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Mastocytose
Mastozytose

Mastozytose ist in der Medizin die Anwesenheit von zu viel Mastzellen, normalerweise in der Haut. Dieser kann sich durch die Haut ausbreiten oder als Tumor durch lokalisierte Ansammlung. Tumoren werden als Mastozytome bezeichnet.
Mastozytose ist eine seltene Anomalie, die auch in der Darmwand und in anderen Geweben wie Lunge, Leber, Milz oder Knochenmark auftreten kann. Die Ursache der Krankheit ist unbekannt.

Da Mastzellen eine Vielzahl von Substanzen enthalten, die am Immunsystem beteiligt sind und in das Gewebe abgegeben werden können, kommt es bei der Erkrankung mitunter zu sehr schwierigen Hauterkrankungen wie Rötung, Schwellung, Juckreiz und sogar Blasenbildung gepaart. Es können auch systemische Symptome auftreten, wie z. B. Bauchbeschwerden und Schock. Systemische Mastozytose kann auch Osteoporose resultieren in, oder a anaphylaktisch Reaktion auf Bienen- oder Wespenstiche.

Ein häufiges Phänomen bei Mastozytose ist Urtikaria pigmentosa (UP): tropfengroße, hellbraune Flecken, die über die Haut verteilt sind. An diesen Stellen finden sich Ansammlungen von Mastzellen in der Haut. Durch kräftiges Reiben solcher Stellen entsteht nach wenigen Minuten ein Bienenstock (siehe Urtikaria). Die Symptome einer Mastozytose können auf UP beschränkt sein.

Zur Zeit[(seit wann?] Medikamente gegen diese Krankheit gibt es nicht, aber es gibt Mittel, die die Wirkung der Mastzellen hemmen können. Zum Beispiel werden manchmal Kombinationen zwischen H1- und H2-Blockern Antihistaminika verschrieben, die Symptome wie Juckreiz unterdrücken können. Es gibt auch ein Anti-Leukotrien namens Montelukast, das auf Rezept erhältlich ist und einigen Patienten helfen kann[1].

Zu viele Mastzellen im Darm

Wird durch eine Biopsie ein deutlicher Überschuss der Mastzellen im Duodenum festgestellt, spricht man von einer mastozytären Enterokolitis. Die durchschnittliche Anzahl pro Biopsie beträgt 20. Die Symptome sind oft, dass man kurz nach dem Essen leidet und es kann auch eine Ursache für das Reizdarmsyndrom sein [2].

Als Behandlung kann Natriumcromoglicate (erhältlich unter dem Markennamen Nalcrom) helfen. Dieses Medikament kann oral eingenommen werden und legt unter anderem über einen Zeitraum von 4-8 Wochen eine dünne Schicht über die Darmwand, damit die Mastzellen beruhigt werden und weniger Histamin freisetzen. Etwa 67 % der Patienten scheinen davon zu profitieren. Viele Patienten haben in den ersten Wochen bei der Anwendung einige Darmbeschwerden, aber später wird es viel besser. Orales Natriumcromoglicat ist nur auf Rezept erhältlich, es ist aber auch in den meisten Drogerien als Nasenspray und Augentropfen für Patienten mit Nasen- und Augenallergien erhältlich.

Außerdem folgen viele Menschen mit dieser Erkrankung einer histaminarmen Diät. Auf Histaminauslöser (Schokolade und Kräuter) und histaminreiche Lebensmittel (zB Hering oder gereifter Käse) wird hier verzichtet. Etwa 60 % der Patienten profitieren von dieser Diät[3] .

Die Reaktionen der Mastzellen auf Nahrung sind in der Praxis von Mensch zu Mensch unterschiedlich und deshalb kursieren im Internet viele unterschiedliche Listen. Oft stellen Patienten in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater eine persönliche Diät durch Eliminierung und Provokation zusammen. Letzteres bedeutet, dass für einen Zeitraum von ca. 6 Wochen zunächst auf eine große Liste histaminreicher und freisetzender Lebensmittel verzichtet wird, die dann nacheinander wieder eingeführt wird. So kann der Patient herausfinden, welches Nahrungsmittel die Beschwerden verursacht und diese vermeiden.