WikiDer > Mittelbergferner
Das Mittelbergferner ist nach dem Gepatschferner der größte Gletscher der österreichisch Zustand Tirol und befindet sich im tztaler alpen, am Talende des Pitztal. Der Mittelbergferner erstreckt sich nun über eine Fläche von 9,9 km².[1]
Lage und Form
Der Mittelbergferner liegt südlich des Talschlusses des Pitztales. Der Gletscher befindet sich am Nordrand des Alpenhauptkamms, gleich nordöstlich des Wildspitze, der höchste Berggipfel Tirols. Der Mittelberferner wird im Gegenuhrzeigersinn vom 3438 Meter hohen Hinterer Brunnenkogel, der 3471 Meter hoch Shim-Kugel, die 3407 Meter hoch Weiß Kogel, die 3309 Meter hoch Mutkogel und der 3277 Meter hohe Meter Linker Fernerkogel. In der Mitte des Gletschers liegt die Spitze des 3300 Meter hohen Richter Fernerkogel. Von hier aus erstreckt sich ein schmaler Grat in südwestlicher Richtung auf den 3.166 m hohen Meter Mittelbergjoch (zwischen dem Hinteren Brunnenkogel und dem Schuchtkogel) teilt sich der Gletscher in zwei Teile: Die Gletscherzunge des Mittelbergferners fließt in nördlicher Richtung in Richtung Pitztal und entwässert über die pitze. Ein Großteil des Schmelzwassers des Mittelbergferners ist seit 1964 über eine zehn Kilometer lange U-Bahn zum Gepatschspeicher transportiert, um die Wasserkraftwerke der Kaunertalkraftwerk laufen.
Geschichte
Obwohl der Mittelbergferner einer der größten der of Ostalpen gehört, ist die erste Erwähnung des Gletschers in der Literatur, wie die der anderen Gletscher rund um das Pitztal, erst spät datiert, sicherlich im Vergleich mit den nahegelegenen Vernagtferner, ein Gletschersee der Ötztal. Allerdings waren sich die Bewohner des Pitztals der Veränderungen des Gletschers und der damit verbundenen Gefahren bewusst. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert ein sogenannter Gletscherzug auf den Mittelbergferner war üblich, um die drohende Gefahr abzuwenden.[2] Im 1855 die Gletscherzunge erreichte eine Mindesthöhe von 1795 Metern, nur 750 Meter vom Dorf entfernt Mittelberg. Hier wurde dann eine Kanzel ins Eis gehauen, von der aus der Kleriker die vor dem Gletscher knienden Pilger ansprach.
Im Laufe der Jahrhunderte in der Nähe des Ortes, an dem heute die Braunschweiger Hütte Wasser steigt hinter dem Gletscher regelmäßig zu einem Eissee auf, der sich dann durch einen Ausbruch entleerte. Dadurch kam es zu verheerenden Überschwemmungen, die durch den Bruch der Wasserstandsregelung mit denen im Ötztal nicht zu vergleichen gewesen sein müssen Rofener Eissee. Den Bewohnern gelang es jedoch auch, den Gletscher auszubeuten; der Gletscher diente als Kühlhaus für das Fleisch frisch geschlachteten Rindern.[3]
Zugang als Skigebiet
Das Offenlegung des Mittelbergferners as Skigebiet gestartet in 1983 mit der Inbetriebnahme der Pitztaler Gletscherbahn. Von der Bergstation dieser Pitztaler Gletscherbahn auf 2860 Metern Höhe haben Skifahrer Zugang zu fünf weiteren Liften, die bis auf den 3440 Meter hohen Hinteren Brunnenkogel führen.
Literatur
- B. und E. Pinzer: Pitztal. Edition Löwenzahn, Innsbruck 2000, ISBN 3-7066-2204-1
- Dieser Artikel oder eine frühere Version ist eine (Teil-)Übersetzung des Artikels Hintergrassspitz auf der deutschsprachigen Wikipedia, die unter der Creative Commons Namensnennung/Weitergabe unter gleichen Bedingungen Stürze. Siehe die Verlauf bearbeiten Dort.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|