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Prokop Oberthor (Prag, 1. Juli1872 - Dort, 8. Juni1958) war ein BohemienKomponist, Musikpädagoge, Militär Kapellmeister und Hornist.
Lebenszyklus
Oberthor studierte von 1885 bis 1891 Horn zum dann Prager Konservatorium, jetzt Státní konservatori hudby v Praze zu Prag bei unter anderem Josef Bohuslav Förster (Harmonie). Von 1892 bis 1894 war er Dirigent des kaiserlichen und königlichen Zivilkorps in Graz. Von 1894 bis 1910 war er Kapellmeister der Militärmusikkapelle des Infanterieregiments "Freiherr von Drathschmidt" Nr. 101 Zoll Zagreb, dann Agram genannt. Hier unterrichtete er am dortigen Konservatorium für Blasinstrumente und Harmonielehre. Das Regiment wurde später verlegt nach Bela Crkvac, dann Weißkirchen genannt. Bis 1914 war er Dirigent der Musikkapelle des Infanterieregiments Nr. 37 te Wien und von 1914 bis 1918 der Musikkapelle des Infanterieregiments Nr. 29.
Nach dem Erster Weltkrieg er wurde in die aufgenommen Tschechoslowakei Armee und wurde Dirigent der Militärmusikkapelle der Garnisonsmusik in áslav (Tschaslau). Anschließend wurde er Dirigent der Garnisonsmusik Prag Nr. IV. 1919 wechselte er als Dirigent zum Infanterieregiment Nr. 48 in Benesov (Beneschau). 1922 wurde er Angestellter des tschechoslowakischen Ministeriums für Nationale Verteidigung und von 1923 bis 1925 war er Kommandant der Militärmusikschule in Roudnice nad Labem (Raudnitz). Von 1925 bis 1936 war er Inspektor für Militärmusik in der Tschechoslowakei. Einen außerordentlichen Erfolg erzielte er mit einem tschechischen Militärorchester bei einem internationalen Wettbewerb der Militärorchester 1933 in Paris. 1936 ging er in den Ruhestand.
Als Komponist schrieb er mehrere Werke für Blasorchester.
Kompositionen
Arbeiten für eine Konzertband
- Andante Religioso, Koralle
- Belmond, Marsch (Marsch des Infanterieregiments Freiherr von Drathschmidt Nr. 101)
- eský pochod
- Das fidele Wien, Auswahl
- Fedrigonia
- Intermezzo Juanita
- letcům zdar
- Pochod 25. pluku (Od Zvolena do Lučence), März
- Pochod 45. pluku
- Pochod československé armády
- Pochod dělostřelců
- Pochod národních střelců
- Raz na raz
- Rej skřítků
- Schlacht bei Leipzig-Lindenau, März
- Slovensk pochod
- Zastaficko
Literaturverzeichnis
- Wolfgang Suppan, Armin Suppan: Das Neue Lexikon des Blasmusikwesens, 4. Auflage, Freiburg-Tiengen, Blasmusikverlag Schulz GmbH, 1994, ISBN 3-923058-07-1
- Laszlo Marosi: Két évszázad katonazenéje magyarországon, Budapesť, 1994.
- Emil Rameis: Die österreichische Militärmusik von ihren Anfängen bis zum Jahre 1918. Ergänzt u. Bärb. v.Eugen Brixel. - Tutzing 1976. 208 S., 4 Bl. abb. (Alta musica 2). ISBN 3-795-20174-8 ISBN 978-3-795-20174-6
- Fritz Ratner: Die bewaffnete Macht Österreichs-Ungarn 1618–1918 in ihren Märschen, Kierspe, 1983.
- Paul Frank, Burchard Bulling, Florian Noetzel, Helmut Rosner: Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon - Zweiter Teil: Ergänzungen und Erweiterungen seit 1937, 15. Aufl., Wilhelmshaven: Heinrichshofen, Band 1: A-K. 1974. ISBN 3-7959-0083-2; Band 2: L-Z. 1976. ISBN 3-7959-0087-5
- eský slovensky hudební slovník osob a institucíPrag: Statni Hudebni Vydavatelstvi, 1963-1965.
- Osmdesát let Prokopa Oberthora in: Hudebni rozhledy 5, 1952, č. 11, s. 30.
- Joseph Damanski: Die Militär-Kapellmeister Österreich-Ungarns - Illustriertes biographisches Lexikon, Leipzig: Paltur, 1904, 144 S.
- Miroslav Blaha: Povídání o vojenských hudbach, nepublikovaný rukopis, 152a–152b.