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Anhänger sind Personen, die sich an bestimmten Handlungen, Gruppen oder Ideologien und die dabei meist eine passive Rolle spielen. Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit Bewegungen oder Aktionen verwendet, die negativ konnotiert sind, wie Bandengewalt oder mörderische Ideologien, aber auch kleinere Dinge wie Mobbing. Das Konzept bezieht sich sowohl auf die Motivation als auch auf die erfüllte Rolle; ein Anhänger schließt sich nicht von einem inneren aus Überzeugung schließt sich einer Gruppe an oder nimmt nicht an Aktionen teil, weil es dies will, aber tut dies wegen Gruppendrang, oder aus dem Wunsch, Teil eines gewissen zu sein soziales Umfeld. Ein Follower spielt keine unterstützende oder treibende Rolle in einer Gruppe. Eine Person, die dies tut, kann nicht als Anhänger bezeichnet werden, auch wenn sie sich einer Gruppe ohne tatsächliche Verurteilung angeschlossen hat.
Im Gegensatz zum Follower gibt es das Konzept Sympathisant, jemand, der aus Überzeugung an einer Gruppe teilnimmt.
Benutzen
Im Rahmen der Entnazifizierung in den drei westlichen Besatzungszonen der Nachkriegszeit Deutschland war die kategorie Anhänger (Mitläufer) die vierte von fünf Kategorien, in denen jemand in a Spruchkammerverfahren (das mit der Entnazifizierung befasste Gericht). Gefolgsleute waren in diesem Zusammenhang Personen, die nicht nennenswert an den Verbrechen der Nationalsozialismus beteiligt, die sich aber auch nicht dagegen gewehrt hatten. Letztlich wurden 54 % aller Angeklagten in diese Kategorie eingeordnet.