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Prebiotica
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Präbiotika sind unverdauliche Lebensmittelzutaten, die selektiv das Wachstum und/oder die Aktivität einer oder mehrerer Bakterienarten im Dickdarm und fördern dadurch die Gesundheit des Gastgebers.[1][2]

Die meisten Präbiotika sind Kohlenhydrate, aber die Definition schließt nicht aus, dass auch andere Stoffe als Präbiotika verwendet werden können. Theoretisch sogar a Antibiotikum, das auf eine Reihe von schädlichen Bakterienarten und würde daher keine schädlichen Bakterien fördern, als Präbiotikum wirken.

Die Definition konzentriert sich auch nicht auf eine bestimmte Bakteriengruppe. Es wird jedoch oft angenommen, dass ein Präbiotikum das Wachstum und/oder die Aktivität von Bifidobakterien und einer ausgewählten Gruppe hemmen kann Milchsäurebakterien fördern soll. Diesen Bakteriengruppen werden gesundheitliche Aspekte zugeschrieben.

Ein Produkt, das speziell Bifidobakterien wird auch als bifidogener Faktor bezeichnet. Einige Präbiotika können also gleichzeitig bifidogen sein, aber es handelt sich eigentlich um zwei verschiedene Konzepte.

Die Definition weist auch darauf hin, dass eine positive Wirkung erzielt werden kann durch Stoffwechsel in dem Darm verbessern. Das bedeutet, dass nicht eine bestimmte Bakteriengruppe stimuliert werden muss, sondern der Stoffwechsel der gesamten Darmflora in eine günstige Richtung gelenkt werden muss. In der Praxis läuft dies auf eine Stimulierung der Fermentation (Umwandlung) von Kohlenhydraten auf Kosten der Fermentation von Protein.

Durch die Fermentation von Kohlenhydraten entstehen neutrale oder gesunde Stoffe für Darm und Körper. Bei der Proteinfermentation entstehen dagegen hauptsächlich potenziell schädliche Stoffe.

Kommerzielle Präbiotika

Die meisten kommerziellen Präbiotika sind Oligosaccharide und Ballaststoffe. Die verwendeten Oligosaccharide stimulieren hauptsächlich den Kohlenhydratstoffwechsel und können daher die besten Wirkungen auf den Wirt haben. Allerdings haben längst nicht alle Oligosaccharide eine positive Wirkung. Um als Präbiotikum eingesetzt werden zu können, muss ein Produkt zunächst gründlich im Tierversuch und an Freiwilligen getestet werden.

Derzeit sind keine Oligosaccharide bekannt, die selektiv eine bestimmte Bakteriengruppe stimulieren würden. Obwohl einige Hersteller behaupten, dass ihr Produkt selektiv von Bifidobakterien oder Milchsäurebakterien fermentiert wird, sind alle in vitro-Untersuchungen (im Labor) wenn in vivoStudien (an Mensch oder Tier) zeigen, dass alle kommerziellen Oligosaccharide von einer größeren Anzahl von Bakterienarten verwendet werden. Die meisten Präbiotika haben jedoch zumindest eine stimulierende Wirkung auf die Menge an Bifidobakterien.

Wenn kommerzielle Präbiotika wirksam sind, und dafür gibt es viele Indikationen, dann wirken sie stoffwechselverändernd und noch nicht nachweislich durch selektive Stimulation.

Probiotika

Präbiotika sollten nicht verwechselt werden mit Probiotika, die lebende Organismen sind, die die gleiche Art von Wirkung erzeugen.

Quelle