WikiDer > Nagelfluh

Nagelfluh ist in der Geologie von Schweiz der Name für die Konglomeratfelsen der in der Mittelland gefunden werden. Diese Konglomerate sind Teil der Schweizer Melassebecken und bilden charakteristische Zonen im Vorland der Alpen.
Ursprung
Nagelfluh wurde in der Regel in Schutt-Fans die ihren Scheitelpunkt im aufsteigenden Gebirge hinter sich hatten. Die Nagelfluh ist Teil der Melasse, charakteristische kontinentale Ablagerungen für a Vorlandbecken.[1]
Die Nagelfluh besteht aus Ablagerungen, die Erosion aus den höheren Teilen der Alpen und dann nach Norden transportiert. Die Teile der Alpen, aus denen sie stammen, lagen teilweise mehrere Kilometer über der heutigen Oberfläche. Sie können daher Hinweise darauf geben, wie die Struktur des erodierten Teils des Gebirges aussah.
Das Molassebecken in der Ostschweiz war schon in der Ära Rupelien vollständig mit Sediment gefüllt, in der Westschweiz im chattien (vor 28 Millionen Jahren). Während der anschließenden Ablage des Untere Süßwassermolassemol Im heutigen Mittelland gab es mehrere Dutzend Kilometer lange Schwemmfächer, in denen Nagelfluh abgelagert wurde. Es folgte eine Unterbrechung durch den Anstieg der Meeresspiegel am anfang des Burdigalien (vor etwa 20 Millionen Jahren). Der größte Teil des heutigen Mittellandes war in dieser Zeit von einem seichten Meer bedeckt. Nur am Alpenrand setzte sich die Ablagerung von Konglomeraten fort.[2] Durch eine neue Phase von Stornierung während der Serravallien (vor etwa 13 Millionen Jahren) tauchte das gesamte Alpenvorland wieder auf und es entstanden große Schwemmfächer, teilweise an den gleichen Stellen wie die älteren Schwemmfächer. Die Ablagerung der Nagelfluh endete zu Beginn des Tortonisch (vor etwa 11 Millionen Jahren).[3]
Ort
Da die Nagelfluh in Schwemmfächern abgelagert wurde, ist sie nicht an allen Stellen gleich dick. Kilometerlange dicke Nagellackpackungen finden Sie im Riga, das Mont Pelerin, das Napf, das Hörnlic und der Speer, oder am nördlichen Rand des Thunersee.Ausserhalb der Schweiz erstreckt sich die Nagelfluh-Zone entlang des gesamten Alpennordrandes. Im Süddeutschen Allgäu ist das aus diesem Material gebildete Nagelfluhkette, das nördlichste Gebirge der Allgäuer Alpen, die bis zu 1.834 Meter hoch ist. Es KonglomeratfelsenAn Beton erinnernd, wird er hier im Volksmund „Herrgottsbeton“ genannt.
| Ressourcen & Referenzen Fußnoten Literatur
|