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Portvrijdom
Brief vom Postscheckamt in Saarbrücken (ähnlich einem Büro des ehemaligen Postscheck und Giroservice in den Niederlanden) zu St. Ingbert, 1. Dezember 1943. Als Einrichtung der Deutschen Reichspost genoss die Deutsche Post das PSCHA ((Postscheckamt, in der Briefmarke als SCHA, Scheckamt bezeichnet) portofrei.
Brief vom (Lutheraner) kurländisch Allgemeiner Fonds für Priesterwitwen und Priesterwaisen in Anneburg (jetzt Emburga in Lettland) an den Pfarrer von Talsen (heute Talsi), 16. Dezember 1901. Briefe der Kirchen waren portofrei in der Russisches Reich. Die Amtssprache in der Lettisch-Lutherischen Kirche war bis zur Unabhängigkeit 1918 Deutsche.

Portofrei ist das Privileg, für die verschickte Post nicht bezahlen zu müssen. In der Regel sind es Organisationen oder spezielle Personengruppen, die portofrei genießen. Das Postsendungen die diese Organisationen versenden, haben in der Regel keinen Stempel. Einige Länder tun es jedoch Briefmarken ausgestellt, damit keine Verwechslungen entstehen konnten, ob der Absender zu Recht auf die Anbringung eines Stempels verzichtet hatte.

In den Niederlanden ist die Internierungsstempel ein Beispiel für portofreie Briefmarken. Aus Belgien internierte Soldaten hatten in den Niederlanden freies Porto und die Internierungsmarken waren ein (fehlgeschlagener) Versuch, ihren Postverkehr zu regulieren.

Portofrei ist anders als Barfrankatur. In diesem Fall wird eine Postsendung auch ohne Briefmarke versendet, das Porto übernimmt jedoch der Absender. Es ist auch anders als beim Mailen an a Antwortnummer oder jede andere Form von portofreiem Porto, bei der das Porto an den Empfänger weitergeleitet wird.

Wer genießt portofrei?

Portofrei wird und wurde oft gewährt an:

  • Soldaten im Außendienst, die in vielen Ländern ihre Post portofrei versenden dürfen, wenn sie das Gebruikmaken nutzen Feldpost. Es kommt auch vor, dass sie zu einem reduzierten Preis Post versenden dürfen.
  • Kriegsgefangene und Flüchtlinge.
  • Menschen mit Behinderungen, die in einigen Ländern ihre Post portofrei versenden können. In den Niederlanden zum Beispiel sind Buchstaben Blindenschrift („Blindenmailings“) kostenlos.
  • Regierungsorganisationen, wie Ministerien, Gemeinden, Gerichte und das Staatsoberhaupt.
  • Halbstaatliche Organisationen, Schulen, Wohltätigkeitsorganisationen und die Kirchen.
  • Diplomatisch Vertreter ausländischer Mächte.
  • Die Post selbst.

In den letzten Jahrzehnten haben viele Postdienste das kostenlose Porto für staatliche und halbstaatliche Organisationen abgeschafft. In den Niederlanden geschah dies am 1. Januar 1971 mit dem Portofrei für das Königshaus. Am 1. Januar 1984 folgten die anderen staatlichen Organisationen und am 1. Januar 1994 verschwand auch das Porto für die Kirchen. In einigen Ländern, wie z Deutsche Demokratische Republik, waren nach der Abschaffung des Portos kostenlos Dienstmarken für die Regierung eingeführt. Auf diese Weise behielt die Regierung die Kontrolle über die in ihrem Namen verschickte Post.

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