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Schicksalslied
Schicksals Lied
KomponistJohannes Brahms
Art der ZusammensetzungLied
Komponiert fürChor und Symphonieorchester
Opuszahl54
Zusammensetzungsdatum1868-1871
Premiere18. Oktober1871 im Karlsruhe
Vorherige ArbeitAltrhapsodie, für Alt, Männerchor und Orchester, op. 53
Nächste ArbeitTriumphlied, für achtstimmigen Chor, Orchester und Orgel ad libitum, op. 55
uvreWerk von Johannes Brahms
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik
Johannes Brahms

Es Schicksals Lied (Niederländisch: Lied des Schicksals) ist ein kurzes kraftvolles Komposition vor dem Chor und Orchester geschrieben von Johannes Brahms zwischen 1868 und 1871, mit Opuszahl 54.

Der Text ist dem Gedicht entnommen Hyperions Schicksals Lied von Friedrich Hölderlin, das ursprünglich Teil des Romans ist Hyperion. Brahms entdeckte den Text in einem Buch seines Freundes Albert Dietrich. Obwohl er sofort mit dem Skizzieren für das Lied begann, dauerte es lange, bis er die Struktur und den Ausdruck des Stücks herausgearbeitet hatte. Das Gedicht hat nur zwei Strophen, der erste beschreibt die Seligkeit der Götter und der zweite das Leiden der Menschheit, "blind in den Abgrund zu stürzen". Brahms wollte zunächst ein dreiteiliges Werk schaffen, mit einer Reprise der ersten Strophe. Er war jedoch der Meinung, dass dies zu weit gegen Hölderlins ursprüngliche, tragischere Vision gehen würde. Es stimmt, dass die Arbeit in der Code zurück zur Musik der ersten Strophe, aber nur instrumental, also ohne Text. Eine erste Version mit Refrain in der Coda existiert und wurde ebenfalls aufgenommen. Die Premiere fand am 18. Oktober1871 im Karlsruhe, angeführt von Johannes Brahms selbst.

Der deutsche Komponist Karsten Gundermann (1966) bearbeitete den Orchesterteil des Schicksalslieds für Klavier zu vier Händen, die zum Repertoire des Chores gehört Cappella Amsterdam geführt von Daniel Reuß. Sie haben 2014 eine CD-Aufnahme gemacht.

Aufzeichnung

  • Schicksalslied, Op. 54, aufgeführt vom Konzertchor der MIT

Text

Hyperions Schicksals Lied von Friedrich Hölderlin, aus dem Roman Hyperion.

Ihr spaziert droben im Licht
Auf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren Euch Licht,
Wer der Finger der Künstlerin
Heiliger Saiten.
Schicksallos, wer der schlafende
Säugling, atmen sterben Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidenem Knospe
Blauet für immer
Ihnen der Geist,
Und die seligen Augen
Blick in ruhigere,
Ewiger Klarheit.
Aber wir sind fertig
Auf keiner Stätte zu ruhn;
Es schwinden, es gefallen
Diese führenden Leute
Blindlings von einer
Stunde deine anderen,
Wer Wasser von Klippe
Zu Klippe rekrutiert,
Jahrlang ins Ungewisse hinab.