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Max Steenbeck
Max Steenbeck (vorne rechts) 1970 zusammen mit Hermann Klare, dem damaligen Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der DDR

Max Theodor Christian Steenbeck (21. März1904, Kiel - 15. Dezember1981, Ost-Berlin) war ein deutscher Physiker. 1935 entwickelte er das erste funktionierende Betatron, und 1947 die erste Gaszentrifuge für die Scheidung von Uranisotope. Er war führend beim Aufbau der Kernforschung und der Nukleartechnik im Ost-Deutschland. 1972 hat er die Lomonossow-Medaille in Gold erhalten von damals Akademie der Wissenschaften der UdSSR für seine Arbeit.

Persönlich

Steenbeck wurde in eine Lehrerfamilie hineingeboren. Seine Eltern haben ihn in den ersten Jahren selbst unterrichtet. 1922 promovierte er in Kiel, wo er bis 1927 Chemie und dann Physik studierte Hans Geiger und Walther Kossel, bei dem er im Januar 1929 eine Dissertation über die absolute Intensitätsmessung verfasste röntgen promovierte. Im selben Jahr heiratete er Martha Witt; sie hatten drei Kinder.

1927-1945: Leiter Wissenschaft bei Siemens-Schuckert

Nach Abschluss des praktischen Teils der Dissertation trat Steenbeck 1927 als Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Siemens Schuckert Werkewo er bis 1945 ununterbrochen arbeitete. 1943 wurde er technischer Direktor und kurz darauf Generaldirektor der Gleichrichterfabrik in Siemens-Stadt.

Steenbeck arbeitete zunächst im Bereich der Gasentladung und 1937 zum Patent angemeldet Betatron. Ab 1940 war er kriegsbedingt verstärkt in die Erforschung von Magnetismus Physikalische Methoden zum Nachweis magnetischer finden Minen. Gleichzeitig erforschte er nachdrücklich die physikalischen Eigenschaften von Halbleiter, um die Produktionsmöglichkeiten für trockene Gleichrichter vor dem Gleichstromerzeugung verbessern.

Ab 1936 hatte Steenbeck mehrere Gelegenheiten, zum Professor berufen zu werden. Wegen seiner Verbindungen zu Siemens-Schuckert reagierte er nie; zum Beispiel lehnte er einen Lehrstuhl an der Universität Prag ab.

1945-1956: Als deutscher Spezialist in Suchumi: die Gaszentrifuge

Danach rote Armee am Ende von Zweiter Weltkrieg eingedrungen, wurde Steenbeck im April 1945 in Siemensstad verhaftet und unter anderem Gustav Hertz und Manfred von Ardenne zunächst in ein Fachlager bei Moskau und schließlich nach Suchum zur Entwicklung eines russischen Atombombe arbeiten. In einer fast paradiesischen Umgebung am Fuße des Kaukasus direkt auf dem Schwarzes Meer, aber in einem mit Stacheldraht umzäunten ehemaligen Erholungsheim arbeiteten mehr als 100 deutsche Spezialisten an diesem wichtigen Fall für die UdSSR.

Steenbeck leitete dabei eine Gruppe Urananreicherung und entwickelte nach erfolglosen Versuchen mit verschiedenen Trennverfahren die Idee einer het Gaszentrifuge zur Isotopentrennung. Diese brillante Arbeit versorgte die Sowjetunion zu dieser Zeit mit der modernsten Technologie zur Isotopentrennung.

Zwischen 1952 und 1956 begannen in Leningrad und Kiew erneut Jahre des Umbruchs; Nach Abschluss ihrer Arbeiten an der sowjetischen Atomwaffe durften die Wissenschaftler an öffentlichen wissenschaftlichen Themen arbeiten, um sich von den neuesten Entwicklungen auf ihrem jeweiligen Gebiet zu distanzieren, um nach ihrer Rückkehr nach Deutschland keine Sicherheitsbedrohung darzustellen. Schließlich arbeitete Steenbeck am Physikalischen Institut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Kiew zu Halbleiterproblemen und veröffentlichte Artikel auf dem Gebiet der Geophysik.

Im Frühjahr 1956 konnte die ehemalige Steenbeck-Gruppe in die DDR zurückkehren. Von ehemaligen Mitarbeitern von Steenbeck, die Degussa in Österreich und Westdeutschland zum Patent angemeldet, verbreitete sich die Gaszentrifugentechnologie Westen und das führte zu Spannungen zwischen den USA und Westdeutschland. Insbesondere die Aussagen des ehemaligen Atomministers Franz Josef Strauß über eine "Degussa-Ultrazentrifuge" im Oktober 1960 führte zu Spekulationen über eine "billige Bombe" von West Deutschland. Doch erst 1986 entstand die erste deutsche Gaszentrifugenfabrik in Gronau in Gebrauch nehmen.

Nach 1956: Entwicklung der ostdeutschen Nukleartechnik

Grab in Jena

Unmittelbar nach seiner Rückkehr wurde Steenbeck an das Institut für Plasmaphysik der Friedrich-Schiller-Universität Jena wo er bis 1959 lehrte. Gleichzeitig leitete er bis 1960 das Institut für Magnetische Materialien Jena, und war bis 1969 Direktor des Instituts für Magnetohydrodynamik.

Als Mitglied des DDR-Forschungsrates, dem er von 1965 bis 1978 vorstand, hatte Steenbeck seit 1957 maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kernforschung und -technik in der DDR. Von 1957 bis 1962 war er zudem Direktor des VEB Entwicklung und Planung für Kernanlagen, zuständig für den Bau von Kernkraftwerken. Neben seinen Veröffentlichungen zeugen zahlreiche Auszeichnungen und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Akademien und Organisationen von der Anerkennung seiner Verdienste.

Quellen

  • Archiv der Akademie der Wissenschaften der DDR, AKL, Personalia Steenbeck, Nr. 444
  • Heinemann-Grüder, Andreas: Die sowjetische Atombombe. Münster 1992
  • Lange, Gert; Morke, Joachim: Wissenschaft im Interview. Sprechen Sie mit Akademiemitgliedern über ihr Leben und Werk. Leipzig / Jena / Berlin 1979
  • Steenbeck, Max: Impulse und Wirkungen. Schreiben Sie auf meinem Lebensweg. Berlin 1977

Externer Link

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