WikiDer > Puerilismus
Der Holländer Philosoph und HistorikerJohan Huizinga prägte den Begriff Puerilismus Kindlichkeit und Bosheit in der Politik zu bezeichnen. Huizinga verwendet das Wort zum ersten Mal in seinem Buch "In the Shadows of Tomorrow".[1] Im Buch "schwule ludens" (Der spielende Mann), veröffentlicht in 1938, erläuterte Huizinga die Idee und erklärte, dass alles, was wir Menschen zusammen tun, ein Spiel ist.
Laut Huizinga ist das Spiel ernst und die Einsätze können hoch sein, aber der Spielcharakter bleibt.
Huizinga nannte die fanatische Form des Partyismus, die er in den 1930er Jahren sah, Puerilismus, nach der Latein Wort "puer" dat Junge meint. Er beschuldigte die Faschisten und der Nazi-es ist, dass sie eine politische ist Pfadfinder Waren. Huizinga erwähnte den Spielinhalt im "zeitgenössischen sozialen Leben im Allgemeinen", um den es ging 1937, einschließlich politischer Lebensspiele, die mehr oder weniger bewusst eingesetzt werden, um "einen sozialen oder politischen Zweck zu erfüllen". Dabei handelt es sich laut Huizinga nicht um das ewige Spielelement der Kultur, sondern um das Foulspiel, seiner Ansicht nach war die Rede von der Verbreitung des Puerilismus, ein Wort, das Kindlichkeit und Bosheit in einem Begriff zusammenfasst. Kindlichkeit und Spiel sind nicht dasselbe.[2]
Ganze Bereiche der öffentlichen Meinung seien damals, so schrieb Huizinga, von "dem Temperament der heranwachsenden Jungen und der Weisheit des Jungenklubs" geprägt. Huizinga hingegen lobte den Humor in der englischen politischen Debatte.
Er zählte zu dem von ihm verurteilten Puerilismus
- das leicht befriedigte, aber nie gestillte Bedürfnis nach banaler Zerstreuung, das Verlangen nach grober Sensation, die Lust auf Massenentfaltung. Auf einer etwas tieferen Ebene der lebendige Clubgeist mit dem Festhalten an sichtbaren Unterscheidungszeichen, förmlichen Handgesten, Erkennungs- und Ansagegeräuschen (Rufe, Schreie, Grußformeln), Marschieren im Marschpass und Marschreihenfolge usw. Eine Reihe von Merkmalen die psychologisch tiefer verwurzelt sind als die genannten, und die sich auch am besten unter dem Begriff Puerilismus verstehen lassen, sind die Humorlosigkeit, die Worterwärmung, die weitreichende Reizbarkeit und Intoleranz gegenüber Nichtgruppenmitgliedern, die immense Übertreibung in Lob und Tadel, die Zugänglichkeit zu jeder Illusion, die Selbstliebe oder Professionalität schmeichelt. Viele dieser kindlichen Eigenschaften sind auch in früheren Zivilisationen reichlich vertreten[3], aber nie in der Massivität und mit der Brutalität, mit der sie sich heute im öffentlichen Leben verbreiten. Hier ist nicht der Ort für eine eingehende Untersuchung der Ursachen und des Wachstums dieses kulturellen Phänomens. Zu den Faktoren, die dazu beitragen, gehören jedenfalls der Eintritt der halbgebildeten Massen in den geistlichen Verkehr, das Nachlassen der moralischen Standards und die übermäßige Leitfähigkeit, die Technologie und Organisation der Gesellschaft verliehen haben. Die jugendliche Denkweise, ungezügelt von Bildung, Form und Tradition, versucht in allen Bereichen die Oberhand zu gewinnen, und das gelingt nur zu gut. Ganze Sphären der öffentlichen Meinung werden vom Temperament heranwachsender Knaben und der Weisheit des Knabenclubs beherrscht.[4]
Der Groninger Hispanist Gerardus Johannes Geers wies auf Züge des Puerilismus in der Barock Gesellschaften, insbesondere in Spanien.[Quelle?]
Nüsse
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