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Peter Weiss | ||||
Peter Weiss bei der Verleihung des Bremer Literaturpreises 1982 | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Vollständiger Name | Peter Ulrich Weiss | |||
| Geboren | Nowawes, 8. November 1916 | |||
| Verstorben | Stockholm, 10. Mai 1982 | |||
| Geburtsland | ||||
| Staatsangehörigkeit | Deutsch-Schwedisch | |||
| Ausbildung | Prager Kunstakademie (1935-1938) | |||
| Beruf(e) | Bildender Künstler, (Theater)Schriftsteller, Grafiker und Filmemacher, Illustrator | |||
| Leitdaten | ||||
| Berühmte Werke | Gartenkonzert | |||
| RKD-Profil | ||||
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Peter Ulrich Weiss (Nowawes (heute Neubabelsberg) at Berlin, 8. November 1916 - Stockholm, 10. Mai 1982) war ein Deutsch-Schwedisch (Theater)Schriftsteller, bildender Künstler, Grafiker und Filmemacher von Half jüdisch Abstammung.
Lebenszyklus
Familie Weiss, bis zum Christentum konvertierte Juden, musste es 1935 wegen der Nationalsozialismus böse England fliehen. In London besuchte Peter Weiss kurzzeitig die Polytechnic School of Photography. Zwischen 1935 und 1938 studierte er auf Anraten eines Freundes seines Vaters Hermann Hesse an der Prager Kunstakademie. Für das Gemälde „Gartenkonzert“ erhielt er den Oscar. Peter Weiss hat dann eine Weile bei Hesse gelebt Montagnola in Schweiz. Ab 1939 lebte er in Schweden. (1946 bekam er den schwedischen Staatsbürgerschaft). Weiss hat mehrmals geheiratet. 1943 heiratete er die Malerin und Bildhauerin Helga Henschen, 1949 Carlota Dethorey und 1964 die Künstlerin Gunilla Freiherrin Palmstierna. 1966 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis des Deutsche Akademie der Künste in Ost-Berlin. Er war auch politisch aktiv als Mitglied der Kommunistische Partei Schwedens.
Auszeichnungen
- 1965 - Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
- 1966 - Heinrich-Mann-Preis
- 1982 - Literaturpreis der Stadt Bremen
- 1982 - Georg-Buchner-Preis (posthum)
Peter-Weiss-Preis
Der Peter-Weiss-Preis ist ein Kulturpreis zum Gedenken an Peter Weiss. Dieser Preis wird alle zwei Jahre von der Stadt verliehen Bochum verliehen und beläuft sich auf 15.000 €.
Arbeiten
Theaterstücke
- 1949 Der Turm
- 1952 Die Versicherung
- 1963 Nacht mit Gästen
- 1963/5 Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
- 1963/8 Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird
- 1965 Die Ermittlung
- 1967 Gesang vom lusitanischen Popanz
- 1968 Discurs über die Vorgeschichte und den Verlauf des lang andauernden Befreiungskrieges in Viet Nam as a Beispiel für die Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes der Unterdrücker sowie über die Versuche der Revolution Versuche der Vertereinigten Gründe
- 1969 Trotzki im Exil
- 1971 Hölderlin
- 1974 Die Prosa
- 1982 Der neue Prozeß
- 2003 Inferno (posthum veröffentlicht)
Prosa
- 1944 Från ö bis ö (Deutsch: Von Insel zu Insel)
- 1948 De besegrade (Deutsch: Die Besiegten)
- 1948 Der Vogelfreie (1949 Schwedisch: Dokument I, erstmal in English unter dem Pseudonym Sinclair as Der Fremde)
- 1951 Duelle (Deutsch: Das Duell)
- 1952 Der Schatten des Körpers des Kutschers
- 1956 Situationen (Deutsch: Die Situation)
- 1960 Abschied von den Eltern. (Ned. Übers.: Abschied von meinen Eltern. Amsterdam: J.M. Meulenhoff / De Bezige Bij, 1968)
- 1961 Flugpunkt
- 1962 Das Gespräch der drei Gehenden
- 1975-1981 Die sthetik des Widerstands (I: 1975; II: 1978; III: 1981)
Illustrationen
Peter Weiss illustrierte seine frühen Manuskripte selbst und illustrierte, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, Werke anderer Autoren. Die unveröffentlichten Abbildungen befinden sich teilweise im Ausstellungskatalog.
- 1938 Herm. Chattus (d.h. Hermann Hesse): Anton Schievelbeyns ohnfreywillige Reisse nacher Ost=Indien. Mit 26 Aquarellen Zeichnungen von Weiss. Wechselt in: Der bannte Ehemann. Insel-Taschenbuch 260; 1. Aufl. 1977.
- 1938 Hermann Hesse: Kindheit des Zauberers, handgeschrieben und mit zahlreichen Federzeichnungen und Aquarellen illustriert von Weiss (Faksimile beim Insel Verlag 1974)
- 1947 Från ö till ö, mit vier Illustrationen (1984 english "Von Insel zu Insel" bei Frölich & Kaufmann, Berlin)
- 1951 Duelle. 1953 Privatdruck mit 10 Federzeichnungen, (1972 deutsch: "Das Duell" als Suhrkamp Taschenbuch 41)
- 1958 Nils Holmberg: Zwischen och und natt. Forsta-Sharing. (Deutsch: Tausend und eine Nacht, Erster Band). Mit 16 Collagen von Weiss.
- 1958 Nils Holmberg: Zwischen och und natt. Andra Samlingen. (Deutsch: Tausend und eine Nacht, Zweite Band). Mit 12 Collagen von Weiss.
- 1960 Der Schatten des Körpers des Kutschers. mit 7 Kollagen
- 1962 Schwedische Übersetzung von "Abschied von den Eltern" 8 Collagen (1980 neue deutsche Ausgabe mit den Collagen, Bibliothek Suhrkamp 700)
- 1976 Per Drougge: Peter Weiss. Collage, Tecking. 1933 - 1960. and utställning productionrad av Södertälje Konsthall, Sverige (Ausstellung in der Kunsthalle Södertälje, 1976)
- 1980 Peter Spielmann (Hg.): Der Maler Peter Weiss. Bilder, Zeichnungen, Collagen, Filme Katalog zur Ausstellung im Museum Bochum, 8. März bis 27. April 1980
- 1983 Dr. Annette Meyer zu Eissen: Peter Weiss als Maler. Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Bremen, 16. Januar bis 20. Februar 1983.
Literatur
- Volker Canaris: Uber Peter Weiss. Edition Suhrkamp 1970
- Henning Falkenstein: Peter Weiss. Morgenbuch Verlag 1996
- Jens-Fietje Zwerge: Und dennoch Hoffnung. Peter Weiss. Eine Biografie. Berlin: Aufbau 2007.
- Anat Feinberg: Wiedergutmachung im Programm. Jüdisches Schicksal im deutschen Nachkriegsdrama Köln: Prometh 1988. [über Stirb Ermittlung]
- Nils Göbel: „Wir können keine Form erfinden, die nicht in unserem vorhanden ist“. Gattungsfragen, Intertextualität und Sprachkritik in 'Abschied von den Eltern' und 'Fluchtpunkt' von Peter Weiss. Marburg 2007.
- Christa Grimm: Peter Weiss - einScriptteller in der Entscheidung. diss. Universität Leipzig 1975.
- Manfred Haiduk: Der Dramatiker Peter Weiss. Berlin: Henschel 1977.
- Andreas Huber: Mythos und Utopie. Eine Studie zur Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss. Heidelberg: Winter-Verlag 1990.
- Henning Rischbieter: Weiss. Friedrich Verlag 1974
- Jochen Vogt: Peter Weiss. Reinbek 1987.
- Rudolf Wolff (Hrsg.): Peter Weiss. Arbeit und Wirkung. Bonn 1987 (Reihe: Sammlung und Profile, Bd. 27).
- Alfons Sollner: Peter Weiss und die Deutschen. Die Entstehung einer politischen Ästhetik breiter der Verdrängung. Laden 1988.