WikiDer > Ruud Meischke

Ruud Meischke
Rudolph Meischke.jpg

Ruud Meischke (Rotterdam, 13. Mai1923 - Dorn, (Utrechter Bergrücken), 23. Dezember2010) war ein Niederländisch Ingenieur, Professor und Naturschützer.

Lebenszyklus

Rudolph (Ruud) Meischke war ein Sohn des Rotterdamer Architekten Coenraad Meischke, der nach der Zweiter Weltkrieg die Sint-Laurenskerk in Rotterdam wurde restauriert. Ruud absolvierte sein Ingenieur- und Architekturstudium in Delft, und interessierte sich vor allem für das Studium der historischen Architektur.

1953 wurde er erster Direktor des neuen Städtischen Denkmalpflegeamtes (BMZ) der Amsterdam. In dieser Position wurde er 1958 von seinem engsten Mitarbeiter abgelöst Henk Zantkuijl während er selbst ein noch breiteres Betätigungsfeld erschloss, als Restaurierungsdirektor an der Nationales Amt für Denkmalpflege, dann basiert in Amersfoort.

In beiden Positionen war er ein Pionier bei der Erhaltung und Restaurierung zahlreicher historischer Gebäude, als diese massenhaft zu verschwinden drohten und die Stadtverwaltung in Amsterdam den Totalabriss der Innenstadt befürwortete, um sie durch ein Geschäft zu ersetzen Center. Um eine andere Sichtweise zu fördern, arbeitete Meischke eng mit Geurt Brinkgreve (1917–2005), Gründer der Verein der Freunde des Stadtzentrums von Amsterdam.

Von der immer größer werdenden Bürokratie nicht so begeistert, ging Meischke 1972 als Direktor des Rijksdienstes in den Ruhestand und widmete sich fortan ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung. 1985 wurde er auch nebenamtlicher Professor für Architekturgeschichte an der Universität Leiden. 1988 ging er in den Ruhestand.

Auch nach seiner Pensionierung vertiefte er sich in die Architekturgeschichte und publizierte ausführlich darüber. Die Erforschung der niederländischen Architektur bildete den Leitgedanken seiner Tätigkeit. Die Pflege des baulichen Erbes war untrennbar mit der Forschung verbunden.

Genauer gesagt studierte er drei Hauptfächer.

Die Organisation der spätmittelalterlichen Baufirma.
Ihn interessierte die Vergrößerung des mittelalterlichen Bauunternehmens. Es entstanden große gewerbliche Baufirmen. Er hat zum Beispiel das Netzwerk der Baumeisterfamilie studiert Keldermans.
Die Architektur der großen sozialen Einrichtungen.
Er studierte die Amsterdamer Waisenhäuser und ähnliche soziale Einrichtungen. Er veröffentlichte Studien über die Amsterdam Burger Waisenhaus (1975) und darüber Mädchenhaus Mai (1980).
Die Geschichte des niederländischen Hauses.
Die Erforschung der Geschichte des Hauses war verbunden mit der praktischen Sanierungsarbeit der Gebäude im historischen Stadtkern. Zusammen mit Zantkuijl war er der Förderer der „Baugeschichte“ der Häuser, in der nicht die Schriften, sondern das Gebäude selbst seine Geschichte offenbart. Die Ziegel unterschiedlicher Art und Größe, das Mauerwerk, die Holzkonstruktionen, die Dachkonstruktionen, die Haustypen wurden in ihrer Verwendung und ihrer Entwicklung analysiert. Eine erste Synthese aus all dem fassten die beiden Forscher 1969 in Das Holländische Haus. Ihre Vision entwickelte sich und kam zu neuen Erkenntnissen, die sich in der vierteiligen Serie widerspiegelten Häuser in den Niederlanden (1993-2000), herausgegeben von der Verein Hendrick de Keyser.

Andere Aktivitäten

Meischke war unter anderem:

  • Vorstandsmitglied der Königlich Niederländischen Antiquitätenvereinigung,
  • Herausgeber des Bulletins der Archäologischen Gesellschaft,
  • Vorstandsmitglied der Hendrick de Keyser Association,
  • aktiver Verbreiter seiner Ideen und Erkenntnisse durch Vorträge, Vorträge und insbesondere Publikationen.

Veröffentlichungen

Meischke hat mehr als 175 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Sie sind eine bedeutende und bleibende Inspiration für Denkmalpfleger, politische Entscheidungsträger, Architekten, Restauratoren und Eigentümer.

  • Seine erste Veröffentlichung war eine Zusammenarbeit an dem Buch seines Lehrers Mark Daniel Ozinga (1902-1968), Gotische Kirchenarchitektur, Rijksdienst voor de Monumentenzorg, Zeist, Publisher Contact, Amsterdam, 1953.
  • Architektonisches Design in den Niederlanden im späten Mittelalter und im 16. Jahrhundert, in: KNOB-Bulletin, 1952.
  • Die niederländische Heimat von 1300-1800: 50 Jahre Hendrick de Keyser Association, mit Rekonstruktionszeichnungen von H.J. Zantkuijl, Haarlem, 1969.
  • Ziviles Waisenhaus, Den Haag - Zeist, 1975.
  • Vlaardingen auf einen Blick, Vlaardingen, 1976.
  • Der RC Maagdenhuis, die Heimat dieser Institution und des St. Elisabeth Asylums, Den Haag - Zeist, 1980.
  • Der Schornstein drinnen und auf dem Dach, Antrittsrede, Leiden, 1986.
  • Das ruhige Ende einer geschäftigen Restaurationszeit, in: Jahrbuch Monumentenzorg 1995. Denkmäler und Kriegszeiten, 1995.
  • Häuser in den Niederlanden. Architekturhistorische Erkundungen anhand des Wohneigentums der Hendrick de Keyser Association, Waanders, Zwolle, Teil I, 1993 - Teil II, 1995 - Teil III, 1997 - Teil IV, 2000.

Tribut

Literatur

  • Walther SCHOONENBERG, In Gedenken an Ruud Meischke, in: Innenstadt, März 2011.
  • Koen A. OTTENHEYM, In Gedenken an Prof. Dr. ir. R. Meischke, in: Bulletin of the Royal Dutch Antiquities Association, 2010, DOI:10.7480/knob.110.2011.1.
  • Koen A. OTTENHEYM, Lebensgeschichte Ruud Meischke, in: Bulletin der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften.
  • Tod des ehemaligen Vorstandsmitglieds R. Meischke, Hendrik De Keyzer Association, 23. Dezember 2010.

Externer Link