Hutus. Präsident Juvenal Habyarimana (an der Macht seit 1973) das in April1994 starb bei einem Flugzeugabsturz war Parteichef und Gründer. Nach seinem Tod fiel die Führung der Partei in die Hände von Hardlinern.

Nach der Übernahme durch Paul Kagame von dem Ruandische Patriotische Front im 1994die Partei wurde aufgelöst.

Parteivorstand

Der MRND hatte einen Zentralausschuss als Leitungsgremien (Zentralkomitee) und ein Politbüro(Politisches Amt). Das Politbüro war das Exekutivkomitee des MRND und seine Mitglieder wurden aus dem Kreis des Zentralkomitees gewählt. Das Zentralkomitee wiederum wurde vom Parteitag gewählt. Von 1975 bis um 1990 war mal mgr.Vincent Nsengiyumva Vorsitzender des Zentralausschusses bis zum Heiliger Stuhl entschieden, dass kirchliche Amtsträger keine parteipolitischen Funktionen mehr wahrnehmen durften.

Der Präsident des Landes war laut Parteisatzung auch Vorsitzender des MRND. Die letztere Situation endete theoretisch 1991 mit der Einführung eines Mehrparteiensystems.

Ideologie

Die MRND war eine konservative politische Partei, die sich um die Person von Präsident Habyarimana drehte. Die Außenpolitik richtete sich auf den Westen (insbesondere Frankreich) und ein gutes Verhältnis zum Nachbarland Zaire und wenn möglich mit Burundi (wo eine Tutsi-Minderheitsregierung an der Macht war). In den ersten Jahren bemühte sich Habyarimana um eine Versöhnung zwischen Hutu's und TutsiaZum Beispiel durch die Aufnahme von Tutsis in den Vorstand des MRND und der Regierung. Vorwürfe, Habyarimana und seine MRND seien rassistisch und begünstigen insbesondere die Hutus, wurden von der Regierung systematisch zurückgewiesen. Nach dem 1990 extreme Hutu-Nationalisten dominierten die Partei. Sie strebten danach, den Status Quo beizubehalten und von 1994 sie waren an der Planung der systematischen Vernichtung der Tutsi beteiligt.

Ab 1980 wurde eine Wirtschaftsreformpolitik unter dem Namen "Liberale Planung" (Liberalismus planifié) - laut Habyarimana nahm die "liberale Planung" eine Mittelstellung zwischen Wirtschaftsliberalismus und sozialistischer Planwirtschaft ein - zentriert auf Privatinitiative sowie auf die Anziehung ausländischer Investoren. Die Regierung behielt sich jedoch das Recht vor, gegen kapitalistische Exzesse (Ungleichheit, Schädigung der traditionellen Moral) einzugreifen.[2][3] In der Praxis griff die Regierung nicht ein. Dennoch sorgte dieses System für ein gewisses Wirtschaftswachstum, von dem vor allem die Hutu-Elite aus dem Norden des Landes (der Region, aus der der Präsident stammte) profitierte. Seit 1988, staatliche Unternehmen im Rahmen der "liberalen Planung" privatisiert.

Als einzige zugelassene Partei im Zeitraum 1975 bis um 1991 die Mitgliedschaft im MRND war notwendig, wenn man eine offizielle, politische oder wirtschaftliche Laufbahn anstrebte.

Die Partei war verbunden mit der Christlich-Demokratische Internationale und pflegte enge Beziehungen zu Christlich Demokratisch Parteien in Frankreich und Belgien.

Laut Donald I. Ray hat die Party - zumindest in den Anfangsjahren - einiges gedauert."ungebunden und antiimperialistischen" Positionen. Aus seiner Sicht sei die Partei "linksnationalistisch".[4] Möglicherweise traf dies auf die Anfangsjahre der Partei zu, dies steht zur Diskussion.

Verweise

  1. Siehe "Ideologie" für die Ansicht, dass die MRND verlassen worden wäre.
  2. einbA. Mugesera: Le liberalisme planifie rwandais: une approche théorique, im: Zaire-Afrique: Wirtschaft, Kultur, vie sociale 1983, S. 597-607
  3. Ein Wirtschaftssystem gleichen Namens existierte auch in Kamerun.
  4. D.I. Strahl: Wörterbuch der Afrikanischen Linken, Universität Calgary 1989, p. 124