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Minca Bosch Reitz
Minca Bosch Reitz
Minca Bosch Reitz
persönliche Daten
Vollständiger NameWilhelmina Maria Bosch Reitz
GeborenAmsterdam, 8. Oktober 1870
VerstorbenHeemstede, 27. Januar 1950
Beruf(e)Bildhauer, Schriftsteller
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur
Steinkreuzer (1898)

Wilhelmina Maria (Minca) Bosch Reitz (Amsterdam, 8. Oktober1870Heemstede, 27. Januar1950) war ein Holländer Bildhauer und Schriftsteller.[1][2]

Leben und Arbeiten

Minca Bosch Reitz war ein natürlich, anerkannte Tochter von Herrn Charles Bosch Reitz (1829-1879), Mitglied des Provinzrates von Nordholland und Direktor der Gasfabrik in Den Helder, und Sara Maria de Balbiaan (1839-1920). Ihre Eltern waren nicht verheiratet, sie wuchs bei ihrer Mutter in Amsterdam auf. 1881 heiratete sie ihren Schwager Dirk Anthonij Bosch Reitz (1820-1899).[3] Minca erhielt Bildhauerunterricht von Georgine Schwartze und Bart van Hove.[4] Sie fertigte hauptsächlich kleine Skulpturen und Reliefs an. 1897 erhielt sie den Willink van Collenprijs. Sie hatte ein Atelier am Amsteldijk, wo sie für sie G. W. Dijsselhof und Maurits van der Valk haben gearbeitet.[5]

Der steinerne Kreuzer (2009)

1898 fertigte sie eine lebensgroße Statue eines steinernen Kreuzers für die Nationale Ausstellung der Frauenarbeit 1898. Zur Inspiration hatte sie eine Ziegelei in Nieuwerkerk aan de IJssel besucht. Sie beschrieb es so: "Meine Skizze ist ein bisschen Realität, aber Realität, wie ich sie in den Ziegeleien gesehen habe. Die Fabrikfrau existiert dort nicht als werkelnde Sorge, sie ist eine stämmige, muskulöse Frau mit einem gewissen eine Art selbstbewusster Kraft verrichtet ihre harte Arbeit".[6] Das Originalbild ist verloren gegangen. Im Jahr 2009 wurde eine Nachbildung der Statue in Nieuwerkerk aufgestellt, hergestellt von Loek Bos.

Bosch Reitz war Mitglied von Arti et Amicitie und Künstlervereinigung Sint Lucas. Sie nahm an der Ausstellungen lebender Meister und internationalen Ausstellungen und erhielt Goldmedaillen in Utrecht (1893), Wien (1894), Berlin (1896) und München (1901), den Grand Prix (Ehrendiplom) der Ausstellung Universelle, Weltausstellung in Paris (1900)[7] und eine Silbermedaille in Arnheim (1901). 1900 wurde sie zum Ritter im Orden von Oranien-Nassau.

1902 heiratete Bosch Reitz de heraldisch Cornelis Willem Hendrik (Cees) Verster (1862-1920), jüngerer Bruder des Malers Floris Verster.[8] Cees Verster beschrieb zwei Jahre vor ihrer Heirat im Elseviers illustriertes monatliches Journal wie er bei einer Ausstellung in Arnheim (1893) mit dem Werk von Bosch Reitz in Berührung gekommen war. Zu dieser Zeit war er unbezahlter Kurator von Museum De Lakenhal und hätte gerne eine Ausstellung ihrer Arbeiten organisiert. Das Ehepaar lebte in Hilversum (bis 1909), Driebergen (bis 1919) und Beverwijk.[9]

Aus einer Studie von Tjipke Visser 1920 stellte sich heraus, dass die überwiegende Mehrheit der akademisch ausgebildeten Bildhauer seit 1880 einen anderen Beruf gewählt hatte, um sich selbst zu ernähren. Dies mag auch bei Bosch Reitz eine Rolle gespielt haben, die sich nach ihrer Heirat dem Schreiben widmete.[10] Sie veröffentlichte Romane und Serien für Zeitschriften wie astra und Nova.

Minca Verster-Bosch Reitz starb 1950 im Alter von 79 Jahren und wurde am Zorgvlied.

Arbeiten (Auswahl)

Skulpturen

  • 1892 - P'tite Niaise, Büste, Sammlung Künstler-Genossenschaft, Wien
  • 1893 - Unschuld, Flachrelief, ausgestellt in Arnheim (1893), Antwerpen (1894) und Berlin (1895)
  • 1894 - Gottes Rache oder Gottes Rache, Sammlung Rijksmuseum Amsterdam
  • 1898 - das steinerne kreuz, im Auftrag des Ausschusses der Nat. Ausstellung der Frauenarbeit
  • 1902 - Femme languissante, Flachrelief, ausgestellt in Scheveningen

Veröffentlichungen

  • 1912 - Die Damen Cnussewinckel. Amsterdam: Van Holkema und Warendorf.
  • 1913 - 'ein Schatz einer Frau. Amsterdam: Van Holkema und Warendorf. Zuvor als Serie in veröffentlicht Der Telegraph.
  • 1917 - Olga Warnates Schlangenlederschuhe. Amsterdam: Van Holkema und Warendorf.
  • 1918 - Wie eine Fliege um die Kerze. Amsterdam: Van Holkema und Warendorf. Zuvor als Serie in veröffentlicht Der Telegraph.
  • 1928 - Du lenkst meine Schritte. Amsterdam: Van Holkema und Warendorf.
  • 1929 - "Die seltsame Klarheit", in "Der neue Leitfaden", Band 44 (1929), p. 290-303.
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