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Millowitsch-Theater
Millowitsch-Theater
Millowitsch-Theater
OrtVolksbühne am Rudolfplatz
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Es Millowitsch-Theater heutzutage Volksbühne am Rudolfplatz ist ein Deutsche Theater in Köln.

Geschichte

1792 wurde der Name Millowitsch erstmals mit dem Puppenspieler Michael Millowitsch eingeführt Köln bekannt. 1793 wurde der Sohn Franz Andreas († 1875) geboren, der das Stabpuppentheater von seinem Vater übernahm. Mit seinem mobilen Theater belustigte er 1822 die Passanten an einer neu eröffneten Brücke.

1830 wurde der Sohn Josef Caspar geboren, der in Köln eine feste Niederlassung annahm, für die Franz Andreas Millowitsch im August 1843 eine Bewilligung beantragte. Die Leute spielten immer noch mit Stabpuppen. Im November 1845 wurde eine Konzession für eine Theatergruppe beantragt, der Kreis lehnte den Antrag jedoch wegen des bereits bestehenden Hänneschen-Theaters ab. Im November 1847 spielte er mit Gewerbeschein in Köln-Deutz, eröffnete dort 1849 ein kleines Theater und übergab es an seinen 1867 verstorbenen Sohn Josef Caspar. Erst mit der nächsten Generation mit Wilhelm Josef Millowitsch (1854 bis 1909) erfolgte der Wechsel zu echten Schauspielern. So trat die Familie am 1. Mai 1895 erstmals als „Kölner plattdeutsche Volksbühne“ auf.

Wilhelm Josef spielte noch die traditionellen Puppentheaterstücke mit Figuren wie dem Hänneschen und Tunnes und Schal, aber nach und nach verlagerte sich der Fokus auf Rezensionsstücke wie Reise um die Erde in 80 Tagen. Nach seinem Tod 1909 übernahm seine Frau Emma das Theater bis 1920, danach übernahm Sohn Peter Wilhelm (1880 bis 1945). Aufgrund der Wirtschaftskrise musste das Theater an verschiedenen Orten spielen, bis sich Peter 1936 an seinem heutigen Standort in der Nähe des Rudolfplatzes in Köln niederließ. Im Oktober 1936 wurde das Stück Mädchen für alles feierte die Premiere am neuen Standort.

1940 übernahm Peters Sohn Willy (1909 bis 1999) die Leitung des Theaters. Trotz der Bombardierung der Zweiter Weltkrieg, wurde der Schaden am Theater begrenzt, so dass die Bühnentätigkeit auf Wunsch von Konrad Adenauer, der damalige Oberbürgermeister von Köln, im Oktober 1945 mit dem Dreiakter Das Glücksmädel konnte wieder aufgenommen werden. Im selben Jahr starb Peter Wilhelm Millowitsch. Nach dem Krieg leitete Willy Millowitsch zusammen mit seiner Schwester Lucy das Theater, in dem er bis 1969 große Bühnenerfolge feierte.

Im Oktober 1953 wurde das Stück Der Etappenhase vom Dichter Karl Bunje die erste Live-Übertragung eines Theaterstücks im Fernsehen der NWDR, als Ersatz für eine marode Sportübertragung, die dem Millowitsch-Theater überregionale Bekanntheit verlieh. Von da an spezialisierte sie sich hauptsächlich auf die komische Farce als Theaterform. Über 100 weitere Stücke dieses Genres folgten, darunter Schneider Wibbel, Tante Jutta aus Kalkutta (Betrachtungsdichte 88%) und Et fussig Julche, in der Tochter Marielle Millowitsch hatte ihren ersten Auftritt.

Weitere Publikumslieblinge waren die Schauspielerin Elsa Schölten (seit 1920), Franz Schneider (seit 1946), Lotti Cricket (seit 1958), Frank Barufski (seit 1959) und Walter Hoor. Mitarbeiter, die nicht mit dem Theater verbunden sind, eingeschlossen Bubi Scholz und Günter Lamprecht (Der Meisterboxer), Peter René Körner (Tante Jutta aus Kalkutta) und Eddi Arent (Der Schlamm Theodore). Trude Herr spielte ab 1948 kleine Rollen am Theater. 1998 wurde das Theater von Peter Millowitsch, dem Sohn des 1999 verstorbenen Willy Millowitsch, übernommen. Mit 430 Sitzplätzen ist das Theater eine der größten Privatbühnen Kölns. Es werden fortlaufend Farcen gespielt, die hauptsächlich von Peter Millowitsch geschrieben wurden. Es gibt Dialektgruppen, darunter die Schwarzer Fööss, das Paveier, das rauber und andere Kölner Unternehmen wie Wise Guys und Basta.

Heutzutage

Seit Anfang 2015, verbunden mit einer umfangreichen Sanierung des Theaters, trägt die Location den Namen „Volksbühne am Rudolfplatz“. Der vom "Verein Freie Volksbühne Köln" genutzte Saal verfügt derzeit über 402 Sitzplätze, davon 302 im Parkett und 46 auf dem Balkon. Das Theater wird nun für jeweils sechs Monate von Peter Millowitsch mit dem Millowitsch-Theater genutzt. In der anderen Jahreshälfte finden dann die Aktivitäten der Theater-, Konzert- und Gastspielleitung Otto Hofner GmbH statt. Für die restlichen fünf Monate nutzt die „Volksbühne am Rudolfplatz“ die Spielstätte selbst mit Kabarett-, Comedy- und Musikdarbietungen. Das Theater ist in der Regel Sitz der Millowitsch Theater GmbH.

Theaterstücke (Auswahl großer Erfolge; Premierentermin)

  • Also lebe wir alle Tage (11. Oktober 1933)
  • Mädchen für alles (16. Oktober 1936)
  • Das Glücksmädel (19. Oktober 1945)
  • Der Etappenhase (27. Oktober 1953)
  • Drei kölsche Jungen (17. Januar 1954, 1965 und 1980)
  • Das Glücksmädel (15. Mai 1954)
  • diese spanische fliege (16. August 1958)
  • Die Wahl von Lebemann (3. Mai 1959)
  • Schneider Wibbel (13. Juni 1959)
  • Der Meisterboxer (20. Februar 1960 und 1968)
  • Der blaue Heinrich (9. Juli 1960 und 1983)
  • Im Nachtjackenviertel (11. März 1961 und 1975)
  • Tante Jutta aus Kalkutta (24. März 1962)
  • Die drei Schein-Heiligen (4. September 1964)
  • Paris ist eine Reise wert (20. Oktober 1966)
  • Der unglaubige Thomas (3. Mai 1967)
  • Paradies der Flöße Sünder (19. April 1968)
  • Et fussig Julche (1978)
  • Der Schlamm Theodore (19. Mai 1979)
  • Das Liebesverbot (22. September 1984)
  • Der Adel ist verpflichtet, nichts zu tun (1985)
  • Die Prinzessin vom Nil (1987)
  • Der wahre Jacob (1988)
  • Bei uns im Viertel (1989)
  • Der Raub der Sabinerinnen (1991)
  • Die Wahl von Lebemann (1992)
  • Wo laufen sie denn? (1996)
  • Liebesgrüße aus Nippes (1997)
  • Der König vom Friesenplatz (1998)
  • Mitgemacht, Bargeld lacht (1999)
  • Ufos uvverm Aldermaat (2000)
  • Klüngel bei Klettenbergs (2001)
  • Et kütt wer et kütt (2002)
  • Saionara Tante Klara (2003)
  • Taxi nach Ehrenfeld (2004)
  • Einmol Prinz so sin (2005)
  • D'r Papst Kütt (2006)
  • Echtes Kölnisch Wasser (2007)
  • Der Mensch kennt sich, der Mensch hilft sich (2008)
  • Wenn im Puff that Light ausjeht (2009)
  • Bauer braucht Sau (2010)
  • Für eine Handvoll Flönz (2011)
  • Tanzmariechen XXL (2012)
  • Das nennt man Camping (2013)
  • Annemie ich kann nit mih (2014)
  • Käsch im Täsch (2015)