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Das Opernpassagen ist ein Einkaufszentrum in dem Köln Altstadt-Nord, die 1964 fertiggestellt wurde. Der ursprüngliche Name war "Schweizer Ladenstadt" und dann "Kölner Ladenstadt".
Geschichte
Baubeginn war im Frühjahr 1961 auf einer 6.900 m² großen Brachfläche im Eigentum des Unternehmens 4711.[1] Architekt des "horizontal geschichteten" Gebäudes war Wilhelm Koep, der Hausarchitekt von 4711.[2]
Geplant war ein Einkaufszentrum mit überdachten Einkaufsstraßen und einem darüber liegenden Parkhaus. Die Baukosten betrugen damals 30 Millionen D-Mark. Am 17. Oktober 1964 wurde die Einkaufspassage als „Schweizer Ladenstadt“ als erste überdachte Einkaufspassage Deutschlands eröffnet. Außen wurden die Fassaden mit Wabenelementen verkleidet. Die Kombination aus Einkaufszentrum und Parkhaus solle die Innenstadt "attraktiv und lebendig machen und dem Trend entgegenwirken, große Einkaufszentren am Stadtrand zu bauen", sagte der damalige Bürgermeister Theo Burauen.[3] Auf einer Fläche von 32.000 m² beherbergte das Center zunächst 69 Geschäfte, eine Bank und eine Tankstelle. Das Parkhaus verfügte über 600 Stellplätze. Während des Baus wurde auch das Theater am Dom mit 376 Plätzen geplant, das im Oktober 1964 mit einer Aufführung der Komödie eröffnet wurde Endspurt von Peter Ustinov.[4]
Es stellte sich jedoch bald als Planungsfehler heraus, da der sukzessive Bau der Nord-Süd-Trasse die Breite Straße durchtrennte und dadurch an Attraktivität verlor.
Zwischen 1980 und 1982 wurde der Stahlbau-Gebäudekomplex um zwei Bürogeschosse aufgestockt, wonach der Name in „Kölner Ladenstadt“ geändert wurde.
Ursprüngliches Eigentum und Finanzierung
Das Grundstück, auf dem sich das Zentrum befindet, wurde in Katasterform vom Grundstück mit dem Gebäude 4711 abgetrennt.
Betreiberin der "Schweizer Ladenstadt" war die am 17. August 1961 in Zürich gegründete "Ladenstadt in Köln AG", deren Mehrheitsaktionär die IBZ Finanz AG war. Inhaber dieser Firma war der Bauunternehmer Werner Fuchs aus Zürich.
Der Eigentümer 4711 gewährte dem Betreiber a Recht der Oberflächlichkeiten für das Grundstück seit 50 Jahren. Die Baukosten wurden unter anderem mit Hypotheken über 10 Millionen D-Mark von drei Kölner Hypothekenbanken finanziert.[5] Das Konsortium wurde von der Westdeutschen Bodenkreditanstalt geleitet.
Die IBZ Finanz AG wurde am 25. Oktober 1965, die Kommanditgesellschaft W. Fuchs & Co am 5. November 1965 und die Ladenstadt in Köln AG am 13. Mai 1966 für Konkurs erklärt. Insolvenzgründe für die Ladenstadt waren zum einen Fehleinschätzungen und eine falsche Standortwahl abseits der Einkaufsländer Hohe Straße und Schildergasse, zum anderen die Probleme im Aktionärskreis. Die Ladenstadt in Köln AG wurde am 14. April 1966 fertiggestellt Zwangsversteigerung. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen kaufte das Gebäude für 11 Millionen Mark, um eine Staatsgarantie zugunsten der drei Hypothekenbanken zu retten.[6] Zur Durchführung der Geschäftsführung wurde die „Kölner Ladenstadt Verwaltungs GmbH“ gegründet, die von der WestLB im Auftrag des Landes kontrolliert wurde.
Momentane Situation

Nach zwischenzeitlichen Eigentümerwechseln hat der Architekt Walter Brune im Januar 1999 der neue Eigentümer und benannte das Einkaufszentrum im Oktober 2002 in "Opern Passagen" um. Im Zeitraum Oktober 2001 bis Dezember 2002 wurde das Gebäude komplett saniert und um eine zusätzliche Einkaufspassage erweitert. Dadurch verringerte sich die Nutzfläche auf rund 21.000 m². Im Juli 2006 verkaufte Brune die Passage an a Gemeinschaftsunternehmen bestehend aus dem amerikanischen InvestmentbankMerrill Lynch (88%) und ECE-Projektmanagement (12%).
Danach ging das Zentrum in den Besitz der ECE über und Blackstone-Gruppe[7], der die Liegenschaft im September 2012 für rund 78 Millionen Euro an einen namentlich nicht genannten Schweizer Privatinvestor weiterverkaufte. Diese Transaktion war 2012 die volumenstärkste auf dem Kölner Immobilienmarkt. Damit ging die Einkaufspassage wie bei der Einweihung wieder in Schweizer Besitz zurück. Januar 2013 hat die Opernpassagen GmbH & Co. KG übernimmt die Immobilienverwaltung des Centers mit 21 Shops, dem Theater und neuen Gastronomiekonzepten.
Ort
Die offizielle Adresse lautet Schwertnergasse 1, 50667 Köln. Die Opern Passagen befinden sich zwischen den Oper Köln und Breite Straße und sind über die Fußgängerzone . Das WDR mit den WDR-Arkaden und dem DuMont Carré liegen schräg gegenüber in der Kölner Shoppingmeile. Im Untergeschoss befindet sich ein Durchgang zur Metrostation Appellhofplatzen und dem schräg gegenüber liegenden DuMont Carré.
Der überdachte Gang über die Glockengasse direkt zum Opernhaus wurde im August 2012 im Zuge der Sanierung des Opernhauses abgerissen.
Quellen
- ↑Peter Fuchs (Hrsg.), Chronik der Geschichte der Stadt Köln, Band 2, 1991, S. 298
- ↑Koep war auch für die im Oktober 1964 abgeschlossene Nachbildung im neugotischen Stil des im Krieg zerstörten 4711-Häuser in der Glockengasse 4/Schwertnergasse verantwortlich.
- ↑Carl Dietmar / Gerald Chaix, Chronik Köln, 1997, S.485.
- ↑Peter Fuchs (Hrsg.), Chronik der Geschichte der Stadt Köln, Bd. 2, 1991, S. 302.
- ↑Geliehenes Gold, DER SPIEGEL 6/1966 vom 31. Januar 1966.
- ↑Capital, Band 19, 1980, S. 59.
- ↑Die Blackstone Group hasste von Merrill Lynch alle europäischen Immobilien erworben.