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Souterliedekens

Das Souter Lieddecken (souter ist eine Korruption von Psalter) ist der Titel eines Out 1540 Dating, in Antwerpen veröffentlichte eine vollständige Sammlung niederländischer Psalmübersetzungen, die das ganze Jahrhundert hindurch populär blieben; Davon zeugen mehrere spätere Auflagen.

Die Ausgabe von 1540

Zwei Teile der dreistimmigen Vertonung des Souterliedekens "Weine, bete, ächz und klaghen" (Psalm 87 der Vulgata), von James Clemens nicht Papa, erschienen 1556, in der Reihe der Ausgaben des Souterliedekens, at Tielman Susato in Antwerpen.

Die Psalmen wären vom Utrechter Adligen metrisch gereimt worden Willem van Zuylen van Nijevelt (gestorben 1543). Die unisono eingespielten Melodien sind jedoch populären Liedern entlehnt, die zum Teil deutscher oder französischer Herkunft sind und damals in den Niederlanden im Umlauf waren.

Die Veröffentlichung ist besonders wertvoll, weil Herausgeber Symon Hahn enthielt nicht nur Hinweise auf die Melodien von weltlich Lieder, zu denen die Psalmen gesungen werden konnten ("auf diese Weise"), wie in den meisten weltlichen Liederbücher scheint damals der Fall gewesen zu sein (z.B. die sog. Antwerpen Liederbuch von 1544), sondern weil er auch die Psalmen mit einer melodischen Notation versehen hat. Die meisten weltlichen Lieder dieser Zeit lassen sich nur anhand der wenigen geistlichen Liederbücher rekonstruieren, in denen die Melodie notiert ist. In dieser Hinsicht nehmen die Souterliedekens einen besonders wichtigen Platz unter den anderen spirituellen Liederbüchern mit melodischer Notation ein.

Polyphone Einstellungen

Von Komponisten wie James Clemens nicht Papa oder Gerardus Mes erschienen bzw. in 1556-'57 (die dreiteiligen Musyck Boexkens IV bis VII) und 1561 (die vierstimmigen Musyck Boexkens VIII bis XI, die nicht vollständig überliefert sind), als Teil einer Reihe von Veröffentlichungen mit polyphoner Musik zu niederländischen Texten, beim Antwerpener Musikverlag Tielman Susato polyphone Vertonungen des kompletten Psalmensatzes von 1540. Dabei handelt es sich überwiegend um polyphone Vertonungen der ursprünglichen weltlichen Melodien aus dem Souterliedekens. Die Originalmelodie dient normalerweise als Cantus firmus und ist im Tenor. Auch eine vierstimmige Vertonung von 50 der Souterliedekens von Cornelis Boso wäre bereits 1562 erschienen und ist jedenfalls in einer Düsseldorfer Ausgabe von 1568 erhalten geblieben.

Faksimile-Ausgabe

Souterliedekens 1540. Faksimile-Ausgabe, mit Einführung und Anmerkungen von Jan van Biezen und Marie Veldhuyzen (Frits Knuf Verlag 1984)

Externe Links