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Rixt (dichteres)
Hendrika van Dorssen
Rixt
Allgemeine Information
Vollständiger NameHendrika Akke van Dorssen
Pseudonym(e)Rixt
Geboren27. September1887
GeburtsortGro, Friesland
Verstorben31. Januar1979
Ort des TodesColmschate, Overijssel
Arbeit
AuszeichnungenGysbert Japicxpriis 1953
dbnl-Profil
Portal  Portalsymbol  Literatur

Rixt, Pseudonym von Hendrika Akke van Dorssen (Gro, 27. September1887 - Colmschate, 31. Januar1979) war ein niederländischer Dichter, der Friesisch veröffentlicht. Ihr uvre ist zwar klein, hat aber dennoch großen Einfluss auf den friesischen Sprachraum.

Lebenszyklus

Nach ihrer Grundschulzeit in Grouw besuchte Rixt die MädchenHBS im Leeuwarden. Danach machte sie eine Ausbildung zur Lehrerin, stand aber nie vor einer Klasse. Sie erwarb ein Zertifikat für Gemeindeverwaltung, arbeitete von 1917 bis 1919 im Gemeindesekretariat Sneek und dann bis zu ihrer Pensionierung bei der Gemeinde Deventer, wo sie es zur amtierenden Stadtschreiberin schaffte.

In ihrer Jugend kämpfte Rixt lange mit Tuberkulose, zwang sie mehrmals in Spas zu bleiben. Im Sanatorium in Brunnen sie lernte den jungen Dichter J. Philip van Goethem kennen, unter dessen Einfluss sie begann, auf Niederländisch zu schreiben. Ihre ersten Verse wurden 1913 in der Zeitschrift veröffentlicht Die Niederlande (die damals noch eine respektable Zeitschrift war). Im davos Rixt freundete sich mit anderen Patienten aus Friesland an, mit denen sie gemeinsam friesische Gedichte las, u.a. von Piter Jelles und Obe Postma. Dies inspirierte sie, Gedichte in ihrer Muttersprache zu schreiben. vom Dichter Jan Jelles Hof, der Rixts Verse durch einen gemeinsamen Freund gesehen hatte, wurde Rixt ermutigt, sie zu senden Onno Harmens Sytstraße. Dies führte 1913 zur ersten Veröffentlichung ihrer friesischen Verse in Forjit mein Netz, das Magazin der Selskip foar Fryske Sprach- und Schreibkenntnisse.

Weitere Veröffentlichungen folgten in Es sjongende Fryslân (1917) und Das neue Murmeln (1922), Anthologien zusammengestellt von Douwe Kalma, die Rixt für ihren Mut lobte, im damals introvertierten Friesland persönliche Liebesgedichte zu veröffentlichen. Kalmas begeisterte Kritiken begründeten sofort Rixts Namen als Dichterin, die aus dem Herzen sprach. Ihre Poesie kündigte eine neue Dichtkunst an, die in der sogenannten Jungfriesenzeit in der friesischen Literatur aufblühen sollte. Damit stellte sich eine neue Generation von Schriftstellern gegen die ihrer Ansicht nach provinzielle und sterile Volksschrift von Leuten wie . Waling Dykstra. Sie befürworteten stattdessen, wie die achtziger Jahre im niederländischen Sprachraum eine ästhetischere und persönlichere literarische Kunst. Dies sollte dem Friesischen einen Platz unter anderen nationalen Literaturen verschaffen und eine Brücke zwischen Skandinavien und England schlagen.

Rixts einzige Sammlung, in der fast alle ihre Arbeiten zusammengetragen wurden, ist Der goldene Reiter (1952), das sie bereits mit Mitte 60 veröffentlichte. Es ist leicht, die Entwicklung der erotischen Lyrik von ihren frühen Jahren bis zur reifen Weisheit einer älteren Frau zu verfolgen. Ihre späteren Gedichte sind weniger spontan als ihr Frühwerk und enthalten auch Elemente des Zweifels, der Resignation und der Ironie. Vor dem Der goldene Reiter Rixt wurde 1953 de Gysbert Japicxpriis ausgezeichnet, der höchste friesische Literaturpreis. Dies geschah jedoch nicht ohne Proteste, denn insbesondere ihre frühen Gedichte wurden aufgrund ihrer Sensibilität und Aufrichtigkeit von einigen als unmoralisch angesehen.

Obwohl ihr Oeuvre klein ist, nimmt Rixt dennoch einen wichtigen Platz in der friesischen Literatur ein. Sie blieb in allen Belangen des Alters involviert und gab "Große Dame der Fryske Poëzy", wie sie manchmal genannt wurde, glänzt bei manchen literarischen Versammlungen durch ihre bloße Anwesenheit. Rixt starb am 31. Januar 1979 im Alter von 91 Jahren in Colmschate, einem ehemaligen Dorf in der Nähe von Deventer. Ein Jahr später benannte die Gemeinde Leeuwarden eine Straße nach ihr, de Rixtwei.

Arbeit

  • 1952: Der goldene Reiter (Gedichte) (Nachdruck 1953, 1954 und 1977)
  • 1979: Rixt Fortelt, drei Oantinks (Erinnerungen, Anhang zur Monatszeitschrift maand Der Strikel)