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Mandoer
EIN Kuli gräbt Pflanzgräben in einem Feld unter dem wachsamen Auge eines Mandur (Java, ca. 1900-1935).

EIN mandura war in der ehemaligen Niederländisch-Ostindien ein Vorarbeiter eines Arbeitsteams oder Vorarbeiter in einer Fabrik oder der Aufseher und Instandhalter eines öffentlichen Ortes, wie beispielsweise eines Badehauses oder eines Parks. Ein Mandur war immer ein Indonesier.

Das Wort wurde häufig in der malaiisch, Javanisch (mandor) und Sundanesisch, wurde aber auch von der in . übernommen Indien lebende Niederländer und andere Europäer. Neben der Führung eines Arbeitsteams trafen Mandoer auch kleine Entscheidungen im Arbeitsprozess, zum Beispiel bei der Bearbeitung Zuckerrohr in den Maschinen oder der Vorbereitung von Indigopflanzen zum blauen Stofffarbstoff. Bei militärischen oder wissenschaftlichen Expeditionen in unbekannte Teile des indischen Archipels oder ins Landesinnere Neu Guinea die Träger und der Rest der Arbeiter wurden von einer Anzahl von Manduren geführt.

Das Wort Mandur stammt aus dem Portugiesisch angespannt und kommt vom Verb mandar: 'order, order' und wurde wahrscheinlich von den Eingeborenen aus . korrumpiert mandador: 'Klient'.