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EIN Postmix ist ein System, in dem Sodasirup wird mit kohlensäurehaltigem Wasser (Mineralwasser) beim Tippen.
Ein Postmix verwendet Boxen (Tasche im Karton) mit einem Fassungsvermögen von 5, 10 oder 20 Litern. Der Inhalt besteht nicht aus vorgefertigten Erfrischungsgetränk wie in Dosen oder Flaschen, aber aus einem konzentrierten Sirup (Cola, Orange, 7-up, Cassis, Eistee, etc.).
Die Postmix-Anlage wird gefiltert (über einen Kohlefilter) und gekühlt Leitungswasser unter Druck (ca. 11 bar) mit Kohlendioxid vermischt. Dieses kohlensäurehaltige Wasser (Sodawasser) wird wieder mit dem Sirup vermischt. Das Mischen erfolgt im Wasserhahn, während ein Glas angezapft wird, normalerweise im Verhältnis von 1 Teil Sirup zu 5 Teilen Sodawasser. Sowohl Wartungstechniker als auch Betreiber können das Mischungsverhältnis jedoch weiterhin selbst einstellen. Das gekühlte Sodawasser zirkuliert kontinuierlich entlang der Sirupleitungen und durch die Dosiersäule. So wird der gesamte Kreislauf immer auf der richtigen Temperatur gehalten. Beim Zapfen wird kaltes Sodawasser aus dem Kreislauf entnommen und mit dem Sirup vermischt. Dieses Wasser wird aus dem Karbonator (der Vorrichtung, in der Kohlendioxid und Wasser gemischt werden) in den Sodawasserkreislauf aufgefüllt.
Der Sirup wird mit einer BIB-Pumpe zum Wasserhahn gepumpt. Diese Bag-in-Box-Pumpe arbeitet nach dem Differenzdruckprinzip. Im Inneren der Pumpe befinden sich mehrere Ventile und ein Kolben. Die Pumpe arbeitet mit Kohlendioxid oder Luftdruck und einem Druck von 3,5 bar. Die Pumpe möchte den Druck in der Zuleitung auf 3,5 bar halten. Sobald dieser Druck erreicht ist, hört die Pumpe auf zu pumpen. Das Betätigen des Wasserhahns (normalerweise ein magnetbetätigtes Ventil) öffnet sowohl das Sodawasser- als auch das Sirupventil. Dadurch sinkt der Druck in der Sirupzuleitung, wodurch die Pumpe versucht, den Druck wieder auf 3,5 bar zu halten. Im Hahn befindet sich ein Regler, der den Druck des Sirups konstant hält. Da das Verhältnis etwa 1 zu 5 beträgt, wird deutlich weniger Sirup benötigt als Club-Soda. Der Sirup fließt dann langsam in das Glas. Dadurch sinkt der Druck in der Zuleitung langsam ab. Dadurch macht die Pumpe nur ab und zu einen Pumpenhub. Wenn die BIB-Box leer ist, wird an der Sirupzuleitung ein Vakuum erzeugt. Die Siruppumpe kann kein Vakuum verarbeiten, daher hört sie auf zu pumpen. Das Ergebnis ist, dass kein Sirup mehr gepumpt wird, sondern nur noch Sodawasser aus dem Wasserhahn kommt. Dadurch geht kein (wertvoller) Sirup verloren. Nach dem Anschließen einer neuen BIB-Box ist das Anzapfen wieder möglich. Über einen Schalter können zwei Boxen an 1 Pumpe angeschlossen werden. Tritt in der Zuleitung von der BIB-Box ein Unterdruck auf, schaltet der Transferschalter automatisch auf die andere Siruppackung um. Danach genügt es, den leeren BIB-Anzug durch einen vollen zu ersetzen. Sobald der andere BIB-Anzug leer ist, wechselt er automatisch zum neuen Anzug.
Einige Getränke enthalten kein Kohlendioxid. Dies ist in der Regel bei Fruchtsäften der Fall. Die von Vrumona (Pepsi) und Cola Cola Enterprise verwendeten Zapfsäulen sind nicht geeignet, um ein „flaches“ Getränk an 1 Zapfhahn (also ohne Kohlensäure im Wasser) zu zapfen.
Der Inhalt einer BIB-Packung reicht für die Zubereitung von einigen hundert Gläsern aus und ist damit für einen Gastronomieunternehmer wirtschaftlicher als das Arbeiten mit Flaschen (eine Packung mit 10 Liter Sirup ergibt 60 Liter Erfrischungsgetränk im Verhältnis 1 zu 5) .
Das Zapfen des Erfrischungsgetränks kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: - Zapfpistole - Zapfsäule mit 2, 3, 5 oder 6 Geschmacksrichtungen mit Löffelsteuerung (Glas zum Zapfen gegen einen Spatel drücken) - Zapfsäule mit 2 ... 6 Geschmacksrichtungen mit Daumentastensteuerung ( Glas unter dem Auslauf, Knopf drücken) - Dosiersäule mit 2 ... 6 Geschmacksrichtungen mit 3 Volumina (Glas unter dem Auslauf, für Volumen S, M oder L drücken, jede Aktion wird aufgezeichnet).