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Martin Lücker
Martin Lucker

Martin Lucker (Preußisch Oldendorf, 1. Oktober1953) ist ein DeutscheOrganist, Dirigent und Musikpädagoge.

Lebenszyklus

Lücker studierte Orgel in Hannover und in Wien bei Anton Heiler. Er lernte Cembalo in Boston und Dirigieren in Detmold. Unter seinen Lehrern: Wolfgang Auler und Volker Gwinner.

Mit vier Preisen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben legte er den Grundstein für seinen Bekanntheitsgrad und eine erfolgreiche Konzertkarriere. Gerade einmal 20 Jahre alt, gewann er den dritten Preis beim Orgelwettbewerb, der alle drei Jahre in Brügge im Rahmen der Festival Musica Antiqua. Außerdem erhielt er den Publikumspreis. Er gewann den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb in Nürnberg, der dritte Preis beim ARD-Wettbewerb in München und 1974 den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis der Preußischen Kulturstiftung.

Von 1975 bis 1982 war er Lehrer am Konservatorium für Kirchenmusik in Herford und von 1979 bis 1983 auch Chorleiter und Korrepetitor in den Opern von Detmold und Frankfurt am Main.

1983 wurde er Titular der Großen Orgel der Evangelischen Katharinenkirche in Frankfurt am Main. Von diesem Jahr an organisierte er in seiner Kirche zweimal wöchentlich die dreißigminütigen Nachmittagskonzerte "30 Minuten Orgelmusik". Inmitten des hektischen Frankfurter Lebens ist dies zu einer Art Institution mit festem Publikum geworden. Bei den bereits über 2600 Konzerten zwischen 1983 und 2010 wurde auf der berühmten Rieger-Orgel der Katharinenkirche eine unvergleichliche Bandbreite des Orgelrepertoires geboten.

Martin Lücker ist in vielen Ländern Europas und Nordamerikas aufgetreten. Er spielte auf großen Orgeln in beeindruckenden Sälen: Gewandhaus in Leipzig, Philharmonie in Dortmund, Essen und Köln. Darüber hinaus natürlich auch in Kirchen, wie zum Beispiel in der Kathedrale von Merseburg und die Kirche Saint-Sulpice in Paris. Darüber hinaus spielte er regelmäßig mit bedeutenden Orchestern wie dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Tonhalle-Orchester Düsseldorf, dem Museumsorchester Frankfurt, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Ensemble Modern.

Gelobt für seine kommunikativen Fähigkeiten ist er auch als Animator von Workshops, für Vorträge, Konzerteinführungen etc. gefragt. Auch als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben ist er gefragt. 1997 war er Jurymitglied beim Internationalen Orgelwettbewerb in Brügge.

Lücker ist außerdem seit 1988 Lehrbeauftragter für Orgel an der Musikhochschule Frankfurt am Main und seit 1998 Professor für Orgelspiel sowie Methodik und Didaktik des Orgelunterrichts.

Zahlreiche Einspielungen sind ihm zu verdanken, darunter die beiden CDs „Eine Weimarer Tonleiter“ und „Leipziger Spätwerke“ (Hänssler-Ausgabe), die umstrittene Interpretationen von Bachs Werk auslösten.

Lückers Aufführungspraxis basiert auf der Arbeit von Johann Sebastian Bach (er hat daran gearbeitet Die Kunst der Fuge, BWV 1080), aber auch sein Repertoire ist sehr vielfältig und reicht von der Alten Musik bis zu den großen Meisterwerken des 19. und 20. Jahrhunderts.

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