WikiDer > Rafting-Tester
EIN Ausfranstester ist ein Messgerät, mit dem Verschleiß (Ausfransen) von Asphalt kann im Labor gemessen werden. Im Fray-Tester wird eine Asphaltplatte in kurzer Zeit durch eine verdrehende Radlast stark belastet, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen Ausfransen zu ermitteln. In den Niederlanden verwendete Methoden sind der Aachener-Ravelling-Tester (ARTe[1]), entwickelt von der Universität Aachen und der Rotating Surface Abrasion Test (RSAT[2]), entwickelt von Breijn (Heijmans).
Zweck des Fray-Tests
Die Untersuchung mit einem Fray-Tester ermöglicht eine qualitative Unterscheidung von Asphaltmischungen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für Ausfransen; eine quantitative Analyse ist bisher leider nicht möglich.[3] Das Wesen eines Fray-Tests besteht darin, dass auf das zu prüfende Material eine Torsionsspannung ausgeübt wird. Diese Torsionsspannung stellt die Belastungen dar, die auf die Straßenoberfläche durch das Beschleunigen, Bremsen und Lenken eines Fahrzeugs und die Haftung des Reifens auf der Straßenoberfläche ausgeübt werden. Im Versuchsaufbau wird die Belastung von mehreren Jahren in wenigen Stunden simuliert.
Rafting-Tests werden hauptsächlich an (zweischichtig) ZOAB und SMA. Neben Proben mit Neumaterial können auch künstlich gealterte Proben getestet werden. Dazu kommen verschiedene Alterungstechniken im Labor zum Einsatz. Nicht alle Einflussfaktoren, die auch in der Praxis vorkommen, können im Labor berücksichtigt werden (wie z UV-Lichtund Leckageflüssigkeiten), aber es kann gefolgert werden, dass das künstliche Alterungsverfahren dem praktischen Altern einigermaßen ähnlich ist.
Bedienung des Fray-Tests
Beim ARTe und beim RSAT wird die Torsionsspannung auf das Material dadurch erzeugt, dass die Probe in der horizontalen Ebene bewegt wird, während sie von oben durch ein Band belastet wird. In beiden Tests wird die Abriebfestigkeit durch die Bestimmung der Grammzahl des Steinverlustes aus dem Teststück bestimmt. Dies erfolgt durch Wiegen der Teststücke vor und nach dem Test.
Unterschiede zwischen den verschiedenen Methoden
- Steinverlustmessung: Im RSAT wird der Massenverlust kontinuierlich gemessen; bei der ARTe dreimal: zu Beginn, zur Hälfte und am Ende der Prüfung. Durch die kontinuierlichen Messungen im RSAT lässt sich die Zunahme des Steinverlustes pro Zeiteinheit feststellen; dies erlaubt Aussagen über die zeitliche Entwicklung des Ausfransens und es ist möglich, die anfänglichen Effekte des Versuchs von der Langzeitresistenz zu entkoppeln.
- Plattenoberflächenstruktur: Beim ARTe wird die Textur der Oberfläche vor der Prüfung mit präzisen Lasermessungen erfasst. Dies geschieht auch nach dem Test. Durch den Vergleich der Ausgangs- und Endsituation der Asphaltdecke kann eine Aussage über die Gefügeänderung durch den Steinverlust getroffen werden.
- Anwendung auf Bohrkerne: Neben der Anwendung auf eine im Labor hergestellte Probe kann die RSAT auch an Bohrkernen durchgeführt werden, die nicht im Weg sind. Damit lässt sich untersuchen, inwieweit die Prüfergebnisse an Material, das Walzer und Streumaschine angepasst an das im Labor hergestellte Material. Auch tatsächlich durch Verkehr belastetes Material kann auf die zu diesem Zeitpunkt gültige Abriebfestigkeit geprüft werden.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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