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Sillem ist der Name einer inzwischen teilweise niederländischen Familie, deren Stammbaum im genealogischen Nachschlagewerk enthalten ist Das niederländische Patriziat. Die Familie stammt von a Hamburger Regenten- und Kaufmannsfamilie.
Die dokumentierte Geschichte der Familie Sillem beginnt im 16. Jahrhundert; die Brüder Jacob Selm (1517-1584) und Heyn Sylm ließen sich aus dem Kehdinger Land (nordwestlich von Hamburg) im Freien Reich und Hansestadt Hamburg. Dort traten sie als erfolgreiche Kaufleute hervor. Ihre Vorfahren stammen vermutlich aus dem 14. oder 15. Jahrhundert Holland im Kehdingen haben festgestellt. Damals kamen niederländische und friesische Bauern, um das Sumpfgebiet südlich der Elbmündung einzudeichen, um es in fruchtbares Ackerland zu verwandeln. In alten Kirchenbüchern steht dort der Name Silm, Zelm und Selm. Später im 16. Jahrhundert wird der Name als Syllm oder Sillem geschrieben. Es gibt eine Theorie, dass die Familie ursprünglich aus dem Ort stammte Zelhem, eine Handelsstadt im Osten Hollands, die bereits im 9. Jahrhundert existierte (heute Gelderland), deren Namen im Laufe der Jahrhunderte auch auftraten als: Selheim, Zeelem, Zelm und Zillem bis zum heutigen Zelhem. Jacob und Heyn heirateten Töchter alter Hamburger Familien und so wurde Jacob 1560 zum Stadtrat ernannt. Sein Bruder Heyn erreichte kaum seinen 50. Geburtstag. Wahrscheinlich erlag er der Pest. Beide hinterließen Söhne, so dass sie bis heute als die beiden Vorfahren der Familie gelten. Ihre Nachkommen brachten prominente Hamburger: 2 Bürgermeister, 9 Stadträte, 15 Richter, 7 Finanzbeamte, 11 Bankprüfer und 14 Waisenhausaufseher. Die Porträts der Bürgermeister und Stadträte hängen im Hamburger Rathaus. An der Außenseite des Rathauses ziert neben anderen Wappen der Hamburger Regentenfamilien das Sillemer Wappen die Fassade. Die Söhne und Enkel von Heyn Sillem waren Tuchkäufer. Die Nachkommen von Jacob Sillem handelten im Ausland; sie ließen ihre Waren auf die iberische Halbinsel verschiffen und hatten auch Handelspartner in Holland, Flandern und England. Einer von Jacobs Enkeln hat in Basel Jura studiert. Er war der erste Anwalt in der Familie und viele weitere sollten folgen. Bis ins 19. Jahrhundert lebten die Nachfahren beider Zweige eng verbunden und verbündet in Hamburg und trugen das gleiche Familienwappen. Jacob Sillem starb 1565 in Hamburg. Der Zweig von Jacob Sillem starb 1835 aus. Der Heinse- oder Heynse-Zweig lebt noch weiter. Mitglieder der Familie Sillem leben neben den Niederlanden auch in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Italien, Irland, Großbritannien, Kanada, das Vereinigte Staaten von Amerika, Argentinien und Australien.
Die niederländische Filiale stammt von Hieronymus (sich Jérome genannt) Sillem (1768 - 1833) ab, der sich 1815 als Hauptgesellschafter der Amsterdamer Filiale des Bankhauses Hope & Co. in Amsterdam niederließ.
Der Stammbaum des niederländischen Zweigs der Familie Sillem wurde 1910 in das Patriciaat der Niederlande aufgenommen.
Wappen der Familie Sillem


Waffe: In Blau dreiblättrige Maiskolben, die auf den Gipfeln eines Dreibergs stehen, ganz in Gold. Helmmarke: eine Kornähre des Schildes zwischen einem sich abwechselnd kreuzenden blauen und silbernen Flug. Planen: Silber und Blau. Siehe das Bild unten.
Laut 'Hamburgsche Wappen und Genealogien', S. 393, Anm. 3, erscheint das oben beschriebene Wappen auf der hier abgebildeten Glasscheibe, datiert 1583, als das von Jacob Selm, Vorfahre des ausgestorbenen Jacobse-Zweiges 1835. die Gattung Sillem. (siehe unteres Bild rechts)
Ein paar Sprösslinge
- Jacob Sillem (Hamburg, 6. Mai 1620 - dort 15. Juli 1693), 1645 Dr. jur. in Basel, 1653 Ratsherr in Hamburg; Senator in Hamburg seit 1709
- Garlieb Sillem (1676-1732), Sohn des Hamburger Senators Hieronymus Sillem (1648-1710), war Jurist und später Bürgermeister aus Hamburg 1716-1720
- Garlieb Helwig Sillem (Hamburg 29.08.1728 - Wellingsbüttel (Hamburg) 10.07.1801). Koopman in Hamburg, Mitglied der dortigen Kaufmannsfirma Matthiessen & Sillem.
- Martin Garlieb Sillem (1769-1835), Hamburger Bürgermeister 1829-1831.
- Hieronymus Sillem (richtiger Name: Hieronymus) (Hamburg 27. Juli 1768 - Amsterdam 19. April 1833), Gesellschafter Matthiessen, Sillem & Co., Kaufleute in Hamburg, seit 1815 Gesellschafter von Hoffnung & Co in Amsterdam
- Ernst Sillem (Kommandant im Orden der Eichenkrone), (Hamburg 23.02.1807 - Amsterdam 08.02.1861), Partner Hope & Co.
- Hieronymus Alexander Sillem (Ritter im Orden des Niederländischen Löwen und Offizier im Orden von Oranien-Nassau), (Amsterdam 24. Oktober 1840 - Amsterdam 29. April 1912), Jurist, Historiker, Mitglied des Gemeinderats von Amsterdam, Mitglied des Provinzrates, Mitglied des Provinzvorstands von Noord-Holland.
- Johann Gottlieb Sillem (Offizier im Orden von Oranien-Nassau), (Amsterdam 2. Juni 1837 - Amsterdam 26. September 1896), Partner Hope & Co.
- Ernst Sillem, (Amsterdam 8. August 1864 - dort 26. Dezember 1919), Partner Hope & Co.; Außerdem Vorstandsmitglied und Schatzmeister der Niederländischer Jugendverband (NJV), seit 1995 CVJM Niederlande
- Henrik Sillem (Amsterdam 12. August 1866 - Courmayeur (Italien) 13. Juli 1907), Anwalt, Rechtsanwalt in Amsterdam; gewonnen am Olympia 1900 te Paris die Bronzemedaille Pistolenschießen
- Johann Gottlieb Sillem (Ritter im Orden des Niederländischen Löwen und Offizier im Orden von Oranien-Nassau) (Amsterdam 16. November 1893 - Den Dolder 24. Februar 1955), machte Karriere im diplomatischen Dienst; Außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister Lissabon von 1937 bis 1941
- Hieronymus Alexander Sillem (Ritter des Ordens von Oranien-Nassau), (Amsterdam, 27. Januar 1902 - Den Haag, 25. Juni 1986), Zoologe bei den Holländern KarakorumExpedition 1929-1930. 1941-1967 Direktor des Bankbüros Lissa & Kann N.V. te Den Haag, 1967-1968 Co-Direktor Bankbüro Mees & Hope in Den Haag
- Aelred Sillem (eigentlicher Name: Harold Frederick Sillem) (29. Oktober 1908 – 19. Mai 1994), zweiter Abt von Quarr von 1964 bis 1992 (Abtei Quarr) auf der Insel wight
- Maurits Sillem (Bern 26. Juli 1929 - London 11. Juni 2002), Musiker und Dirigent
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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