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Masochisme
Eine Frau genießt die Unterwerfung und den zugefügten Schmerz

Masochismus erlebt (sexuell)Vergnügen zur Unterwerfung oder Herabsetzung, wobei es dem "Masochisten" darum geht, vom Partner verführt/manipuliert und von ihm/ihr dominiert, gequält oder gedemütigt zu werden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist zuzufügen Schmerzen. (Wenn jemand keine Lust hat, dominiert zu werden, sondern von Schmerz geweckt wird, nennt man das Algolagnie.)

Wenn damit Paraphilie Zwischen dem Masochisten und der Umwelt entstehen große Probleme, es kann zu einer psychischen Erkrankung kommen.

Etymologie

Der Begriff Masochismus wurde erstmals 1886 vom deutschen Arzt verwendet Richard von Krafft-Ebing. Er bezog sich auf die österreichisch Ritter und AutorLeopold von Sacher-Masoch (1836-1895), der in seinem Roman Venus im Pelzo beschreibt, wie der männliche Protagonist eine „unerreichbare Frau“ dazu verleitet, ihn bei sexuellen Spielen körperlich zu quälen.

Schmerzerfahrung

Schmerzen, oder im weiteren Sinne Leiden, sucht der Masochist als Grenzerfahrung der eigenen Körperlichkeit. Der Reiz, der vom Schmerz ausgeht, ist der einer (sinnlichen) Wahrnehmung der Schmerzfreiheit. Stark ausgedrückt: Wer das Sterben spürt, schätzt das Leben umso mehr. Freud) werden gegeneinander ausgespielt und wirken auf den Masochisten (erotisch) anregend.

Die Lust am Schmerz nimmt einen Masochisten aus dem Machen Endorphine Im Körper. Dieser natürliche chemische Prozess im Körper, der den Menschen vor übermäßigen Schmerzen schützt, wird auch von einem Masochisten als angenehm empfunden und kann sogar süchtig machen. Bei einer großen Menge an Endorphinen, die durch die verabreichten Schmerzen ins Blut freigesetzt werden, kann man sogar in eine Art Trance verfallen. In dieser Trance wird kein Schmerz mehr wahrgenommen und man gelangt in einen tiefenentspannten Zustand, in dem sich die Reaktionsfähigkeit verlangsamt und Sprechen oder Denken kaum oder nicht mehr möglich ist. In einer tiefen Trance können sogar Phänomene auftreten, als ob man "stolpert". Für einen guten Verlauf der Endorphinproduktion ist eine gute Dosis des Schmerzes notwendig. Ein Finger in der Tür wird daher nicht den gewünschten angenehmen Effekt erzielen. Entzugserscheinungen von den Endorphinen machen sich nach einem Schmerzspiel relativ schnell durch Schüttelfrost und Erschütterungen durch den Körper bemerkbar.

Der Schmerzgenuss ist dem Masochisten oft nur in Kombination mit sexueller Stimulation möglich. Schmerzen aus anderen Ursachen genießt man nicht, wie Freud vorgeschlagen hat. Mit anderen Worten, der Masochist möchte, dass der Schmerz aus Liebe zugefügt wird, und die Freude des anderen ist dabei sehr wichtig (oder notwendig).

Hypoxiephil

Hypoxyphilie oder autoerotische Erstickung ist eine Form des Masochismus, bei der die Person durch Sauerstoffmangel sexuell erregt wird – zum Beispiel indem sie sich bei sexuellen Handlungen (wie Masturbieren) in eine Schlinge hängt oder eine Plastiktüte über den Kopf zieht. Der Sauerstoffmangel geht oft mit Erstickungsphantasien oder dem Ersticken durch einen Liebhaber einher. Hypoxyphilie ist gefährlich, weil die Person Gefahr läuft, das Bewusstsein zu verlieren und tatsächlich zu ersticken.[1]

Sadomasochismus

Sadomasochismus (sm) ist eine Kombination der Begriffe Sadismus und Masochismus. Kurz gesagt bezieht sich dies auf das Liebesspiel zweier Partner: eines Sadisten und des anderen Masochisten. Die Frage ist, ob das ein Masochist und Sadist in „reiner Form“ ist oder eher ein Modebegriff. Wie oben beschrieben, ist der Masochist (wie auch in Venus im Pelzo) auf Manipulation des Partners aus. Da ein Sadist auf die absolute Dominanz des Partners aus ist, würde es statt einer Liebesbeziehung zu einem Machtkampf zwischen Masochist und Sadist kommen. In ihrem Buch Eine Verteidigung des Masochismus (1999) bezeichnet Anita Phillips als Sadistin und Masochistin „Ein unmögliches Paar“.

Literatur

Anita Phillips, Eine Verteidigung des Masochismus, (1999) ISBN 0571196977