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Firma Schunck | ||||
Der Glaspalast | ||||
| Einrichtung | 1874 | |||
| Gründer(n) | Arnold Schunck | |||
| Stornierung | 1995 | |||
| Ursache Ende | Übernahme durch Berden | |||
| Hauptquartier | Heerlen, Die Niederlande | |||
| Sektor | Verkauf | |||
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Schunck ist ein ehemaliges Mode- und Kaufhaus in Heerlen und Geleen. Es ist auch der Name einer Reihe von Gebäuden, in denen die Firma Schunck untergebracht war, von denen das bekannteste das Glaspalast ist, dass durch die Union Internationaler Architekten wurde als eines der tausend einflussreichsten Gebäude des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet. Auftraggeber für das Glaspaleis war der Eigentümer Peter Schunck.
Das Unternehmen Schunck wuchs von einer kleinen Weberei zum größten Kaufhaus in Heerlen und blieb bis zum Verkauf an Berden 1995 weitgehend im Besitz der Familie Arnold Schunck und seiner Nachkommen.
Heute ist es ein Kulturzentrum mit einem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, einem Architekturinstitut, einer Musik- und Tanzschule und einer Bibliothek unter dem Namen SCHUNCK. Das SCHUNCK Museum beherbergt die Kunstsammlung Heerlen.
Geschichte
Arnold Schunck (Kette, 11. Februar1842 - Heerlen, 15. Oktober1905), erlernte das Weberhandwerk in Aachen und dann eine Weberei gründen Hauset die jedoch nicht mit den mechanisierten Webereien in Eupen und Aachen konkurrieren konnte. Deshalb gründete Schunck 1874 in Heerlen eine kleine Handweberei, die nach wenigen Jahren um ein Textilgeschäft und eine Drogerie erweitert wurde. Der Laden wurde zunächst von seiner Frau Anna Maria Küppers geführt. Die Zielgruppe bestand hauptsächlich aus Bergleuten, an die sie sehr robuste Stoffe für Arbeitskleidung und später auch komplette Kleidungsstücke verkaufte, was damals noch ungewöhnlich war. Der Erfolg des Ladens ist unter anderem auf seine zentrale Lage zurückzuführen. Heerlen hatte damals nur etwa 5.000 Einwohner, aber ein großes Einzugsgebiet, das zunehmend industrialisiert wurde.
Peter Schunck (Hauset, 31. Oktober1873 - Heerlen, 13. Juli1960), der nach dem Tod des Vaters zusammen mit seiner Mutter den Betrieb aufnahm, kaufte um 1908 drei Busse, mit denen er mehrmals täglich zu festen Zeiten die umliegenden Dörfer passieren ließ, um die Einwohner kostenlos ins Departement Heerlen zu transportieren Geschäft. Damit hat er so ziemlich das erste öffentliche Nahverkehrssystem in Heerlen aufgebaut.
Ende der 1920er Jahre florierte das Geschäft und Peter Schunck verließ den Architekten Frits Peutz es Glaspalast Entwürfe, ein 27 Meter hohes Gebäude im Stil von Bauhaus, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1935 weithin bekannt wurde.
Den größten Boom erreichte das Unternehmen Anfang der 1960er Jahre, als insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter in mehreren Warenhäusern beschäftigt waren. Durch die Bergwerksschließungen ab Ende der 1960er Jahre setzte jedoch der Niedergang ein, da ein Teil der kaufkraftstarken Bevölkerung verloren ging. Auch die Einführung der MwSt. und die Verkürzung der Öffnungszeiten an Samstagen wirkte sich negativ aus. Aus finanzieller Not wurden Geschäfte an die Konkurrenz verkauft, dem konnte sich auch das Glaspaleis nicht entziehen.
unten Christine Schunck (1907), Tochter von Peter Schunck, beschränkte sich das Unternehmen wieder auf Textilien und Wohnen. 1972 kaufte sie alle ausstehenden Aktien zurück und wandelte das Unternehmen in eine BV. 1995 stellte sich jedoch heraus, dass niemand in der Familie die Nachfolge von Christine antreten wollte, und das Unternehmen wurde von Berden übernommen. Dies führte das Unternehmen bis 2006 unter dem Namen Berden-Schunck, woraufhin der Markenname Schunck endgültig von der Bildfläche verschwand.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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