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Sophiahof
Ehemaliges Haus in der Sophialaan
Sophialaan 12
Ort
OrtSophialaan 10-12, Den Haag
Status und Zeitachse
orig. FunktionWohnhaus
Aktuelle NutzungMuseum und Büros
Baubeginn1858
Fertig bauen1859
Öffnung1859
Gebäudeinfo
ArchitektArend Rodenburg
InhaberGuillaume Louis Baud / Petronella Riesz
AuftragnehmerQuirinus Wennekers
Baukosten40.500
Anerkennung
DenkmalstatusNationaldenkmal
Denkmalnummer17994, 17995
Portal  Portalsymbol  Bauingenieurwesen und Bauwesen
Sophialaan 10, Den Haag

Das Sophiahof zum Sophialaan 10-12 Zoll Den Haag wurde 1858-1859 gebaut für Guillaume Louis Baud und seine Schwägerin Petronella Riesz.

Geschichte

Das Gebäude, das heute als Sophiahof bekannt ist, wurde als Doppelwohnhaus errichtet und befindet sich im Willemspark. Dieser Park gehörte König Wilhelm II musste aber nach seinem Tod wegen hoher Schulden verkauft werden; endlich gekauft Wilhelm III der Park. Im Jahr 1855 beschloss B&W van The Hague, den Park für 45.000 zu kaufen. Anschließend plante B&W den Bau von 20 Villen und 20 Stadthäusern rund um die Gedenktafel zur Erinnerung an die Unabhängigkeit von 1813. Die Gemeinde selbst bereitete den Park für den Bau vor, nachdem sie Bäume, Sträucher, Pflanzen und Zäune verkauft hatte. Bis Ende 1857 waren fast alle Baugrundstücke verkauft und einer der ersten Käufer war der ehemalige Kolonialminister Guillaume Louis Baud (1801-1893).

Baud kaufte zwei Grundstücke: eines für sich selbst und eines als Vermittler für die Halbschwester seiner Frau, Petronella Wilhelmina Nicolasina Riesz (1834-1863). Seine Frau war Wilhelmina Jacobina Theodora Couperus (1818-1899), ein Mitglied der Familie Couperus und Tochter von Petrus Theodorus Couperus (1787-1823) und Catharina Rica Cranssen (1795-1845); Bauds Schwiegermutter Cranssen heiratete 1824 wieder mit dem Soldaten und späteren General Carel Jan Riesz mit der sie später unter anderem Petronella Riesz bekam.

Bauen

Am 29. Januar 1858 unterzeichnete Baud mit dem Bauunternehmer Quirinus Wennekers den Vertrag zum Bau des vom Architekten entworfenen Doppelhauses. Arend Rodenburg ausgetragen werden. Das Haus für Baud wäre größer als das für Riesz, mit einem Verhältnis von 4:3, was sich auch in der Aufteilung der Baukosten zwischen den beiden Bauherren ausdrückte. Die Zahlung sollte in sechs Raten erfolgen. Im Sommer 1859 waren die Häuser fertig und Baud zog ein; die endgültige Abrechnung erfolgte im Oktober 1859.

Bauds Haus hatte unten links vom Flur vier miteinander verbundene Räume und rechts vom Flur das Esszimmer, Küchen und ein Badezimmer. Im obersten Stockwerk befanden sich sechs Schlafzimmer, darüber ein Dachboden mit ua zwei Dienstbotenzimmern.

Das Haus für Riesz war daher kleiner. Beide Häuser waren im Erdgeschoss durch eine Tür verbunden. Die Gärten waren durch einen Zaun voneinander getrennt, in dem ein Tor angebracht war, um den Zugang zu den Häusern der anderen zu ermöglichen. Die Gemeinde führte auch Arbeiten an der Allee durch: Installation von Gaslaternen und Ulmen sowie den Bau von Rohbaudecken. Die Allee wurde nach der jüngeren Schwester von König Wilhelm III. Sophia, die 1845 den Grundstein für ihre Väter gelegt hatte Reitschule im Willemspark.

Sophialaan 10

1875 verkaufte Baud das „große Haus“ an den Buchhändler G.J. Bluse (1821-1901). Baud zog dann auf sein Anwesen Zeerust, das sich auf der Vliet im Stompwijk; er hielt am Haus Sophialaan 12. Blussé verkaufte 1879 das Gebäude Nummer 10 an den Groninger mr. Oncko Wicher Star Numan (1840-1899), zunächst als Kommisschreiber bei der Repräsentantenhaus, und nach 1880 als Nachfolger von jhr. J.K.J. der junge Angestellter bei der Erstes Zimmer.

Oncko Star Numan war verheiratet mit Jkvr Johanna Agathe married aus Swinderen (1844-1898). Sie hatten eine Reihe von Änderungen am Gebäude vorgenommen. Im Garten wurde eine Remise gebaut, für die ihre Tochter Catharina 1886 den Grundstein legen durfte. Ein großes Vorderzimmer rechts neben der Haustür wurde ebenfalls zu einem Arbeitszimmer umgebaut. Das Esszimmer öffnete sich nun links vom Flur gegenüber der Küche.

Nach dem Tod von Star Numan erbten seine drei Kinder das Haus auf der Sophialaan; 1922 Tochter Catharina Cornelia Star Numan (1879-1965), Ehefrau des Bürgermeisters Evert Jan Thomassen à Thuessink van der Hoop van Slochteren (1875-1952) alleiniger Eigentümer, aber weil das Paar auf dem Fraeylemaborg lebte, stand es oft leer, bis sie es 1936 kaufte Den Haag Lyzeum verpachtet, die dort bis 1972 verblieb. Es ging dann in die Hände der beiden Kinder von ir. J.R.M. daran interessiert (1885-1964), Gründer des Lyzeums. 1981 wurde es an die verkauft Herzstiftung und 1991 an der VNG wo ab 1992 ihr Forschungsbüro SGBO gegründet wurde. Von 2011 bis 2018 beherbergte es Das Haager Institut für globale Gerechtigkeit im Grundstück. Seit dem 1. Januar 2018 sind in dem Gebäude das Indisch Remembrance Center (IHC) und das Molukkische Historische Museum untergebracht. King eröffnet am 27. Juni 2019 Willem Alexander im Gebäude es Museum Sophiahof.

Sophialaan 12

Petronella Riesz starb im Mai 1863. Ihr Schwager Baud war zum Testamentsvollstrecker ernannt worden; das Testament sah vor, dass Baud ihr Haus Sophialaan 12 von ihrem Erbe zum Schätzwert kaufen konnte, was er auch tat.

Um 1880 verkaufte Baud das Landgut Zeerust und zog mit seiner Frau und seiner Tochter Minta in die Sophialaan 12. Als sein ältester Sohn Jan Carel Willem Ricus Theodore Baud (1838-1883) starb 1883, seine Witwe Johanna Wilhelmina Petronella Steenstra Toussaint (1844-1927) zog mit den Kindern zu ihnen. Unter diesen Kindern war auch Elisabeth Wilhelmina Johanna Baud (1867-1960). Aufgrund des Klimas ging die Witwe bald nach Java und hinterließ ihre Tochter Elisabeth und ihren Sohn Willy bei den Großeltern. Da kam ihr Verwandter, der spätere Schriftsteller Louis Couperus (1863-1923), regelmäßig zu Besuch. Baud starb 1891 und später in diesem Jahr heiratete Elisabeth ihren Cousin zweiten Grades Louis Couperus; ihre Hochzeitsfeier fand in Sophialaan 12 statt. 1903 wurde das Anwesen von den Erben des ehemaligen Ministers Baud an Johanna Frederique van Hattum van Alphen-de Vogel (1860-1918) verkauft. Deren Erben verpachteten das Haus anschließend unter anderem an die japanische Legion, bis es 1948 vom Botschafter des Landes, Herman B. Baruch, an die US-Regierung verkauft wurde.