WikiDer > Marc Vanhoonacker

Marc Vanhoonacker

Marc Vanhoonacker (Brügge, 22. Juli1937 - 19. Juli2017), ebenfalls Van Hoonacker, war ein Belgier Zahnarzt und Historiker.

Lebenszyklus

Marc war ein Sohn des Radiologen René Vanhoonacker (1898-1965) und Marie-Louise de Mûelenaere (†1996) und war ein jüngerer Bruder des Radiologen Luc Vanhoonacker (Brügge, 6. März 1930 - Maaseik, 10. August 2017). Er studierte an der Saint Louis College (Rhetorik 1956) und dann zum Katholische Universität Löwen.

Er war 1960-61 aktives Mitglied des Studentenclubs Brügge Mutter Brügge. 1985 widmete er sich zusammen mit Jan De Mey, ein Jubiläumsbuch für den hundertjährigen Club. Er promovierte in Zahnmedizin und gründete seine Zahnarztpraxis in Brügge. Er nahm am gesellschaftlichen Leben teil und war unter anderem Vorsitzender des Lions Club Zeebrugge.

Er heiratete Anne-Marie Verkinderen und hatte zwei Töchter und einen Sohn. Zusammen mit ihr nahm er an verschiedenen Brügge-Aktivitäten teil. Sie wurden in der Partnerschaft aktiv SOS. für ein lebenswertes Brügge, die sich bestimmten Auswüchsen der Entwicklung in den Bereichen Denkmalpflege, Stadtentwicklung und Tourismus widersetzten.

Sie erwarben das Elternhaus, Straße der Goldenen Hand 21 und unterzog es einer Restaurierung unter der Leitung des Architekten Arthur Degeyter (1919-2004). Damit gehörten sie zu den Pionieren, die der Renovierung historischer Häuser in Brügge neue Impulse gaben. Der Garten mit Labyrinth hinter dem Haus wurde unter der Leitung des Gartendesigners André Van Wassenhove (1934-2002) angelegt.

Marc Vanhoonacker war mehrere Jahre Schatzmeister des gemeinnützigen Vereins Freunde der Brügge Museen, dem er in einem Drei-Mann-Team mit der Vorsitzenden Anne-Marie Meire und Sekretär Daniel De Clerck maßgebliche Impulse gab. Diese Aktivität endete, als eine Art „Palastrevolution“ unter der Führung einer neuen Museumsleitung das Triumvirat ausschloss.

Er war auch als Historiker zu Punkten der Brüggeer Geschichte tätig.

Er war Großneffe des Domherren und Exegeseprofessor an der KU Leuven, Albin Van Hoonacker (1857-1933).

Er wurde Ritter im Leopold-Orden und Offizier in der Orden der Krone.

Veröffentlichungen

  • Der alte 'Hof van Watervliet' in der Gouden-Handstraat in Brügge, in: Haec Olim, Brügge, 1967.
  • Nach der Entdeckung eines gotischen Waschbeckens, in: Haec Olim, Brügge, 1970.
  • Canon Albinus Vanhoonacker, in: Haec Olim, Brügge, 1971.
  • Die Wanderungen eines Zahnarztes. Fiske Fay, ein amerikanischer Zahnarzt in Brügge 1846-1850, in: Biekorf, 1981.
  • Die Doppelschlacht bei Hooglede 10. und 13. Juni 1794, in: Biekorf, 1982.
  • St. Louis 1845, in: Haec Olim, Brügge, 1983
  • (zusammen mit Jan De Mey) Mutter Brügge 1885-1985, Brügge, 1985.
  • Canon Albinus Van Hoonacker, in: Jan De Mey und Marc Vanhoonacker, Mutter Brügge, Brügge, 1985.
  • Priester Amaat Boone und die Straße der Goldenen Hand in Brügge, in: Biekorf, 1986.
  • Ludwig XIV. am Kanal von Brügge 31. August 1667, in: Biekorf, 1989.
  • Die Gesellschaft der Napoleonisten in Brügge, in: Biekorf, 1991.
  • die kotmadam, in: Peter Cuypers, 'Ein Zimmer in Leuven. Studentenalltag zwischen 1945 und 1980', Standaard Uitgeverij, 1992.
  • Erweiterung des Bettlerarbeitshauses in Brügge (22. Juli 1842), in: Biekorf, 1993.
  • Karel Ghellynck aus Kortrijk, in: Biekorf, 2005.
  • Das Augustinerkloster in Brügge, in: Biekorf, 2006.
  • Meine Autobiographie (unveröffentlicht), Brügge, 2006.
  • (zusammen mit Jan D'hondt) Vom Industriekomplex zum Arzthaus, in: Sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte in einem Haus. Lebensraum und Baugeschichte des Hauses Gouden-Handstraat 21 in Brügge, Brügge, 2007.
  • Hommage an Michiel Hoornaert, ehemaliger Vorsitzender der Brügge Napoleonisten 1871, in: Biekorf, 2009.

Literatur

  • Jan D'HONDT (Regie) Sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte in einem Haus. Wohn- und Baugeschichte des Hauses Gouden-Handstraat 21 in Brügge, Brügge, 2007.
  • Noel GEIRNAERT, In Gedenken an Marc Vanhoonacker, in: Biekorf, 2017.
  • Noel GEIRNAERT, In Gedenken an Marc Vanhoonacker, in: Archive Life, Newsletter des Stadtarchivs Brügge, 2017