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Albert (Sally) Berg (Warburg (Westfalen), 1857 - 18. Juni1924) war ein Jude aus Deutschland kaufmännischer Angestellter und Couturier[1].
Sally Berg ging rein 1873 arbeiten bei Hirsch in Brüssel. Mit Sylvain Kahn (1857-1929), der mit dem Einkauf von Stoffen und der Beaufsichtigung des Ladens beauftragt war, gründete er in 1882 im Amsterdam ein Modehaus im Leidseplein und Weteringschans unter dem Namen Modemagazijn Hirsch & Cie.
Sylvain Kahn und Sally Berg haben ihre Modedesigns nach französischen Vorbildern nachgebildet, die für ihre angesehenen Kunden, darunter die Queens, maßgeschneiderte Emma und Wilhelmina. Sally Berg besuchte sie regelmäßig, um die Kollektionen zu zeigen. Die Firma Hirsch trug daher den Titel Hoflieferant.
1895 kaufte Sally Berg es Wiener Couture-Haus Drecoll und entwarf dort mit seiner Managerin Marguerite von Wagner-Besançon, die auch für Hirsch in Amsterdam gearbeitet hatte, die Kollektionen. 1902 gründeten Sally Berg und Sylvain Kahn ein Modehaus unter dem Namen Drecoll Paris gestartet. Auch von Wagner-Besançon und Berg haben die Kollektionen für diesen Standort entworfen. Auch in Amsterdam entwarf er weiterhin für Hirsch, aber wie in Wien und Paris tat er dies nicht unter eigenem Namen.
Bei der Eröffnung des Hirsch-Neubaus im November 1912 wurde die erste Modenschau in Die Niederlande gehaltenen. Von 1912-1917 besaß er auch eine Parfümeriefabrik in Neuilly-sur-Seine.
Im 1924 Sally Berg ist verstorben. Er hinterließ ein beträchtliches Vermögen, das zum Teil für die Einrichtung eines Familienfonds und zum anderen zugunsten verschiedener jüdischer und nichtjüdischer sozialer Einrichtungen bestimmt war.
Viele im 19. Jahrhundert gegründete Textilunternehmen - wie Maison Hirsch - haben ihre Wurzeln in Westfalen. Sowohl katholische als auch jüdische Unternehmer suchten anderswo Zuflucht und hatten später Firmen wie Gerzon, Kreymborg, Lampe, C&A (Clement und August Brenninkmeijer), Peek & Cloppenburg, und Vroom & Dreesmann, in ihren umfangreichen Niederlassungen in den Niederlanden.
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