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Secularisatiethese

Das Säkularisierungsthese oder Säkularisierungsthese steht im Kontext der Soziologie der Religion entwickelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Soziologen wie Max Weber, und hat sich seitdem unter anderem durch die Arbeit von Peter Berger in seinem Buch "Der himmlische Baldachin" von 1967.[1] Die These besagt, dass die Bedeutung der Religion in dieser Gesellschaft mit zunehmender Moderne in zweierlei Hinsicht abnimmt:

  • objektiv (sozial), wobei religiöse Institute der weltlich Trennung von den anderen Sektoren der Gesellschaft haben weniger Einfluss
  • subjektiv (individuell), wo eine Säkularisierung oder Humanisierung der persönlichen Bedeutung und Philosophie die Religion weniger wichtig macht.

Für die Wissenschaft schien Religion zunächst durch diese Säkularisierungsthese auf einen unwichtigen Teil der modernen Gesellschaft verbannt oder gar als verschwindendes Phänomen abgestempelt worden zu sein. Aktuelle Entwicklungen, insbesondere nicht-europäisch, zeigen jedoch, dass die säkularistische These möglicherweise zurückgewiesen werden muss oder zumindest eine Verfeinerung zu einer leichteren Version der Definition notwendig ist, weil die Transformation der Gesellschaft auch andere Wege gehen kann. Dies wird von Berger anerkannt. Säkularisierung beispielsweise weist nicht nur auf Säkularisierung, sondern auch auf die Transformation der Religion selbst hin. Religion ist nämlich außerhalb der Kirche weit verbreitet. Fast zwei von drei Niederländern identifizieren sich als SCP zum Stand des Christentums außerhalb der Kirche.[2] Das Fazit fasste einer der Autoren, Joep de Hart, zusammen mit: "Mehr Glaube, weniger Kirche".

Das wissenschaftliche Argument dazu ist, dass Religion und Kirche nicht vollständig miteinander identifiziert werden müssen, so dass Säkularisierung auch eine Zersplitterung der Religion in der Gesellschaft bedeuten kann.[3]

Die sogenannte Säkularisierungstheologie baut auf der Säkularisierungsthese auf. In den Worten von Dietrich Bonhoeffer dies übersetzt in die Ansicht: "Gott macht uns wissen, dass wir als diejenigen leben müssen, die ihr Leben ohne Gott gestalten."[4] In der religiösen Ecke wird jedoch auch die Kritik geäußert, dass diese Ansicht nur versucht, Atheismus zu vergolden.

Verweise

  1. P. L. Berger, The Sacred Canopy, New York 1967/1990 (übersetzt als: "The Heavenly Canopy", in Phalet, 2004a, 2004: 37)
  2. Amt für Sozial- und Kulturplanung (SCP) - Bericht "Religiöse Veränderungen in den Niederlanden. Verschiebungen in der Bindung an die Kirchen und die christliche Tradition"
  3. Wissenschaftlicher Rat für Regierungspolitik (WRR) - Bericht: "Glauben an die Öffentlichkeit"
  4. „Gott lässt uns wissen, dass wir so leben müssen wie diejenigen, die ihr Leben ohne Gott gestalten“ (Dietrich Bonhoeffer – Widerstand und Kapitulation S. 300)