WikiDer > Nina Companeez
Nina Companeez | ||||
![]() | ||||
Nina Companeez (2013) | ||||
| Vollständiger Name | Nina Helene Kompaneyetz | |||
| Geboren | Boulogne Billancourt, 26. August1937 | |||
| Verstorben | Paris, 9. April2015 | |||
| Geburtsland | ||||
| Beruf | Regisseur Fernsehregisseur Drehbuchautor | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
| Moviemeter-Profil | ||||
| ||||
Nina Companeez, Pseudonym von Nina Helene Kompaneyetz, (Boulogne Billancourt, 26. August1937 – Paris, 9. April2015) war ein Französisch Filmregisseur und Drehbuchautor. Sie drehte Filme für die große und die kleine Leinwand.
Leben und Arbeiten
Ursprung
Nina Companeez war die Tochter von Jacques Companeez, ein Drehbuchautor jüdisch-russischer Abstammung. Ihr Vater musste mit 17 Jahren seine Heimatregion verlassen Ukraine Flucht wegen des Aufkommens Antisemitismus. Anschließend zog er nach Deutschland, wo er als Drehbuchautor arbeitete. Mehr als zehn Jahre später, im Jahr 1936, floh die Familie Companeez vor den Nazismus, mit Sitz in Paris.
Drehbuchautor für Michel Deville
Als Tochter eines erfolgreichen und produktiven Drehbuchautors startete Nina Companeez bereits 1956 ihre Filmkarriere. Sie arbeitete zunächst als Cutterin. Michel Deville forderte sie auf, das Drehbuch für seinen ersten Film, die Komödie, mitzuschreiben Ce soir ou jamais (1961). Dies war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit (1961-1971), bei der sie seine regelmäßige Co-Autorin für zwölf verspielte, fantasievolle Komödien wurde. Sie trug maßgeblich zu seinem Ruf als Filmemacherin bei, die die Beziehungen zwischen Männern und Frauen auf raffinierte und elegante Weise darstellen konnte. Ihre neueste Zusammenarbeit, das historische Drama Raphael ou le Debauché (1971) wurde Devilles erster großer Erfolg.
Regisseur
Companeez beschloss 1971, ihren eigenen Weg zu gehen und gab mit der Komödie sein Filmregisseurdebüt Faustine et le Bel Eté. Drei weitere Comedy-Filme folgten, hatten aber wenig Erfolg.
Fernsehen
Ende der 1970er Jahre begann sie für das Fernsehen zu arbeiten. Dort hatte sie mehr Glück als bei ihren Spielfilmen. Sie drehte Fernsehfilme und -serien, die viel beachtet wurden. Für ihren dreiteiligen Fernsehfilm Voici venir l'orage... (2008) fand sie die Inspiration in der Geschichte ihrer eigenen Familie.
Sie ist die Schwester der Opernsängerin (Kontra-Alt) Irène Companeez und die Mutter der Schauspielerin Valentine Varela.
Sie starb 2015 im Alter von 77 Jahren in Paris an Krebs.
Filmografie
Direktor
Spielfilmfilm
- 1971 - Faustine et le bel été
- 1973 - L'Histoire très bonne et très joyeuse de Colinot Trousse-Chemise
- 1977 - Comme sur des Roulettes
- 1994 - Je t'aime quand meme
Fernsehen (Auswahl)
- 1979 - Les Dames de la Côte (fünfteilige Miniserie)
- 1982 - Le Chef de famille
- 1983 - Deux amies d'enfance
- 1995 - L'Allee du Roic (zweiteiliger Film)
- 2007 - Voici venir l'orage... (dreiteiliger Film)
- 2011 - la recherche du temps perdu (Film zu Marcel Proust)
- 2013 - Le General du Roic (Film zu Daphne du Maurier)
Darstellerin
- 1967 - Benjamin ou les Memoirs d'un puceau (Michel Deville)
- 1969 - Tschüss, Barbara (Michel Deville)
- 1970 - L'Ours et la Poupee (Michel Deville)
Drehbuchautor von Michel Deville-Filmen, sofern nicht anders angegeben
- 1961 - Ce soir ou jamais
- 1962 - Entzückende Menteuse
- 1963 - À Ursache, Ursache d'une femme
- 1963 - L'Appartement des Filles
- 1964 - glücklicher joe
- 1966 - Auf einer Wühlmaus la Joconde
- 1966 - Martin Soldat
- 1967 - Trend-Requins
- 1967 - Benjamin ou les Memoirs d'un puceau
- 1969 - Tschüss, Barbara
- 1970 - L'Ours et la Poupee
- 1971 - Raphael ou le débauche
- 1995 - Le Hussard sur le toit (Jean-Paul Rappeneau)
Theater
- 1984: Le Sablier von Nina Companeez, Eigenregie
Oper (Regie)
- 1989: Le Postillon de Lonjumeau (Opernkomik von Adolphe Adam)
Literaturverzeichnis
Françoise Aude: Ciné-modèles, cinéma d'elles: situationen der femmes dans le cinéma français, 1956-1979, L'Âge d'Homme, 1981
