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Rainer Barzel
Rainer Barzel

Rainer Candidus Barzel (Braunsberg, Ostpreußen, 20. Juni1924 - München, 26. August2006) war ein DeutschePolitiker für die CDU.

Jugend

Barzels Vater war Gymnasiallehrer. Er wuchs in Berlin auf und war in einer römisch-katholischen Jugendbewegung aktiv. Während des Zweiten Weltkriegs war er Leutnant in der Marinefliegerei. Nach dem Krieg studierte er Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. 1949 war er Abgeordneter der CDU aus Nordrhein-Westfalen beim Wirtschaftsrat in Frankfurt und später arbeitete er in Bonn im Staatsdienst. 1956 erhielt er eine führende Position in der CDU in Nordrhein-Westfalen.[1]

Werdegang

Barzel hatte eine lange politische Karriere. Er war von 1957 bis 1987 Mitglied der WestdeutscheBundestag und bekleidete während dieser Zeit verschiedene politische Positionen.

  • 1962-1963 war er im fünften Kabinett Adenauer Minister für West-/Ostdeutsche Angelegenheiten (Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen).
  • Von 1964 bis 1973 war er Vorsitzender der CDU/CSU im Bundestag.
  • Von 1971 bis 1973 Präsident der CDU.
  • 1982-1983 war er im ersten Kabinett Kohl Minister für innerdeutsche Beziehungen (Bundesminister für Innerdeutsche Beziehungen).
  • 1983-1984 war er der achte Präsident des Bundestages.

Barzel hat mehrmals versucht, so zu sein Kanzler gewählt werden. 1966, nach dem Rücktritt des Bundeskanzlers Ludwig Erhard, verlor er den Kampf innerhalb der CDU als Kanzlerkandidat gegen die Erfahreneren Kurt Georg Kiesinger. 1972 stellte die CDU einen Antrag auf Kanzlerwahl Willy Brandt Stimme für Barzel ab. Barzel verlor diese Stimme mit minimalem Unterschied. Ein Jahr später übergab er den Parteivorsitz an Helmut Kohli und der Fraktionsvorsitz Karl Carstens.

Bei der Untersuchung der Flick-Affäre Barzel wurde vorgeworfen, für diese Überweisung an Kohl 1,7 Millionen Mark vom Flick-Konzern erhalten zu haben. Der heutige Bundestagspräsident Barzel bestritt die Vorwürfe weiter, trat aber 1987 zurück, weil er dem Druck nicht mehr standhalten konnte.

Politik

Barzel begann seine politische Karriere als Antikommunist. Dennoch hatte er mehr Affinität zur linken CDU und war als Pragmatiker bekannt. Er wurde hauptsächlich von ihrer Schwesterpartei, der bayerischen CSU, abgelehnt. Auch versuchte er, das christliche Element der CDU stärker in den Vordergrund zu stellen, scheiterte aber.

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