WikiDer > Nordfriesisch

Noord-Fries
Übersichtskarte mit den verschiedenen Dialekten im Nordfriesischen.
Zweisprachiges Ortsschild mit Hochdeutsch und Nordfriesisch in Niebüll. In den letzten Jahren wurde die Position der Nordfriesen im öffentlichen Leben gestärkt.
Nordfriisk-Institut in Bredstedt.
Zweisprachige Inschrift beim Polizeirevier in Husum.

Nordfriesisch ist der Name für die Friesische Sprache wie der in Nordfriesland südlich der deutsch-dänischen Grenze.

Layout

Nordfriesisch besteht aus einer Reihe von sehr unterschiedlichen Dialekten, wobei die Hauptunterteilung ist:

Sprachstatus

Vitalität

Alle noch gesprochenen nordfriesischen Dialekte sind in ihrer Existenz bedroht. Einige davon sind bereits im letzten Jahrhundert als gesprochene Sprachen ausgestorben, wie etwa Goesharders und Karrharders. Dies spiegelt sich in den Kenntnissen des Nordfriesischen wider, die von nur wenigen Prozent in der Goesharde bis zu einem Drittel der Bevölkerung auf Föhr und Amrum schwanken. Dass die Dialekte untereinander schlecht verstanden werden (mit Ausnahme der Inselsprachen von Föhr und Amrum: Feering und Öömrang) und daher nur lokal oder in einem kleineren regionalen Kontext verwendbar sind, trägt zu ihrem Aussterben bei. Aber auch Tourismus und Zuwanderung aus dem deutschsprachigen Raum (besonders massenhaft auf Sylt, wo es praktisch keine indigene Gemeinschaft mehr gibt) und die Verwundbarkeit sehr kleiner Sprachgemeinschaften (insbesondere auf den Halligen, die zusammen nur ca eine Rolle. Die Überlebensraten von Feering und Öömrang, die in einigen Familien noch an die jüngste Generation weitergegeben werden, und der Dialekt der Bökingharde, das heute oft als Nordfriesisch bezeichnet wird Lingua franca in den letzten Jahren verbessert haben, ist das Überleben der anderen Dialekte zu befürchten.

administrativ

Friesisch ist inzwischen in Deutschland nach Kapitel 3 der Europäischen Charta der Minderheitensprachen anerkannt. In Schleswig-Holstein gibt es ein Sprachengesetz (het Friisk-Gesäts), in dem der Verwaltungsstatus des Nordfriesischen begründet wird. Diese sieht unter anderem die Verwendung zweisprachiger Ortstafeln und die Verwendung des Nordfriesischen als Verwaltungssprache vor. Das Problem bei letzterem besteht darin, dass die konstruierte einheitliche nordfriesische Standardsprache nicht allgemein anerkannt und verwendet wird und der Umfang und der administrative Gebrauchswert des geschriebenen Nordfriesischen daher begrenzt bleiben. Dies macht die Anerkennung als „Verwaltungssprache“ zur Statussymbolik. Im 2005 begann die Deutsche Bahn zweisprachige Bahnhofsschilder im nordfriesischen Sprachraum zu platzieren. Die Friesen in Deutschland sind als nationale Minderheit im Rahmen der Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Darüber hinaus werden die Friesen zusammen mit den Dänen nach Artikel fünf der Verfassung von Schleswig-Holstein als Minderheit anerkannt.

Bildung

Es Nordfriisk Institut, gelegen in Bredstedt (Bräist), ist das wissenschaftliche Institut für alle nordfriesischen Varietäten. Ebenfalls in Bredstedt befindet sich das Friisk Hüs, wo verschiedene Sprachorganisationen vertreten sind. Es ist möglich, Nordfriesisch auf Hochschulniveau an der . zu studieren Christian-Albrechts-Universität im Kiel. Im Primarbereich gibt es jedes Jahr etwa tausend Schüler, die zwei Stunden pro Woche Unterricht in der Sprache erhalten, übrigens hauptsächlich in der lokalen Dialektvariante. In der Sekundarstufe gibt es nicht mehr als zweihundert. Ein Großteil dieser Schulen befindet sich auf den Inseln Föhr und Amrum sowie in der Bökingharde. Im Risum-Lindholm die Sprache einer Schule - der Risem-Schölj - wird auch als Amtssprache verwendet.

Beispiele in den verschiedenen Dialekten

Der folgende Satz zeigt deutlich, wie sehr sich die verschiedenen Hauptdialekte des Nordfriesischen unterscheiden und wie ähnlich sich die Dialekte von Föhr und Amrum sind. Die Übersetzung lautet: "'Licht, alter Mond, Licht', rief Hawelman, aber der Mond war nirgends zu sehen und die Sterne auch nicht; sie waren alle schon zu Bett gegangen."

Insel-Nordfriesisch

Sol'ring:

"Ljuch, ual Muun, Lauge!" skriilt Häwelmann, man di Muun wiar naigen tö sen en uk di Stiaren ek; ja, der schon nach Ber ging.

Stimmung:

"Locht, ual muun, locht!" rep Heewelmaan, man a muun wiar nochhuaren tu sen an a stäären uk ei; Sie, die schon baden gegangen ist.

Helgoland:

"Lochte, ool Muun, lochte!" rüp Heäwelman, oawers de Muun wear naarni tu sin'n en uk de Steern ni; dja tragen schon alle tu Baad ging.

omrang:

"Locht, du ual muun, locht!" rep Heewelmaan, man a muun wiar nochhuaren tu sen an a stäären uk ei; du, die du schon gebadet hast.

Vastewal-Nordfriesisch

Goeshards:

"Jocht, uule moune, Junge!" biilked Hääwelmoon, ors e moune haze närngs to schüns än da steere ok ai; Ja, wir sind wieder ins Bett gegangen.

Wiedinghards:

"Ljocht, uuile moone, lol!" biilked Hääwelmuon, män e moone was näärgen to schüns än uk e steere ai; jä würn al altomoale zu beerd.

Halligfriesisch:

"Yacht, uale mööne, Yacht!" bölked Hääwelmoon, man de mööne woas näärngs to siinen än de steere uk ee; jäweern altomaole zu beed giangen.

Bokinghards:

"Seufz, üülje moune, seufz!" biiljked Hääwelmoon, ouers e moune wus nargne tu schüns än e stääre uk ai; ja wjarn ål ltumååle tu beed lim.

Nordfriesisch hat in "ffr" auch ISO 639-3 Sprachcode.

Westerlauwers Friesisch

Ljocht, âlde moanne, ljocht, schrie Hawelman, aber die moanne wie nearne te sjen und die Sterne genauso; hja wiene allegear auf bett gien.

Im Vergleich zu den deutschen und dänischen friesischen Varianten fehlen die speziellen Vokale mit dem Zirkumflex-Akzent (das 'Dach'), aber das dänische å wird verwendet.

Externe Links

Siehe die Nordfriesische Ausgabe von Wikipedia.