WikiDer > Simon de Hesdin
Simon de Hesdin (unb. - senlis, 1383) war ein Ordensmann der Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem, Kommandant bei der Errichtung von Eterpigny im Picardie und ab 1377 in senlis.[1]
Über Simons Leben ist wenig bekannt. Laut der Präambel seiner Übersetzung des Valerius Maximus er war „Meister“ in Theologie und hatte somit eine Universitätsausbildung.
Cy begin le livre de valere maxim translate de latin en françois par religiöse personne maistre symon de hesdin illustre en theologie et frere de saint jehan de iherusalem
— Hier beginnt das Buch von Valerius Maximus, das von einem religiösen Meister Simon de Hesdin, Doktor der Theologie, Bruder des Ordens des Heiligen Johannes von Jerusalem, vom Lateinischen ins Französische übersetzt wurde; London, Britische Bibliothek MS. Royal 17 F iv, Folium 3.
Er beginnt 1375 im Auftrag von Karl V. von Frankreich zur Übersetzung des ins Französische Facta et dicta Erinnerungsstücke, eine Sammlung von neun Bänden mit moralisierend Anekdoten, 31 n. Chr. von Valerius Maximus gewidmet Kaiser Tiberius. Es war nach dem Jahrzehnte von Titus Livius, übersetzt von Pierre Bersuire und de Die bürgerliche Dei von Augustinus von Hippo der dritte Klassiker, dessen Übersetzung auf Initiative des Königshauses initiiert wurde. Diese Übersetzungskampagne war eine Initiative von Johannes der Gute, weitergeführt von seinem Sohn Karl V.
Die Übersetzung von Meister Simon endete bei Kapitel IV von Buch VII, wurde dann aber weiter vervollständigt von Nicholas de Gonesse auf Wunsch von Jean de France, Duc de Berry zwischen 1400 und 1401 im Stil von Simon de Hesdin.[2]
Die Übersetzung war keine Wort-für-Wort-Übersetzung, sondern ein Versuch, zu einem lesbaren romanischen Text zu gelangen, wie der Autor selbst sagt:
faire de fort lateinisch clere et entandable rommant
— schwieriges Latein in eine klare und verständliche Romanze zu verwandeln.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Text mit Glanz die die Übersetzung kommentieren. Die Übersetzer nutzten dazu die Kommentare von Dionigi da Borgo San Sepolcro. Sie haben aber auch eigene Kommentare, für die sie unter anderem auf die Originalwerke von Titus Livius zurückgreifen.
Angesichts der Zahl Manuskripte das aus dieser Übersetzung überliefert ist, muss das Werk seinerzeit recht erfolgreich gewesen sein.
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