WikiDer > Oktopus-Akkord
Es Oktopus-Akkord war eine politische Einigung über die Reform der Polizei und der Gericht im Belgien am 7. Dezember 1998. Der Name Tintenfisch, wörtlich achtarmig, bezieht sich auf die acht beteiligten politischen Parteien (CVP, PS, VLD, SP, PRL, EFD, PSC und VU).[1]
Nach dem Dutroux-Koffer und der Mord an Loubna Benaissa einige Maßnahmen wurden ergriffen, weil es den Anschein hatte, dass die damalige Struktur der Polizei und der Justiz irreparable Fehler bei der Suche nach vermissten Kindern gemacht hatte. Es gab eine Vertrauenskrise und die öffentliche Meinung war sehr unzufrieden.
Mit der Flucht von Marc Dutroux im April 1998 war jedoch die Zeit reif für noch weitreichendere Maßnahmen. Das Octopus-Abkommen wurde schließlich zwischen den vier Mehrheitsparteien und den vier Oppositionsparteien (mit Ausnahme des rechtskonservativen Vlaams Blok) geschlossen.
Diese Vereinbarung wurde in das Gesetz vom 7. Dezember 1998 zur Einrichtung eines integrierten Polizeidienstes mit zwei Ebenen umgesetzt.
Einige Maßnahmen
Strafverfolgung
Städtische Polizei, Gendarmerie und der Justizpolizei bei der Staatsanwaltschaft zu einem integrierten Polizeidienst zusammenzuführen, der auf zwei Ebenen strukturiert ist: lokale und föderale Polizei. Damit sollte der sogenannten Polizeikrieg.
Gerechtigkeit
Die obersten Richter (Generalstaatsanwälte, Anwälte, Gerichtspräsidenten) werden nicht mehr auf Lebenszeit ernannt, sondern können ihr Mandat für maximal zehn Jahre ausüben.
Es kommt ein Bundesanwaltschaft für die Großkriminalität, geführt von einem (Sonder-)Bundesanwalt.
Das Hoher Justizrat wurde gegründet.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|