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Das Muinkmeersen war ein Seegebiet in dem Belgier Stadt Gent. Jahrhundertelang blieb es ein offenes, unbebautes Gebiet um die Schelde innerhalb der Stadtmauern, wurde aber auch im 19. Jahrhundert errichtet. Die Muinkmeersen befanden sich im jetzt bebauten Gebiet östlich der Opperschelde, wo die Süd Park Lügen.
Geschichte
Im Mittelalter war die Abtei St. Peter auf der Blandijnberg südlich der Genter Stadtmauer. Östlich von diesem Hügel und der Abtei läuft die Schelde von Süden in die Innenstadt. Um diese, dann windete Schelde, war ein flaches, sumpfiges Wiesengebiet. Die Wiesen gehörten der Abtei.
Im Mittelalter entstand die Muinkschelde (muink oder mönch) oder Opperschelde, ein gerader kanalisierter Teil der Schelde zum Kesselweste oben. Die ursprüngliche Oude-Schelde etwas weiter östlich verlief noch Jahrhunderte lang durch den Meersen. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden die Stadtmauern erweitert. In südlicher Richtung erreichten diese nun unter anderem die Hügeltor und Sint-Lievenspoort, so dass auch das Muinkmeersen innerhalb dieser Wälle zu liegen kam. Dennoch blieb das Gebiet lange Zeit ein offenes Seegebiet in der Stadt. Im Westen lag die Muinkschelde mit der Abtei St. Peter auf der anderen Seite und der Petersdorf, im Osten lag ein Teil der Stadt mit dem Beginenhof Ter Hoye auf der Unterschelde.
Die Meersen blieben bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Eigentum der Abtei altes Regime der Besitz der Abtei wurde beschlagnahmt. Im nächsten Jahrhundert würde die Ebene ihr Aussehen völlig verändern. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im Muinkmeersen der erste große Bahnhof der Stadt, der Bahnhof Gent Süd. Die Bahn fuhr von Süden in die Stadt ein und führte durch das Muinkmeersen zum Bahnhof. In einem freien Stück, in den 1850er Jahren, die Genter Zoo etabliert. Weitere Freiflächen wurden nach und nach parzelliert und bebaut. Die Alte Schelde würde nun auch ausgefüllt.
Im Südwesten des ehemaligen Muinkmeersen gab es noch ein altes, armes Viertel rund um die Oude Molenaarstraat. Dieser Stadtteil wurde saniert und Anfang des 20. Jahrhunderts verschwanden Stadtteil und Straße. Der Zoo verschwand 1905 und auch in den folgenden Jahren wurden große Teile dieses Geländes parzelliert. Einige Zeit später verlor der Bahnhof auch seine Funktion nach der Eröffnung des neuen Bahnhof Gent-Sint-Pieters das Bahnhofsgebäude wurde 1912 und Anfang der 1930er Jahre abgerissen. Die Spuren verschwanden und der frei gewordene Platz wurde König Albert Park oder Südpark. Später entstand an der Stelle des ehemaligen Bahnhofs ein Verwaltungszentrum, später eine Stadtbibliothek und später auch ein Gebäude für die Stadtverwaltung. 1972 wurde der Süden des Zuidparks zur Endstation eines Abzweigs der Autobahn E3, der heutigen B401. In der Nähe entstand Anfang des 21. Jahrhunderts die Stadtbibliothek Der Krook.