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Agnes Mathilde Wesendonck geb. Luckemeyer (Elberfeld, 23. Dezember1828 — Altmünster, 31. August1902) war ein deutscher Schriftsteller. Sie ist am besten bekannt als Muse vom Komponisten Richard Wagner.
Mathilde Wesendonck, die zunächst den Vornamen Agnes trug, stammte aus Elberfeld (heute: Wuppertal) und verbrachte ihre Kindheit in childhood Düsseldorf durch. Ihr Vater Karl Luckemeyer war einer der Gründer der Deutsch-Holländische Dampfschiffahrtsgesellschaft, kannte König Friedrich Wilhelm IV persönlich und gab seiner Tochter eine preußische Erziehung. Mathildes Mutter stammte aus Köln und starb jung.
Im Revolutionsjahr 1848 heiratete Mathilde Wesendonck den Seidenhändler in Düsseldorf Otto Wesendonck. Das Paar hat sich eingelebt Zürich. Dort lernten beide den Komponisten Wagner kennen, der aus politischen Gründen Sachsen geflohen war: Otto wurde Patron des Komponisten und Mathilde seine Muse. Wagner und seine Frau Minna waren in unmittelbarer Nähe der Villa untergebracht, die die Wesendoncks 1857 in Zürich bauen ließen. Mathilde erhielt Zugang zum Libretto von Wagners unvollendeter Oper Tristan und Isolde und schrieb fünf Gedichte darauf, die der Komponist vertonte und die als Wesendonck-Lieder. Es sind die einzigen von Wagner vertonten Texte, die der Komponist nicht selbst verfasst hat. Die Musik weist auf die Oper hin, in der die Isoldefigur auf Mathilde aufgepfropft ist. Wagners Beziehung zu Mathilde Wesendonck war zwischenzeitlich abgebrochen, als die Musik zu diesem letzteren Werk entstand: Anlass dafür war der Abfangen eines Liebesbriefes Wagners an Mathilde durch seine Frau Minna im Jahr 1858. Die Affäre kostete den Komponisten auch seine Ehe mit Minna.
1872 ließen sich die Wesendoncks in Dresden und 1882 in Berlin nieder. Mathilde Wesendonck starb 1902, sechs Jahre nach ihrem Mann, in der Villa Traunstein in Salzkammergut, das die Wesendoncks nach dem Tod von Mathildes Vater 1878 erworben hatten. Mathilde Wesendonck wird auf dem begraben alter friedhof in Bonn. Ihr jüngster Sohn Hans war 1882 in Bonn gestorben, danach wurde hier ein Familiengrab angelegt. Das einzige der fünf Wesendonck-Kinder, das Mathilde überlebte, war Karl, der sich nach seiner Erhebung in den Adelsstand Wesendonk nannte, weshalb Mathildes Name oft ohne c geschrieben wird. Die Stadt Bonn kaufte 1925 die Gemäldesammlung von Mathilde und Otto Wesendonck.
Wesendonck hat als Schriftsteller keinen großen Ruhm erlangt. Anfangs schrieb sie vor allem Gedichte, auch für Kinder, später vor allem Dramen über historische Persönlichkeiten oder Personen aus der Legendenwelt, mit Frauen: Genoveva (1866), Gudrun (1868) und Edith von der Schlacht von Hastings (1872).
Sieben weitere Gedichte von ihr wurden von der ungarischen Wagner-Epigone vertont Ödon Mihalovich. Ihre Versuche zu Wagners polarem Gegenteil Johannes Brahms, die sie 1868 kennengelernt hatte, um ihre Gedichte oder gar ihre Gudrun zu vertonen, blieben erfolglos.
Werkverzeichnis (Auswahl)[1]
- Gedicht, Hymne, Legenden, Legenden (n.d. 1864?)
- Naturmythen: Mai 1865 (1865)
- Märzen u. Märzenspiele (1864)
- Genovefa: Trauerspiel in 3 Aufzügen (1866)
- Gudrun. Schauspiel in 5 Akten (1868)
- Deutsches Kinderbuch in Wort und Bild (1869)
- Friedrich der Große: Dramatische Bilder nach Franz Kugler (1871)
- Edith, oder, Die Schlacht bei Hastings: ein Trauerspiel (1872)
- Gedichte, Volksweisen, Legenden und Sagen (1874)
- Der Baldur-Mythos (1875)
- Odysseus: A Dramatic Poem in Zwei Theilen und einem Vorspiel (1878)
- Alte und neue Kinder-Lieder und Reime (1890)
- Alkestis: Schauspiel in vier Aufzügen. (1891)
Quellen
- Sibylle Ehrismann 2002: Im Treibhaus der Gefuhle. Richard Wagner und Mathilde Wesendonck.[toter Link] Der Musikverein. Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Jan.
- Witz J. Hermsen 2007: Walzer Mathilde. De Groene Amsterdammer, 16. August.
- Inge Pechotsch-Feichtinger 1999: Briefe von Ödön von Mihalovich an Mathilde Wesendonck. Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, T. 40, Fasc. 1/3, S. 249-301.
- ↑Titel von IDC-Publisher
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