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Es Ramelsloher Hähnchen oder kurz Ramelsloher ist eine seit 1870 bekannte norddeutsche Hühnerrasse, die ihren Ursprung im Dorf Ramelsloh bei . hat Hamburg.
Geschichte
Die Rasse ist eine Kreation des Hamburger Reeders Wichtmann, von der Kreuzung vom heimischen Vierländer Landgeflügel mit spanischen Sorten – auch weiß Andalusier - und Cochins. Das Ergebnis war ein weißes Huhn mit guten Fleisch- und Legeeigenschaften, das in der deutschen Literatur um 1900 sehr empfohlen wurde. Die Rasse wurde erstmals 1874 ausgestellt. Die früher oft genannte gelbe Sorte war ausgestorben und wurde um 1985 zurückgezüchtet.
Die historische Züchtung sogenannter Hamburger Stubenküken, für die meist die Ramelsloher verwendet wurden. In den Wintermonaten wurden in den Küchen Bruthennen gehalten und die Küken unter speziellen Bänken oder in Körben mit Fisch und eiweißreichem Futter gemästet. Die Stubenküken wurden traditionell als Osteressen gegessen.[1]
Eigenschaften
Es gibt zwei Farbvarianten, weiß und gelb. Charakteristisch sind die schieferblauen Beine, die dunklen Schnäbel und die weißen Zehennägel. Die Einstellung ist mittel bis hoch. Außergewöhnlich ist die dunkle Farbe der Augen und Augenlider. Die Gewichtszunahme in den ersten Monaten ist stark. Die erwachsenen Hähne wiegen zwischen 2,5 und 3 kg, die Hennen zwischen 2 und 2,5 kg. Die Hennen legen ca. 170 weiße bis cremefarbene Eier.[2]
Auffallend, besonders bei den weißen Hennen, ist die ausgeprägte Zahmheit. Dies lässt sich vermutlich auf seine ursprüngliche Nutzung als Stubenküken in unmittelbarer Nähe von Menschen zurückführen.
Fachverein und Züchterkreis
Die Rasse wird in Deutschland innerhalb der Sonderverein zum Erhalt der Ramelsloher Hühner versorgt. Außerdem gibt es noch ein weiteres Züchterkreis gegründet für die seltene gelbe Farbsorte.
Externe Links
- Website des German Specialty Club, aufgerufen am 23. Dezember 2015
- Zuchtkreis für gelbe Ramelsloher Hühner im Rahmen der ''Initiative zur Erhaltung alter Geflügelrassen'', einberufen am 23. Dezember 2015
Verweise
- ↑(das) August Karl Eduard Baldamus und Otto Grünhaldt: Das Haus- und Nutzgeflügel ...: Ein praktischer Ratgeber für den ländlichen Geflügelhalter, G. Schönfeld, 1903, Pag. 91
- ↑(das) Porträt der Rasse auf der Internetseite der Vielfältige Initiative zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen, zurückgerufen am 23. Dezember 2015