WikiDer > Reider Ae
Das Reider Ae oder Reider Ee war als Fortsetzung der Westerwoldse Aa der Hauptstrom in Reiderland (Nordost-Groningen). Die Reider Ae bogen dort, wo die Strömung Westerwoldse Aa im (damals viel kleiner) Dollar entlädt sich nach Nordwesten und erreicht die Strömung Punkt von Reide das ems.
Der Name Reider Ae taucht erst im frühen 17. Jahrhundert auf; ältere Dokumente sprechen nur von Ae oder Ee. Eine Karte von 1616/17 besagt, dass sich dieser Name auf die Sole A geht, wer hier als de Olde Pekel A alias Reijder A bezeichnet ist.[1] Auch der Rensel wird 1559 sein dass Rhydt erwähnt. Die ehemalige Route des Westerwoldse Aa in Blijham war im 17. Jahrhundert bekannt als Olde Ae oder Alte Recker Aa.
Die Reider Ae teilte das Reiderland in zwei Teile. Noch vor dem ersten Durchbruch des Dollard wurde Reiderland administrativ geteilt und das Gebiet östlich der Reider Ae fiel auf Ostfriesland. Durch welches Recht Reiderland geteilt wurde, ist nicht beschrieben und bleibt unbekannt. Die Situation war da 1427 schon eine Tatsache. Es kann an den vorherrschenden Streitigkeiten der Schieringer und fette Käufer zu Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts. In einer gefälschten Urkunde aus dem 16. Jahrhundert, datiert 1454, wird die Reider Ae später als Grenze der Grafschaft Ostfriesland erwähnt.
Auch nach dem Durchbruch des Dollard hatte die Reider Ae einen recht stabilen Kurs, bis sie sich Anfang des 18. Jahrhunderts nach Nordwesten zu verschieben begann. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Reider Ae immer die (nationale) Grenze zwischen Die Niederlande und Deutschland gewesen. Die sprunghafte Verschiebung des Flusses hat zu wiederholten Konflikten geführt und wurde nie zufriedenstellend und zur vollen Zufriedenheit beider Länder gelöst. Heute wird der Name Reider Ae kaum noch verwendet. Stattdessen wird für den Bach im Dollard-Gebiet der Name Westerwoldse Aa oder Buiten Aa verwendet.
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