WikiDer > Polysomnographie
Polysomnographie (PSG) ist eine Schlafstudie, bei der verschiedene physiologische Parameter während des Schlafes des Patienten erfasst werden. Das Ergebnis wird als Polysomnogramm bezeichnet. Der Name leitet sich vom griechischen Wort πολύς (Pole, "viele"), das lateinische Wort somnus ("Schlaf") und das griechische Wort γράφειν (Graphein, "schreiben").
Dieser Test, der normalerweise über Nacht in einem Krankenhaus oder zu Hause durchgeführt wird, ist der Standardtest zur Diagnose des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS). Auch die Beurteilung der Schwere und Häufigkeit der Schlafapnoe und das Vorliegen anderer Schlafstörungen können beurteilt werden. Normalerweise reicht der Nachttest aus, um eine adäquate Diagnose zu stellen, aber in bestimmten Fällen gibt es eine Nacht-zu-Nacht-Variabilität und die abnormale Schlafumgebung im Krankenhaus kann den Schlaf des untersuchten Patienten negativ beeinflussen.
Biophysiologische Parameter
Die Beurteilung der verschiedenen Schlafstadien erfolgt hauptsächlich durch 3 Techniken: Elektroenzephalographie (EEG), Elektrookulographie (EOG) und Elektromyographie (EMG).
- EEG: Eine begrenzte Anzahl von Elektroden wird am Schädel (mit Referenzelektrode am Ohr) angebracht, um durch die Gehirnwellen verursachte elektrische Potenzialunterschiede zu messen. So lässt sich unter anderem feststellen, wann der Patient tatsächlich einschläft (Schlaflatenz) und wann Unregelmäßigkeiten in der Gehirnfunktion auftreten (zB Erregung). Bei Verdacht auf Epilepsie können zusätzliche EEG-Ableitungen angelegt werden (10-20-System) um detailliertere Ergebnisse zu erhalten.
- EOG: Durch die Platzierung von zwei Elektroden um das Auge können sowohl horizontale als auch vertikale Augenbewegungen erfasst werden. Dies ist relevant für die Bestimmung der REM-Schlaf und die langsameren Augenbewegungen, die normalerweise beim Einschlafen auftreten.
- EMG: a Elektromyogramm misst die vorhandene Muskelspannung. Typischerweise misst eine Elektrode am Kinn das Auftreten (oder das Fehlen) einer tiefen Muskelentspannung, die mit dem Auftreten von REM-Schlaf verbunden ist. Außerdem wird häufig eine EMG-Elektrode an den Unterschenkeln des vorderen Schienbeinmuskels angebracht, um die nächtlichen Bewegungen der unteren Gliedmaßen zu beurteilen. Dies kann unter anderem bei der möglichen Diagnose von Syndrom der ruhelosen Beine. Nachts Zähneknirschen Zur Demonstration kann auch eine EMG-Elektrode auf den Muskelmasseter platziert werden.
Die Beurteilung der Atmung des untersuchten Patienten kann durch die folgenden Verfahren überwacht werden.
- Zwei Kanäle messen den Luftstrom des Patienten während der Studie. EIN Thermistor auf Höhe der Nase oder des Mundes kann das Vorhandensein oder Fehlen eines Luftstroms durch die Temperaturänderungen beim Ein- und Ausatmen erkennen. Dies ist der primäre Weg, um Atemstillstand oder Apnoe zu erkennen. Der nasale Druckwandler ist eine genauere Methode, die auch eine teilweise Luftstromobstruktion zeigt, wie es bei einer Hypopnoe der Fall ist.
- Darüber hinaus wird ein Stretchband um Brust und Bauch gelegt, das die Atembewegungen von Brust und Bauch registrieren kann. Diese Informationen können bei der Unterscheidung zwischen obstruktiver und zentraler Apnoe hilfreich sein.
- EIN Pulsoximeter wird an einem der Finger befestigt, um während der Untersuchung die Sauerstoffsättigung und die Pulsfrequenz zu messen.
- In einigen Fällen a Kapnographie durchgeführte Forschung, in der die Kohlensäure wird gemessen.
Um mögliche zugrunde liegende Herz-Kreislauf-Probleme aufzudecken, werden während der Schlafstudie auch einige EKG-Elektroden angebracht, schließlich werden ein Mikrofon und ein Dezibel-Messgerät die Schwere des Schnarchens beurteilen. Eine Kamera filmt den Patienten auch während des Schlafes die ganze Nacht hindurch.