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Skibob
ein Skibob
Abfahrt mit Skibob

EIN Skibob ist ein Transportmittel für Abfahrten im Schnee.

Das Fahrzeug besteht aus einem Rahmen, an dem zwei Ski, ein Sattel und ein Lenker sind angebracht. Der Skibob ist mit einem lenkbaren Vorderski ausgestattet, dahinter befindet sich ein fester Hinterski. Es kann sowohl im Tiefschnee als auch auf der Piste eingesetzt werden. Der Fahrer trägt an beiden Füßen sehr kurze Ski, die eine gleichmäßige Gewichtsverteilung ermöglichen. Außerdem dienen sie der Unterstützung der Lenkbewegung.

Ursprünglich war das Fahren mit einem Skibob hauptsächlich ein touristisches Vergnügen, später wurde es zu einem Wintersport wo Wettbewerbe organisiert werden.

Geschichte

Abgesehen von den wenigen „Snow-Velos“ in Italien und der Schweiz wurde der Skibob erst nach 1945 in einigermaßen verbreitetem Umfang eingesetzt. Skibobs werden in Österreich und Westdeutschland völlig unabhängig voneinander entwickelt und gebaut. Aus der zunächst rein touristischen Attraktion entwickelte sich ein Leistungssport. 1961 wurde der Internationale Skibob-Verband gegründet, zwei Jahre später der erste Europameisterschaften organisiert und ab 1967 kennen die Leute auch Weltmeisterschaft.

Die bei Skibob-Wettbewerben erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen zwischen 70 und 80 Stundenkilometern. Der Schweizer Romuald Bonvin erreichte am 17. April 2003 auf einer speziell präparierten Strecke eine Geschwindigkeit von 201.580 Stundenkilometern.

Fahrzeug und Ausstattung

Der Skibob darf maximal 230 Zentimeter lang sein und ein Gewicht von 6 bis 13 Kilogramm haben. Das Fahrzeug ist in der Regel sowohl mit einer Vorder- als auch mit einer Hinterradfederung ausgestattet. Die Skier an den Füßen des Fahrers haben eine maximale Länge von 50 Zentimetern. Am Ende dienen Stahlspitzen zum Bremsen im Notfall. Der an einem Wettkampf teilnehmende Skibobber trägt ein Anorak, Skihosen, Skischuhe, Helm und Schneebrille.

Skipiste

Die Länge einer Piste für jeden Skibob-Wettbewerb ist so bemessen, dass er innerhalb von zwei Minuten absolviert werden kann. Die Streckenführung ist auch so gestaltet, dass viele Kurven genommen werden müssen und verhindert wird, dass der kürzeste Weg nach unten befahren werden kann. Der Höhenunterschied zwischen Start und Ziel bei einem Slalom beträgt 200 Meter (bei den Damen 100 Meter).

Technik

Skibobbing erfordert viel technisches Know-how, das oft nicht nachsteht alpiner Skisport ist notwendig. Viele Bewegungen, die Elemente des Skisports beinhalten, ermöglichen es, sowohl auf tief verschneiten Hängen als auch auf vereisten Hängen abzufahren.Bei der Abfahrt sitzt der Skibobber mit nach vorne gebeugtem Oberkörper im Sattel, Oberschenkel und Knie sind tief gebogen werden stark gegen das Transportmittel gedrückt und geben dem Skibob sogar die Richtung. Die fußmontierten Ski sind nah am Hinterski des Bobs. Das Wenden ohne Rutschen und ohne Geschwindigkeitsverlust erfolgt durch leichte Lenkbewegungen. Die Füße werden nicht belastet und dienen ausschließlich der gleichmäßigen Gewichtsverteilung. Sie verleihen dem Skibob auch bei höheren Geschwindigkeiten eine bessere Stabilität.

Es ist möglich, eine sehr große Anzahl von Umdrehungen in dichter Folge zu machen, ähnlich wie beim Webtechnik des alpinen Skisports.