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Michael Willmann
Die Jakobsleiter (ca. 1691), 1945 verloren

Michael Willmann (vollständig: Michael Leopold Lukas Willmann) (Königsbergen, 27. September1630 - leubus, 26. August1706) war ein deutscher Maler. Er ist einer der erfolgreichsten Maler des deutschen Barocks und wird auch als Schlesischer Rembrandt erwähnt.

Leben und Werk Willmanns

Seine ersten Malerfahrungen sammelte Willmann bei seinem Vater, Christian Peter Willmann. Willmann junior reiste im Alter von etwa zwanzig Jahren in die Niederlande, um die Kunst des Rembrandt, Rubens und Anthony van Dyck. Diese etwa zweijährige Reise war für Willmann eine lebenslange Inspirationsquelle. Allerdings konnte er aus Geldmangel nicht wirklich mit den niederländischen Größen trainieren.

Nach der Rückkehr zu Königsbergen dort hat er die Meisterprüfung bestanden und ging dann wieder auf die Reise Mitteleuropa. Während dieser Reise blieb er in Danzig (jetzt: Danzig) und Prag. Um 1656 folgte ein etwa einjähriger Aufenthalt in Breslau (heute: Breslau), im Niederschlesien. In diesem Jahr malte er unter anderem ein Porträt des Abtes der Zisterzienserkloster in Leubus (jetzt: Schmiermittel), wo er später seine größten Triumphe als Künstler feiern sollte.

Es folgten mehrere Jahre Berlin (1657-1658), wo KurfürstFriedrich Wilhelm I. von Brandenburg wurde sein Auftraggeber. Der Kurfürst gab Gemälde mit mythologischem Thema in Auftrag, die wahrscheinlich für seine Residenz in Willmanns Heimatstadt Königsbergen bestimmt waren. Damit war Michael Willmann in den Rang eines bedeutenden Malers aufgestiegen. Willmann wählte seinen festen Wohnsitz 1660, als er nach . zurückkehrte leubus im Niederschlesien. Die dortigen Zisterzienser waren mit seiner Arbeit so zufrieden, dass er schon für diese Zeit ein eigenes Atelier von beachtlicher Größe erhielt.

Die Leubuser Zeit

Nach einiger Zeit in Leubus heiratete Willmann 1662 Helena Regina Lischka aus Prag. Erst nach dieser Heirat wandte sich Willmann an die Katholizismus bekehren und nahm als Taufnamen die von Leopold (nach Kaiser Leopold II, der damalige Herrscher von Schlesien und Lukas (zu Sankt Lukas, das Schutzpatronin der Maler). Willmanns Atelier produzierte eine enorme Menge an Arbeit, zum Teil dank der Bemühungen von Malern wie Michael Leopold Willmann Jahr (sein Sohn), Anna Elisabeth Willmann (seine Tochter), sein Schwiegersohn Christian Neunhertz und sein Sohn (und Willmanns Enkel) Georg Wilhelm Neunhertz, Johann Jacob Eybelwieser aus Breslau, Jacob Arlet (Zisterziensermönch aus Grüssau (jetzt: Krzeszow) und Johann Christoph Lischka, Willmanns Stiefsohn. In Klöstern wurde gearbeitet Schlesien und in Böhmen, aber auch für Privatpersonen unter anderem in Breslau. Aus Willmanns Atelier sind mindestens 500 Gemälde und Fresken bekannt.

Willmann starb nach einem sehr produktiven Leben 1706 in Leubus und wurde in der Klosterkirche ehrenvoll bestattet, in dem besonderen Teil, der normalerweise den Äbten des Klosters vorbehalten ist. Ein Deckengemälde seines Gemäldes für dieses Kloster bleibt im sogenannten Sommerrefektorium. Das Kloster ist ansonsten ziemlich baufällig, hauptsächlich aufgrund der rote Armee Vandalismus in der Zeit unmittelbar nach der Zweiter Weltkrieg: die anderen Werke von Willmann sind nicht mehr da. Nur ein riesiges, barockes Deckengemälde von Philipp Christian Bentum im sogenannten Fürstensaal erinnert an die große Malerei dieser klösterlichen Opulenz. In diesem Kloster, das zu den bedeutendsten in Mitteleuropa zählt, fanden in den letzten Jahren umfangreiche Restaurierungen statt.

Willmanns Atelier in Leubus wurde nach seinem Tod von seinem Stiefsohn jeweils noch einige Jahre weitergeführt Johann Christoph Lischka und sein Enkel Georg Wilhelm Neunhertz. 1724 endeten diese Aktivitäten.

Hauptstandorte von Willmanns Werk

Ein Großteil von Willmanns Arbeit ist nach dem Zweiter Weltkrieg verbreitet von Polen. Eine umfangreiche Sammlung findet sich im Nationalmuseum und in Kirchen in und um Warschau. Letzterer sollte die Einwohner der Hauptstadt Polens für die enormen materiellen Verluste durch den Krieg entschädigen. Willmanns Werke sind noch heute im Nationalmuseum Breslau Museumaw zu sehen Niederschlesien, Oberschlesien und Böhmen reich ausgestattet mit Willmanns Werken. Einige (von vielen) Beispielen dafür sind die Klöster Heinrichau (jetzt: Henrykov), Leubus, (jetzt: Schmiermittel) und Grüssau (jetzt: Krzeszow).