WikiDer > Robby Müller
Robert (Robby) Müller (Willemstad (Curacao), 4. April1940 – Amsterdam, 3. Juli2018) war ein NiederländischKameramann.[1] Bekannt geworden ist er als Kameramann für Wim Wenders und er arbeitete mit Jim Jarmusch, Lars von Trier und Steve McQueen.[2]
Müller wurde als Sohn eines Amateurfilmers geboren, der für eine Ölgesellschaft arbeitete. 1953 zog die Familie in die Niederlande, wo Müller in Den Haag es Gymnasium Folge dem.[3]
Von 1962 bis 1964 studierte er Kamera und Schnitt an der Niederländische Filmakademie (NFA) in Amsterdam. Hier hat er unter anderem gelernt Pim de la Parra, Nikolai van der Heyde und Frans Weisz kennt. Danach ging er nach Deutschland (ab 1969 bei Wim Wenders), worauf eine internationale Karriere folgte.
Er hat dreimal gewonnen Deutscher Filmpreis in Gold, und einmal die Bayrischer Filmpreis. Für seine Kameraarbeit in Paris, Texas wurde er 1984 der Goldene Kamera ausgezeichnet. 1988 war er Mitglied der Jury der Filmfestspiele von Cannes. 1997 gewann er für Die Wellen brechen von Lars von Trier das Nationale Gesellschaft der Filmkritiker Preis für die beste Kamera.[4] 2007 erhielt er den Kulturpreis Goldenes Kalb.
2006 wurde Müller auf die Kamerabild Festival in Polen für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.[5]Im Jahr 2009 wurde die Bert Haanstra Oeuvre-Preis verliehen, ein Preis, der bis dahin nur an Regisseure ging Am 10. Februar 2013 wurde Müller verliehen Hollywood durch Die American Society of Cinematographers (ASC) mit dem International Achievement Award 2012 ausgezeichnet. Müller würde den Preis an diesem Abend von Nastassja Kinski und Direktor Steve McQueenkonnte aber krankheitsbedingt nicht teilnehmen.[6] Aus den Händen seines regulären Kameraassistenten Pim Tjujerman Müller erhielt den Preis noch am 17. März 2013 in EYE Film Institute Niederlande zu Amsterdam, diesmal organisiert von Die Niederländische Gesellschaft für Kameraleute (NSC).
2016 veranstaltete das Filmmuseum Eye eine Retrospektive mit dem Titel Meister des Lichts
Der Film ging am 4. September 2018 Das Licht leben - Robby Müller bei den Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt. Dieser Dokumentarfilm von Claire Pijman ist ein visueller Essay über das Leben und Werk von Müller. Pijman erhielt vor einigen Jahren Zugang zu seinem persönlichen Archiv und hat es poetisch mit seiner beruflichen Arbeit vermischt. Am 4. Oktober 2019 wird der Dokumentarfilm [7] beim Netherlands Film Festival 2019 mit dem Goldenen Kalb für den besten langen Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Wissenswert
- Ein Zitat von Müller: "Man muss filmen, wie eine Katze auf den Tisch springt: mit gerade genug Aufwand."[8]
- Müller ist nicht für einen persönlichen Stil bekannt; in jedem Film machte er eine Improvisation mit Licht und Bewegung.[8]
- Hoyte van Hoytema war Auszubildender bei Müller.[8]
- Müller litt an Aphasie.[8]
Filmografie (Auswahl)
- 1969 - Jonathan (Hans W. Geissendorfer)
- 1970 - Sommer in der Stadt (Wim Wenders)
- 1972 - Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (Wim Wenders)
- 1976 - Im Lauf der Zeit (Wim Wenders)
- 1976- Die Wildente (Hans W. Geissendorfer)
- 1977 - Die Linkshänderin (Peter Handke)
- 1977 - Der amerikanische Freund (Wim Wenders)
- 1978 - Geheimnisse (Paul de Lussanet)
- 1979 - Aufzeichnung (Erik van Zuylen und Marja Kok)
- 1982 - Ein schwüler Sommerabend (Französisch Weisz)
- 1984 - Paris, Texas (Wim Wenders)
- 1984 - Repo-Mann (Alex Cox)
- 1985 - In LA leben und sterben. (William Friedkin)
- 1986 - Unten per Gesetz (Jim Jarmusch)
- 1987 - Die Gläubigen (John Schlesinger)
- 1987 - Barfly (Barbara Schröder)
- 1991 - Bis ans Ende der Welt (Wim Wenders)
- 1993 - Mad Dog und Ruhm and (John McNaughton)
- 1995 - Höchste Zeit (Frans Weisz)
- 1995 - Toter Mann (Jim Jarmusch)
- 1996 - Die Wellen brechen (Lars von Trier)
- 1999 - Buena Vista Social Club (Wim Wenders)
- 1999 - Ghost Dog: Der Weg der Samurai (Jim Jarmusch)
- 2000 - Tänzer im Dunkeln (Lars von Trier)
- 2002 - Twenty Four Hour Party People (Michael Winterbottom)
- 2003 - Kaffee und Zigaretten (Jim Jarmusch)
Externer Link
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise Dieser Artikel oder eine frühere Version ist eine (Teil-)Übersetzung des Artikels Robby Müller auf der deutschsprachigen Wikipedia, die unter der Creative Commons Namensnennung/Weitergabe unter gleichen Bedingungen Stürze. Siehe die Verlauf bearbeiten Dort.
|